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Medizin

02. April 2020
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SARS-CoV-2: Aktueller Status aus infektiologischer, pneumologischer und allgemeinmedizinischer Sicht

Mit der weltweiten Ausbreitung von SARS-Cov-2 steigen die Anforderungen an Allgemeinmediziner und Pneumologen in besonderem Maße. In einem Expertentalk wurde der aktuelle Status aus infektiologischer, pneumologischer und allgemeinmedizinischer Sicht beleuchtet. Petra Sandow, niedergelassene Allgemeinmedizinerin, Berlin, moderierte das Expertengespräch zwischen Prof. Dr. Thomas Weinke, Chefarzt des Ernst-von-Bergmann-Klinikums für Gastroenterologie und Infektiologie, und Dr. Thomas Schultz, niedergelassener Pneumologe in Berlin.
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Fachinformation
Wie schätzen Sie die aktuelle Lage ein – haben wir das Schlimmste schon hinter uns?

Weinke: „Aktuell besteht bei den Infektionszahlen – mit Ausnahme von Berlin – noch ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Das heißt, wir haben den Gipfel noch nicht erreicht.“
Schultz: „Derzeit haben wir eine Ausfallrate von etwa 40%, d.h. es kommen 40% weniger Patienten in die Praxis als sonst. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Situation wieder stabilisiert. Unsere aktuelle Aufgabe besteht darin, den Patienten die Angst zu nehmen, dass sie sich in der Praxis anstecken könnten.“

Telemedizin ist zwar möglich, aber können wir das wirklich – via Telefon krankschreiben, entscheiden, ob jemand die Praxis oder sogar eine Klinik aufsuchen muss?

„Ich halte das für schwierig. Besonders bei der Ersteinschätzung fehlt einfach der Einsatz des Stethoskops. Im weiteren Verlauf der Behandlung wird es schon leichter, aber bei der Ersteinschätzung die Entscheidung, Klinik ja oder nein, zu treffen, ist nur schlecht möglich“, antwortete Schultz.
„Telemedizin kann in sehr vielen Kontexten gut und gewinnbringend eingesetzt werden, aber auch wenn Abstand geboten ist, sollten wir Ärzte immer noch auf unsere Fähigkeiten mit dem Stethoskop vertrauen. Der ein oder andere Patient ist sicherlich über das Telefon rauszufiltern, trotzdem sollten wir die Patienten für eine klinische Einschätzung noch sehen“, antwortete Weinke.
 
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