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Medizin

21. Mai 2013 Risikofaktor viszerales Fett: Liraglutid bei Typ-2-Diabetes

Die ESC-Empfehlungen von 2012 sehen als Behandlungsziel des Typ-2-Diabetes einen HbA1c <7% vor sowie die Vermeidung von Hypoglykämien und Gewichtszunahme unter Therapie, sagte Prof. Dr. Nikolaus Marx, Aachen, auf einem "Meet the expert" im Rahmen des Diabetes-Kongresses in Leipzig. Zudem sollte der Blutdruck auf Werte < 140/80 mmHg eingestellt sein (1). Die wichtigsten Risikofaktoren sind neben Hypertonie und Dyslipidämie die endotheliale Dysfunktion sowie die viszerale Adipositas. Bei viszeralem Fettgewebe setzt Liraglutid an: es reduziert das viszerale Fettgewebe um 17,1% unter 1,2 mg Liraglutid  + Metformin bzw. um 16.4% unter 1,8 mg Liraglutid + Metformin (2).

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Die Sicherheitsdaten von Liraglutid wurden in der sogenannten MACE-Analyse (Major Adverse Cardiovascular Events= kardiovaskulärer Tod, Infarkt, ZNS-Ereignisse) als gepoolte Analyse aus Phase-II- und III-Studien ermittelt. Die Daten zeigen sich über verschiedene Populationen und Outcome-Definitionen hinweg als konsistent, sagte Marx. Soeben wurde die Rekrutierung der großen Outcome-Studie (LEADER, Liraglutid-Effect and Action in Diabetes: Evaluation of cardiovascular Outcome Results, n=9.000) bezüglich Sicherheit und Effizienz von Liraglutid abgeschlossen. In LEADER wurden Typ-2-Diabetiker mit einem HbA1c>7% eingeschlossen, die Liraglutid zusätzlich zu ihrer Standardbehandlung erhalten versus Standard + Placebo. Der Follow-up wird 42-50 Monate betragen. Als Endpunkt wurden kardiolvaskulärer Tod, Infarkt oder Schlaganfall festgelegt.
ab

Literaturhinweis:
(1) Perk et al. EUR Heart J 2012; 33:1635-1701
(2) Jendle et al. Diab Obes Metabol 2009; 11: 1163-1172

Quelle: "Meet the expert zur GLP-1-basierten Therapie: "Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 aus Sicht des Kardiologen", 9.5.13, Leipzig;Novo Nordisk


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