Donnerstag, 20. Februar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

19. Juni 2019 Schmerzpatienten: Wochenblister unterstützt Adhärenz

Fast jeder zweite chronische Schmerzmittelpatient ist wider Erwarten nicht adhärent (1,2). Zur Unterstützung der Therapietreue von Schmerzpatienten, die nur mit Opioid-Analgetika ausreichend behandelt werden können, stehen nun Retardtabletten in Wochenblistern zur Verfügung. Bei festem Einnahmeschema von einer Tablette alle 12 Stunden reichen die neuen Packungsgrößen für exakt 2, 4 bzw. 6 Wochen. Auf die Blister aufgedruckte Tag-/Nacht-Symbole unterstützen den Patienten bei der regelmäßigen Einnahme. Auf diese Weise kann der Patient leicht nachverfolgen, wann er seine Tablette nehmen soll oder ob er sie schon genommen hat. Ein unbeabsichtigtes Auslassen einzelner Tabletten wird so vermieden und die Therapieadhärenz durch die kontrollierte Tabletteneinnahme kann verbessert werden.
Anzeige:
Fachinformation
Folgen der Non-Adhärenz

Schmerzmittelpatienten weisen eine noch höhere Non-Adhärenz-Rate auf als andere chronisch Kranke (3). In den meisten Fällen liegt ein Mindergebrauch der Schmerzmedikation vor (2). In einer belgischen Studie gaben 34% der Patienten mit nicht-tumorbedingten Schmerzen an, weniger als die verordnete Menge an Analgetika eingenommen zu haben (1). 14% der Patienten dosierten ihre verordneten Schmerzmittel zu hoch (1). Beides kann den Therapieerfolg beeinträchtigen: Eine verringerte Dosierung vermindert die Effektivität der Analgesie, was zum Abbruch einer eigentlich wirksamen Schmerztherapie führen kann. Auch eine Chronifizierung in Form des Schmerzgedächtnisses ist eine mögliche Folge, wenn Patienten mit akutem Schmerz ihre Medikamente nicht konsequent einnehmen (4). Bei zu hoher Dosierung können vermehrt Nebenwirkungen und Interaktionen auftreten.
 
Einflussfaktoren auf Adhärenz

Wesentliche Einflussfaktoren für die Therapietreue sind u.a. neurologische und psychiatrische Erkrankungen, hohe Einnahmefrequenzen sowie Polymedikation (2,5). Mehr als die Hälfte der Versicherten über 65 Jahre nimmt täglich mindestens 5 verschiedene Arzneimittel ein – mit steigender Tendenz (6). Dabei kann es passieren, dass Patienten die Übersicht verlieren und Einnahmen vergessen. Neben einer klaren Kommunikation zwischen Arzt und Patient mit konkreten Handlungsanweisungen können retardierte Präparate nach einem festen Einnahmeschema die Therapieadhärenz verbessern (7). Darüber hinaus zeigen Studien mit älteren Patienten, dass diese die Einnahmemodalitäten signifikant besser verstehen, wenn Symbole und Piktogramme verwendet werden (8,9).
 
Individuelle Dosierung möglich

Hexal ist der einzige Anbieter von Oxycodon comp® mit 28, 56 und 84 Retardtabletten pro Packung (Lauer-Taxe Stand: 01.06.2019), die jeweils 2, vier und 6 Wochenblister enthalten. Die bestehenden Oxycodon comp - HEXAL® Packungsgrößen mit 20, 50 und 100 Retardtabletten sind auch weiterhin erhältlich. Hexal ist derzeit der einzige Anbieter von Wochenblistern bei Oxycodon/Naloxon, welche den Arzt bei der Förderung der Adhärenz seiner chronischen Schmerzpatienten unterstützen.
Das Medikament ist in 5 Wirkstärken (Oxycodonhydrochlorid/Naloxonhydrochlorid 5 mg/2,5 mg, 10 mg/5 mg, 20 mg/10 mg, 30 mg/15 mg, 40 mg/20 mg) erhältlich, wodurch eine individuelle Dosierung möglich ist. Die Filmtabletten können aufgrund einer echten Bruchkerbe in dosisgleiche Hälften geteilt werden (außer die 5 mg/2,5 mg Tabletten). Außerdem ist das Analgetikum vegan, lactose- und glutenfrei (10).

