Mittwoch, 11. Dezember 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

25. September 2019 Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern: Fortschritte der letzten 10 Jahre

Am 10. Jahrestag der Veröffentlichung der RE-LY®-Studie mit Dabigatran zur Schlaganfallprävention werden die Beiträge von Patienten, Fachkreisen wie Ärzten und Apothekern sowie Forschern im Laufe dieses Jahrzehnts gewürdigt. In den vorherigen 50 Jahren waren Vitamin-K-Antagonisten (VKA) wie Warfarin der Therapiestandard in der Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern.
VKA sind wirksam, besitzen aber eine Reihe bekannter Wechselwirkungen, weshalb ein sorgfältiges Monitoring der Patienten erforderlich ist und die VKA-Dosierung individuell für den Patienten angepasst werden muss. Die RE-LY®-Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Dabigatran bei der Schlaganfallprävention im Vergleich zu Warfarin bei 18.113 Patienten mit Vorhofflimmern. Erstmals konnte dabei gezeigt werden, dass ein Nicht-Vitamin-K-antagonistisches orales Antikoagulanz (NOAK) bei der Schlaganfallprävention in einem randomisierten Setting mindestens genauso wirksam und gleichzeitig sicherer als Warfarin war.

„RE-LY® war das erste entscheidende Signal dafür, dass eine neue, sicherere Therapieoption für die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern auf dem Weg war“, so Stuart J. Connolly, MD, Ontario, USA. „Die positiven Ergebnisse sorgten bei Wissenschaftlern, Fachkreisen und Patienten gleichermaßen für große Begeisterung und die anschließende Zulassung von Dabigatran für die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern bot eine sicherere, wirksame und besser zu handhabende Therapieoption. Patienten mit Vorhofflimmern hatten nun eine größere Sicherheit in Sachen Schlaganfallprävention ohne die Auswirkungen, die das regelmäßige Monitoring und die Dosisanpassungen auf ihr tägliches Leben hatten.“

RE-LY® war lediglich der Beginn. Die Entwicklung, Prüfung und anschließende Zulassung des ersten und einzigen breit verfügbaren spezifischen Antidots (Idarucizumab) im Jahr 2015 trug zu einem noch besseren Verständnis bei und gab den Patienten die Möglichkeit, dass die Wirkung von Dabigatran im Fall von Notoperationen oder unaufschiebbaren Interventionen sowie bei lebensbedrohlichen oder nicht beherrschbaren Blutungen rasch, zuverlässig, sicher und anhaltend aufgehoben werden kann.

Quelle: Boehringer Ingelheim


Das könnte Sie auch interessieren

Extreme Hitze: Was müssen Herzpatienten beachten?

Extreme Hitze: Was müssen Herzpatienten beachten?
© Korn V. - stock.adobe.com

Sommerliche Hitze mit sehr hohen Temperaturen über 30 Grad Celsius kann zur Herausforderung besonders für ältere Menschen und diejenigen werden, die bereits wegen Herz- oder Blutdruckproblemen in Behandlung sind. Mögliche Folgen der hohen Temperaturen sind Müdigkeit und Schwindel sowie Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufkollaps, außerdem Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe. „Diesen Folgen können Betroffene vorbeugen, indem sie mit ihrem behandelnden Arzt Vorsichtsmaßnahmen besprechen, die je nach Herzerkrankung...

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit erhält eine Arzneipflanze wieder besondere Aufmerksamkeit, die nicht nur seit Jahrtausenden bei Gesundheitsbeschwerden eingesetzt wird: Die „mystische Myrrhe“ spielte auch in der religiösen Praxis sehr früh eine wichtige Rolle. Was jeder kennt: Die „Heiligen Drei Könige“ und deren Gaben Myrrhe, Weihrauch und Gold sind der – für Christen entscheidende – allgemein bekannte neutestamentliche Bezug. Aber es gibt noch mehr „Geheimnisse“ rund um die Myrrhe. „Im religiösen Kontext...

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein
@ Von Schonertagen / Fotolia.com

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern: Fortschritte der letzten 10 Jahre "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.