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Medizin

28. Juni 2016 Rückenschmerzen mit neuropathischer Komponente: Präsentation der Ergebnisse der OXYNTA-Studie

Unter Alltagsbedingungen und strengen Response-Kriterien ist die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen mit neuropathischer Komponente im Vergleich zu Tapentadol bei vergleichbarem Nebenwirkungsprofil klinisch überlegen. Dies zeigen die Daten von OXYNTA, einer nicht -interventionellen Registerstudie der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e. V. im modifizierten PROBE-Design*, die auf dem 8. Weltkongress des World Institute of Pain vorgestellt wurden (1).

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OXYNTA war als nicht -interventionelle, Patientenregister-basierte, offene, multizentrische und standardisierte Behandlungsdokumentation mit randomisierter Patientenselektion und verblindeter Endpunktanalyse angelegt (1). Grundlage der Auswertung waren „patient-reported data“ des PraxisRegisters Schmerz der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e. V. zu Rückenschmerzpatienten mit einer neuropathischen Komponente, für die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2015 eine mindestens 12-wöchige Therapie mit Oxycodon/Naloxon (n = 128) oder Tapentadol (n = 133) jeweils entsprechend der Fachinformation initiiert worden war (1).

Als Responder wurden - in Anlehnung an den Versorgungsalltag - Patienten definiert, die folgende Kriterien erfüllten: kein UAW-bedingter vorzeitiger Therapieabbruch, normale Darmtätigkeit (erfasst mithilfe des Bowel Function Index, BFI) und keine ZNS-Nebenwirkungen sowie eine mindestens 30-prozentige Verbesserung von Schmerzintensität (gemessen durch den Back Pain Intensity Index, BPIX), schmerzbedingten Einschränkungen im Alltag (erfasst durch den modified Pain Disability Index, mPDI) und der Lebensqualität (dokumentiert durch den European Quality of Life questionnaire, EQ5D-3L) (1). Dieser patient-relevant outcomes (PRO) berücksichtigende Komposit-Endpunkt wurde zum Beobachtungsende von signifikant mehr Patienten unter Oxycodon/Naloxon als unter Tapentadol erreicht [n = 51 (39,8%) vs. n = 34 (25,6%); OR (95%-CI): 1,929 (1,139-3,264), p = 0,014)] (1). Damit untermauert die OXYNTA-Studie den Stellenwert der Fixkombination als Analgetikum bei starken Schmerzen, unabhängig von deren Genese (2 3).

* PROBE: prospective, randomized, open-label, blinded endpoint

Literaturhinweise:
(1) Überall M. & Müller-Schwefe G. 2016: Efficacy and tolerability of oxycodone/naloxone and tapentadol in chronic neuropathic back pain (Poster); 8th World Congress of the World Institute of Pain (WIP), 20. bis 23. Mai, New York
(2) Fachinformation Targin®, Stand Juli 2015
(3) Überall M. & Müller-Schwefe G. 2015: Differential effects of oxycodone/naloxone vs. oxycodone vs. morphine in low back pain patients presenting with neuropathic vs. nociceptive pain. (Poster) 9th European Pain Federation (EFIC), 2. bis 5. September, Wien

Quelle: Mundipharma


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