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Medizin

10. Mai 2012 Schlaganfallbeauftragter soll Kommunikation zwischen Versorgern, Patient und Angehörigen verbessern

Schlaganfallpatienten benötigen auch nach der Akutbehandlung im Krankenhaus und der Rehabilitation eine langfristige, qualifizierte Nachsorge. Leider können viele Betroffene darauf heute nicht bedarfsgerecht zurückgreifen, weil den Betroffenen und Angehörigen oftmals schon ein qualifizierter Ansprechpartner für die vielfältigen, individuell aber sehr unterschiedlichen Versorgungserfordernisse fehlt. Um diesem Problem zu begegnen, ist im Rahmen der Berliner Schlaganfall‐Allianz (BSA) ein Aufgabenprofil für einen solchen Ansprechpartner, der „Schlaganfallbeauftragte“ entwickelt worden.
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Fachinformation
Zukünftig steht in jeder unser Mitgliedseinrichtungen im Nachsorge‐Bereich ein Schlaganfallbeauftragter als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung, um Pflege‐ und Rehabilitationsprozesse im Sinne einer nachhaltigen Versorgung zu koordinieren. Der Schlaganfallbeauftragte ist eine wesentliche Maßnahme im Qualitätsmanagement für unsere BSA‐Nachsorge‐Einrichtungen. Die Aufgaben eines Schlaganfallbeauftragten umfassen also neben der Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Mitarbeitern, die koordinierte Überleitung von Patienten aus der Akut‐ bzw. Rehabilitationseinrichtung in die Nachsorge. Ebenso unterstützt der Schlaganfallbeauftragte den Patienten bei der Auswahl von speziellen Therapieangeboten.

„Jedes Jahr erleiden in Deutschland über 200 000 Menschen einen Schlaganfall. Neben einer schnellstmöglichen Akutversorgung ist eine qulifizierte und nachhaltig angelegte Weiterversorgung von enormer Bedeutung, um bleibende Folgen für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten“, erläutert auch Prof. Dr. Andreas Meisel, Leiter der Allianz. Der Schlaganfall trifft keineswegs nur ältere Menschen. Viele Schlaganfall‐Patienten sind unter 45, stehen also mitten im Erwerbsleben. Nach einem Schlaganfall müssen die Betroffenen vieles wieder mühsam erlernen – sei es das Gehen, Greifen oder Sprechen. Aber nicht nur die körperlichen Funktionen sind betroffen, auch auf die Psyche kann ein Schlaganfall große Auswirkungen haben. Doch nicht nur Schlaganfall‐ Patienten brauchen Hilfe, denn auch die Angehörigen müssen häufig ihr Leben umstellen.

Um ein abgestimmtes und spezifisches Angebot für Schlaganfallpatienten bereitzustellen, haben sich auf Initiative des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) rund 50 Einrichtungen aus Berlin und angrenzenden Teilen Brandenburgs in der Berliner Schlaganfall‐Allianz (BSA) zusammengeschlossen. Die BSA‐Mitglieder engagieren sich für eine Verbesserung der Prävention, Behandlung und Reintegration von Schlaganfallpatienten. Die Sicherstellung einer bedarfsgerechten und kontinuierlichen Betreuung ist dabei von besonderer Bedeutung.

Quelle: Berliner Schlaganfall-Allianz (CSB an der Charité)


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