Mittwoch, 21. August 2019
Navigation öffnen

Medizin

13. März 2019 Schweres Asthma: CHMP-Empfehlung für Dupilumab

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat am 28. Februar eine positive Empfehlung zum Zulassungsantrag für Dupilumab (Dupixent®) bei schwerem Asthma ausgesprochen. Der Ausschuss empfiehlt in der Europäischen Union eine Zulassung zur Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren als Add-on Erhaltungstherapie für schweres Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl Eosinophiler im Blut und/oder erhöhtes FeNO, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist.
Anzeige:
Fachinformation
Die positive Stellungnahme des CHMP basiert auf klinischen Daten von 2.888 Erwachsenen und Jugendlichen, die an 3 Zulassungsstudien des globalen Studienprogramms LIBERTY ASTHMA teilnahmen, darunter die Phase-III-Studien QUEST und VENTURE (1,2). QUEST verglich Dupilumab (Dupixent®) vs. Placebo bei Asthmapatienten, die mit mittel- bis hochdosierten inhalativen Kortikosteroiden und einem zweiten Arzneimittel zur Erhaltungstherapie nicht ausreichend kontrolliert werden konnten. VENTURE verglich Dupilumab vs. Placebo bei Patienten mit Asthma, die auf die Dauertherapie mit oralen Kortikosteroiden angewiesen waren. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission über den Dupilumab-Zulassungsantrag wird in den kommenden Monaten erwartet.

Wirkweise

Dupilumab ist ein vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der die Signalwege von Interleukin-4 (IL-4) und Interleukin-13 (IL-13) hemmt. Die beiden Proteine spielen eine zentrale Rolle bei der Typ-2-Inflammation, die bestimmten Asthmaformen sowie einigen anderen allergischen Erkrankungen zugrunde liegt. Die Wirkung von Dupilumab ist mit einer Senkung der Konzentration von Biomarkern der Typ-2-Inflammation wie fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid (FeNO), Immunglobulin E (IgE) und Eotaxin-3 (CCL26) assoziiert.

Symptomatik des unkontrollierten Asthmas

Patienten mit schwerem Asthma leiden trotz derzeitigem Therapiestandard häufig unter unkontrollierten, persistierenden Symptomen. Für diese kommt eine Behandlung mit einem Biologikum in Betracht. Zu den Symptomen eines unkontrollierten Asthmas gehören Husten, pfeifende Atmung und Atembeschwerden. Bei diesen Patienten besteht ein Risiko für schwere Asthmaanfälle, die den Besuch der Notaufnahme oder eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich machen können (3-5). Orale Kortikosteroide können schwerwiegende, kurzzeitige Symptome lindern. Allerdings sollte nach aktuellen Asthma-Leitlinien die dauerhafte Anwendung auf die am schwersten betroffenen Patienten begrenzt werden, da diese Therapieoption gravierende Nebenwirkungen haben kann (6).

Quelle: Sanofi

Literatur:

(1) Castro M et al. N Engl J Med 2018; 378: 2486-96.
(2) Rabe KF et al. N Engl J Med 2018; 378: 2475-85.
(3) Haselkorn T et al. J Allergy Clin 2009; 124(5): 895-902.
(4) O'Byrne PM et al. Am J Respir Crit Care Med 2009; 179(1): 19-24.
(5) Suruki RY et al. BMC Pulmonary Medicine 2017; 17:74.
(6) Global Initiative for Asthma. Global Strategy For Asthma Management and Prevention, 2017. Available at: www.ginasthma.org. Last accessed December 2018.


Das könnte Sie auch interessieren

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko
© BillionPhotos.com / fotolia.com

Gute Nachrichten für alle, die das ganze Jahr über in die Sauna gehen: Wer mehrmals wöchentlich sauniert, kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 61 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommen ForscherInnen der Medizin Uni Innsbruck und der Universität Ostfinnland in einer gemeinsamen Studie, die das Sauna-Verhalten von über 1.600 Männern und Frauen unter die Lupe genommen hat. Das renommierte Fachjournal Neurology berichtet.

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet
@ deagreez / Fotolia.com

Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt. Laut den Wissenschaftlern ist die Spermienanzahl pro Milliliter Sperma um etwa 52 Prozent gesunken. Bei der Gesamtzahl der Spermien pro Samenerguss gaben die Forscher sogar einen Rückgang von nahezu 60 Prozent an....

Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen

Opioid-Abhängigkeit: Notstand in USA ausgerufen
© Eisenhans / Fotolia.com

Nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump aufgrund der massiven Zunahme an Drogentoten den nationalen Notstand bezüglich Opioiden erklärt hat, gibt die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) Entwarnung: In Deutschland sei aktuell kein Gesundheitsnotstand aufgrund von Opioid-Abhängigkeit zu befürchten. Die gesetzlichen Regelungen sowie die vorhandenen Leitlinien zum Einsatz von Opioiden verhinderten in den meisten Fällen die Entwicklung einer Abhängigkeit.

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose
© crevis / Fotolia.com

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Schweres Asthma: CHMP-Empfehlung für Dupilumab "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.