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Medizin

03. Februar 2017 Schlaganfallbehandlung – Mechanische Thrombektomie in Österreich flächendeckend eingeführt

Neue Therapiestrategien zur Optimierung der Schlaganfallversorgung sind ein wichtiges Schwerpunktthema bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), die vom 16.-18. Februar 2017 in Wien stattfindet.
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Basistext
Bei der ANIM – der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin – einer der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum, diskutieren rund 1.600 Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten aktuelle Neuerungen und Erkenntnisse in der Neurologie, NeuroIntensivmedizin und Neurochirurgie.

Länderübergreifende Themen der akuten Schlaganfallversorgung wie zum Beispiel die rasanten Fortschritte in der Schlaganfallforschung und die praktische Umsetzung werden in einem gemeinsamen Symposium der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF) diskutiert. „Die mechanische Thrombektomie ist eine bahnbrechende neue Methode in der akuten Schlaganfalltherapie und ändert die Behandlungsmöglichkeiten bei schwer betroffene Schlaganfallpatienten grundlegend“, betont Prof. Dr. Stefan Kiechl, Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck und Präsident der ÖGSF. Mittels eines Mikrokatheters wird die verstopfte Hirnarterie von dem Blutgerinnsel befreit. Die Hirndurchblutung kann so rasch wiederhergestellt und schwere Behinderungen durch den Schlaganfall oft vermieden werden. Die neue Behandlung kommt bei Schlaganfällen zur Anwendung, bei denen großen Hirngefäße durch entsprechend große Gerinnsel verschlossen sind und die bisherigen Behandlungsmethoden oft nicht ausreichend angesprochen haben.

Eine flächendeckende Rund-um-die-Uhr-Versorgung mit dieser neuen Schlaganfalltherapie ist in ganz Europa eine große Herausforderung. „In Österreich wurden 2016 bereits rund 650 Schlaganfallpatienten mit einer mechanischen Thrombektomie behandelt, doppelt so viele wie noch im Jahr 2014“, so Prof. Kiechl. „Österreich ist eines der ersten Länder in Europa, das eine flächendeckende Versorgung von zumindest in 95% des Bundesgebietes bereits umgesetzt hat. Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen überwacht in Zusammenarbeit mit der ÖGSF und den radiologischen Fachgesellschaften die Behandlungsqualität mittels lückenloser Dokumentation des Behandlungsergebnisses.“ Beim ANIM-Kongress in Wien werden erstmals die österreichweiten Daten für 2016 von Prof. Dr. Wilfried Lang vorgestellt.

Weitere aktuelle Tagungsschwerpunkte sind neue Erkenntnisse zur Interaktion von Gehirn und Immunsystem in der Akutphase des Schlaganfalls und für die Regeneration, die Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls, die Diskussion der Hirntoddiagnostik unter den neuen Richtlinien sowie neue Erkenntnisse der Neuroinfektiologie und Neuroimmunologie.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin


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