Quelle: Sandoz

Literatur:

(1) Broekmans S, Dobbels F, Milisen K, et al. Pharmacologic pain treatment in a multidisciplinary pain center: do patients adhere to the prescription of the physician? Clin J Pain 2010; 26 (2): 81-6.
(2) Timmerman L, Stronks DL, Groeneweg JG, et al. Prevalence and determinants of medication non-adherence in chronic pain patients: a systematic review. Acta Anaesthesiol Scand 2016; 60 (4): 416-31.
(3) Capgemini. Patient Adherence: Patient Adherence: The Next Frontier in Patient Care. Global Research Report by Capgemini Consulting. 9. Aufl. Verfügbar unter pharma-smart.com/wp-content/uploads/2015/03/Patient_Adherence__The_Next_Frontier_in_Patient_Care.pdf. (18.12.2018).
(4) Sandkühler J. Schmerzgedächtnis: Entstehung, Vermeidung und Löschung. Dtsch Arztebl 2001; 98 (42): A2725-A2730.
(5) Laufs U, Böhm M, Kroemer HK, et al. Strategien zur Verbesserung der Einnahmetreue von Medikamenten. Dtsch Med Wochenschr 2011; 136 (31-32): 1616-21.
(6) Barmer GEK. Arzneimittelreport 2017. Siegburg: Asgard Verlagsservice GmbH; 2017. Verfügbar unter www.barmer.de/blob/121882/fb95b983d313c453d9ebaa01c2ac783d/data/dl-barmer-arzneimittelreport-2017.pdf. (18.12.2018).
(7) Deutsche Schmerzgesellschaft. S3-Leitlinie: Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen - „LONTS“; 2014. Verfügbar unter www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/145-003l_S3_LONTS_2015-01.pdf. (18.12.2018).
(8) Weltgesundheitsorganisation. Adherence to long-therm therapies: Evidence for action. Geneva; 2003. Verfügbar unter www.who.int/chp/knowledge/publications/adherence_report/en/. (18.12.2018).
(9) Merks P, Świeczkowski D, Balcerzak M, et al. The evaluation of pharmaceutical pictograms among elderly patients in community pharmacy settings – a multicenter pilot study. Patient Prefer Adherence 2018; 12 :257-66.
(10) Fachinformation Oxycodon comp - HEXAL® Retardtabletten, Stand Juni 2017.


Das könnte Sie auch interessieren

Wenn das Herz stockt: Herzinfarkt erkennen und behandeln

Wenn das Herz stockt: Herzinfarkt erkennen und behandeln
© psdesign1 - stock.adobe.com

Nach wie vor stellen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems in Deutschland die häufigste Todesursache dar. Dennoch lässt sich in den vergangenen Jahren ein deutlicher Mortalitätsrückgang verzeichnen. Laut Deutschem Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. ist die Zahl der Todesfälle rückläufig und hat sich seit dem Jahr 1980 sogar halbiert. „Aufgrund der guten Notfallversorgung können wir viele Patienten schnell und zielgerichtet behandeln“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Fehske, Chefarzt der Kardiologie und Inneren Medizin...

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko
© BillionPhotos.com / fotolia.com

Gute Nachrichten für alle, die das ganze Jahr über in die Sauna gehen: Wer mehrmals wöchentlich sauniert, kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 61 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommen ForscherInnen der Medizin Uni Innsbruck und der Universität Ostfinnland in einer gemeinsamen Studie, die das Sauna-Verhalten von über 1.600 Männern und Frauen unter die Lupe genommen hat. Das renommierte Fachjournal Neurology berichtet.

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?
© mayakova / Fotolia.com

Jede vierte deutsche Frau und etwa jeder fünfte deutsche Mann nehmen Präparate zur Nahrungsergänzung. Im Zeitraum April 2015 bis März 2016 wurden insgesamt 177 Millionen Verpackungen verkauft.1 Doch schützt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich vor Krankheiten? Die AOK Hessen hat Fakten zu Nutzen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln übersichtlich zusammengestellt.

Migräne: „World Brain Day“ widmet sich individualisierter Therapie

Migräne: „World Brain Day“ widmet sich individualisierter Therapie
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Der „World Brain Day“ widmet sich am 22. Juli dem Thema Migräne. In Deutschland sind etwa 10% der Bevölkerung von Migräne betroffen, Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer. Doch viele werden nicht diagnostiziert und ärztlich behandelt – sie therapieren sich stattdessen lieber selbst. Nicht selten führt das zu Chronifizierung und neuen Kopfschmerzen, denn Schmerzmedikamente können bei häufiger Einnahme Kopfschmerzen verursachen oder verstärken. Dabei lasse sich durch eine leitliniengerechte und individualisierte Therapie...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Schmerzpatienten: Wochenblister unterstützt Adhärenz "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.