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Medizin

05. Dezember 2017 Rückenschmerzen: Die besten Tricks für gesundes Sitzen im Büro

Rund 80% aller Deutschen leiden mindestens einmal im Leben  unter Rückenschmerzen, jeder fünfte krankheitsbedingte Fehltag geht  auf das Konto von Hexenschuss, Bandscheibenvorfall und  Rückenschmerzen. Hauptgründe sind eine schlechte Haltung beim Sitzen  und falsch eingestellte Büromöbel. Die gute Nachricht: Abhilfe ist  oft ohne besondere ergonomische Büromöbel oder teure Helferlein  möglich.
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Fachinformation
"Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht. Umso wichtiger ist eine  richtig Haltung und die korrekte Einstellung der Büromöbel. Industrie und Handel suggerieren uns, dass wir teure Bürostühle und spezielle  Tische benötigen. Häufig reichen aber schon einfache  Verhaltensänderungen. Und natürlich müssen die Büromöbel richtig auf  unsere Körpergröße eingestellt werden. Das ist ähnlich wie bei einem  Fahrrad - das beste Rad nutzt nicht, wenn der Sattel zu hoch oder  niedrig eingestellt ist. Mit dem  Ergonomie-Rechner, kann man sich ganz einfach die optimale  Schreibtischhöhe ausrechnen.", so Tim Lilling, Projektleiter von  blitzrechner.de.

Falscher Haltung im Büro vorbeugen – das sollte nicht nur im  Interesse des Arbeitenden, sondern auch des Arbeitgebers sein. Denn  Rückenleiden sind mittlerweile der häufigste Grund für Fehltage. Eine teure – und für den Betroffenen leidvolle - Angelegenheit, die ganz  einfach minimiert werden könnte, wenn man nur die folgenden Tricks  anwenden würde:  

1. Der Monitor sollte mindestens eine Armlänge entfernt platziert  sein.  Effekt: Ist der Bildschirm zu nah, ist die Körperhaltung oft  verkrampft. Gerade im Schulter- und Nackenbereich kommt es dadurch zu Verspannungen. Je weiter der Monitor weg ist, desto entspannter für  Oberkörper und Augen.  

2. Die Höhe des Monitors sollte so eingestellt sein, dass der Blick  darauf schräg nach unten fällt - der Kopf ist leicht nach unten  geneigt.  Effekt: Der Nacken wird entlastet, die Augen werden weniger  angestrengt.  

3. Tastatur und Maus sollten so platziert sein, dass die Ellenbogen  stets auf gleicher Höhe sind.  Effekt: Der Oberkörper wird nicht permanent einseitig belastet, das  beugt Verkrampfungen und Disharmonien in der Schulter-, Rücken- und  Nackenmuskulatur vor.  

4. Handauflagen verhindern das Abknicken der Hände bei der Bedienung  der Maus.  Effekt: Gelenke, Sehnen und Nerven in von der Hand bis zum Ellenbogen werden geschont, Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom oder Golferarm  vorgebeugt.  

5. Das Becken sollte leicht gekippt werden - ergonomische Stühle und  Sitzkissen helfen dabei.  Effekt: Der untere Rücken bleibt in seiner natürlichen Haltung;  Bandscheiben und Muskulatur werden entlastet.  

6. Die Füße sollten fest und möglichst parallel zueinander auf dem  Boden platziert werden.  Effekt: Der Körper nimmt automatisch eine gesündere Haltung ein, die  Belastung wird - im Gegensatz zum Sitz mit übergeschlagenem Bein -  gleichmäßig auf beide Körperhälften verteilt.  

7. Den Bürostuhl richtig auf die eigene Körpergröße einstellen. Keine Ahnung wie?  Ein Online-Rechner für ergonomisches Sitzen hilft Ihnen bei der  Berechnung: https://www.blitzrechner.de/ergonomie  Effekt: Sind Bürostuhl und Schreibtisch ideal für Ihre Körpergröße  eingestellt, sitzen Sie ganz entspannt ergonomischer, ohne sich  darauf konzentrieren zu müssen.  

8. Bewegung in den Büroalltag einbauen: Zum Kollegen gehen, anstatt  ihn anzurufen oder eine schnelle Mail zu schreiben. Auch viel trinken ist eine gute Idee. Das ist nicht nur gesund, sondern nötigt  ebenfalls zu regelmäßigen Gängen.  

Effekt: Der menschliche Körper wurde dafür entwickelt, in Bewegung zu sein. Das Gehen ist die natürlichste menschliche Bewegungsform.  Deshalb sollte sie so oft wie möglich in den Büroalltag integriert  werden. 

Quelle: Blitzrechner


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