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Medizin

25. September 2019 Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern: Fortschritte der letzten 10 Jahre

Am 10. Jahrestag der Veröffentlichung der RE-LY®-Studie mit Dabigatran zur Schlaganfallprävention werden die Beiträge von Patienten, Fachkreisen wie Ärzten und Apothekern sowie Forschern im Laufe dieses Jahrzehnts gewürdigt. In den vorherigen 50 Jahren waren Vitamin-K-Antagonisten (VKA) wie Warfarin der Therapiestandard in der Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern.
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VKA sind wirksam, besitzen aber eine Reihe bekannter Wechselwirkungen, weshalb ein sorgfältiges Monitoring der Patienten erforderlich ist und die VKA-Dosierung individuell für den Patienten angepasst werden muss. Die RE-LY®-Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Dabigatran bei der Schlaganfallprävention im Vergleich zu Warfarin bei 18.113 Patienten mit Vorhofflimmern. Erstmals konnte dabei gezeigt werden, dass ein Nicht-Vitamin-K-antagonistisches orales Antikoagulanz (NOAK) bei der Schlaganfallprävention in einem randomisierten Setting mindestens genauso wirksam und gleichzeitig sicherer als Warfarin war.

„RE-LY® war das erste entscheidende Signal dafür, dass eine neue, sicherere Therapieoption für die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern auf dem Weg war“, so Stuart J. Connolly, MD, Ontario, USA. „Die positiven Ergebnisse sorgten bei Wissenschaftlern, Fachkreisen und Patienten gleichermaßen für große Begeisterung und die anschließende Zulassung von Dabigatran für die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern bot eine sicherere, wirksame und besser zu handhabende Therapieoption. Patienten mit Vorhofflimmern hatten nun eine größere Sicherheit in Sachen Schlaganfallprävention ohne die Auswirkungen, die das regelmäßige Monitoring und die Dosisanpassungen auf ihr tägliches Leben hatten.“

RE-LY® war lediglich der Beginn. Die Entwicklung, Prüfung und anschließende Zulassung des ersten und einzigen breit verfügbaren spezifischen Antidots (Idarucizumab) im Jahr 2015 trug zu einem noch besseren Verständnis bei und gab den Patienten die Möglichkeit, dass die Wirkung von Dabigatran im Fall von Notoperationen oder unaufschiebbaren Interventionen sowie bei lebensbedrohlichen oder nicht beherrschbaren Blutungen rasch, zuverlässig, sicher und anhaltend aufgehoben werden kann.

Quelle: Boehringer Ingelheim


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