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Medizin

28. Oktober 2016 Rückenschmerzen: Mit Tapentadol die körpereigene Schmerzhemmung wiederherstellen

Es ist kein Geheimnis, dass Rückenschmerzen und die damit verbundene hohe Zahl an Krankschreibungen einen großen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen (1,2). "Schon allein deshalb müssen wir Chronifizierung verhindern", appellierte Prof. Dr. Ralf Baron, Kiel, an die Besucher des diesjährigen Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim. Das dual wirksame Tapentadol hat sich mit über 4 Mio. behandelten Patienten und über 100 Rabattverträgen als ein Standard für die Behandlung starker chronischer Rückenschmerzen etabliert (3). Aufgrund der starken Wirksamkeit bei gleichzeitig sehr guter Verträglichkeit ist Palexia® retard bei Schmerztherapeuten sogar das am meisten verordnete Original-Analgetikum (4). Darüber hinaus könne Tapentadol bereits die beginnende Chronifizierung positiv beeinflussen, so Baron weiter. Wie auch die Behandler und die Patienten selbst diesem Prozess entgegen wirken können, erläuterten PD Dr. Kai-Uwe Kern, Wiesbaden, und Diplompsychologin Patricia Albert, Erlangen, im Rahmen des Symposiums zum Einfluss der Schmerztherapie auf den Chronifizierungsprozess.

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Die Chronifizierung von Rückenschmerzen ist ein komplexer Vorgang, bei dem Mechanismen wie die periphere und die zentrale Sensibilisierung sowie die Abnahme der körpereigenen Schmerzhemmung eine wichtige Rolle spielen. So führt die „periphere Sensibilisierung“ zu einem ständigen Feuern der Schmerzfaser, was wiederum die "zentrale Sensibilisierung" unterhält. Dies führt zu einer Hyperaktivität des Rückenmarks. Zusätzlich nimmt die Wirkung der körpereigenen noradrenergen Schmerzhemmung ab.Tapentadol wirkt als einziges Schmerzmittel auf alle drei Hebel der Schmerzchronifizierung (vgl. Abb.):

 
 

Abb.: Tapentadol wirkt auf alle drei Hebel der Schmerzchronifizierung
Abb.: Tapentadol wirkt auf alle drei Hebel der Schmerzchronifizierung



Es reduziert die Weiterleitung der Schmerzsignale  und stärkt aufgrund seines dualen Wirkmechanismus gleichzeitig die körpereigene Schmerzhemmung (Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung). Laut Baron könnte es sinnvoll sein, Tapentadol bei Anzeichen einer zentralen Sensibilisierung frühzeitig einzusetzen, um einer weiteren Chronifizierung vorzubeugen.

Arzt und Patient: Gemeinsam gegen Schmerzchronifizierung

Neben der rein medikamentösen Therapie können Schmerztherapeuten gemeinsam mit den Patienten den Chronifizierungsprozess beeinflussen, denn nicht nur der rechtzeitige Beginn, die pathophysiologische Zuordnung und die Wahl der geeigneten Substanz spielen eine Rolle, sondern insbesondere auch die Beziehung zum Patienten und das Ausmaß der Interdisziplinarität, so Kern. Anhand eines Patientenfalles erläuterte Kern die Vorgehensweise bei der Erkennung von Chronifizierungsfaktoren, bei der Anamnese und Diagnostik, bei der Therapieentscheidung und bei der Begleitung des Patienten durch den gesamten Prozess. Wichtig sei auch eine empathische Ansprache des betroffenen Patienten. Eher kontraproduktiv seien Sätze wie: "Das verstehen Sie nicht, ich mache das schon…" oder "das kann ich nicht glauben, dass das so weh tun soll." Kern empfiehlt stattdessen die direkte Einbindung des Patienten z.B.: "Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Bausteine Ihr Schmerz haben könnte und welche wir als erstes gemeinsam angehen wollen."

Verständliche Information schützt vor Angst"

Die sogenannten "Yellow Flags" beschreiben Risikofaktoren für eine Schmerzchronifizierung. Von besonderem Interesse aus psychologischer Sicht seien darunter die Faktoren "ungünstige Einstellungen zum Schmerz" und "vermeidender oder überaktiver Umgang mit Schmerzen", so Albert. Bei diesen Strategien geht es nicht nur um den Versuch, den Schmerz zu kontrollieren, sondern auch um Vermeidung unangenehmer Angstgefühle. Erfahrungsvermeidung, stelle laut Albert jedoch das größte Risiko für dysfunktionales Verhalten dar.

Als günstig für einen proaktiven und adaptiven Umgang mit Schmerzen gelten protektive Faktoren wie "schmerzbezogene Selbstwirksamkeit" und "schmerzbezogene Akzeptanz". Damit gemeint ist zum einen die Gewissheit, Einfluss auf das eigene Leben trotz Schmerzen zu haben, und zum anderen die Bereitschaft, negative innere Erfahrungen zuzulassen. Wie aber können Behandler Patienten dabei unterstützen, günstige Denk- und Verhaltensstrategien im Umgang mit Schmerzen zu entwickeln, um der Chronifizierung entgegenzuwirken? Hier sei als erster und wichtigster Schritt "verständliche Information" zu nennen. Damit der Patient Sicherheit gewinnt, muss er verstehen, was in seinem Körper vor sich geht. Das Schaffen von Erfahrungen z.B. mittels Abbildungen, Filmen, und Skizzen ebenso wie Metaphern und Analogien sind Hilfsmittel zur Förderung des Verständnisses. Die duale Wirksamkeit von Tapentadol lasse sich beispielsweise anhand von Gaspedal und Bremse erläutern (runter vom Gas = Schmerzreduktion; bremsen = Schmerzhemmung stärken). Für das Schmerzverständnis hilfreiche Abbildungen enthalte auch der Patientenatlas Schmerz, den man unter www.infocenter.palexia.de herunterladen kann.

Literaturhinweise:
(1) Langzeitstudie des BKK Bundesverbandes (tel. Befragung von 6013 Personen über 14 Jahren), 2008
(2) Wenig C. M. et al. European Journal of Pain 2009; 13:280-286.
(3) IMS Media cons. Data Q2 2016
(4) IMS Pharma Scope® Stand 6/2016

Quelle: Grünenthal


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