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Medizin

15. September 2020 Spondyloarthritiden: Aktuelle Daten zum Interleukin-17A-Inhibitor Secukinumab

Seit April 2020 ist Secukinumab für die Behandlung von Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis (nr-axSpA),und somit im gesamten Spektrum der axialen Spondyloarthritis (axSpA), zugelassen – die Zulassung beruht auf Daten der PREVENT-Studie (1, 2). Ergebnisse einer aktuellen Interimsanalyse AQUILA bestätigen, dass Secukinumab auch im Behandlungsalltag von Patientenmit ankylosierender Spondylitis (AS) die Krankheitsaktivität sowie Lebensqualität verbessern kann (3). Daten der MAXIMISE-Studie, in der erstmals die axiale Manifestation der Psoriasis-Arthritis (PsA) im Mittelpunktstanden, bestätigen die Wirksamkeit und Sicherheit des Interleukin-17A(IL-17A)-Inhibitors (4).
 
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Fachinformation
Im Rahmen der diesjährigen virtuellen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) wurden aktuelle Daten zum IL-17A-Inhibitor Secukinumab vorgestellt, die seine Wirksamkeit im Krankheitsspektrum der Spondyloarthritiden bestätigen.Secukinumab ist seit April 2020 be inr-axSpAzugelassen, wenn Patienten auf eine Behandlung mit nichtsteroidalenAntirheumatika (NSAR) unzureichend angesprochen haben (1). Damit kannd ieses Biologikum mittlerweile umfassend im Krankheitsbild der Spondyloarthritiden neben PsA und AS auch bei nr-axSpA, und damit im gesamten Krankheitsspektrum der axSpA, eingesetzt werden.

Zulassungsstudie PREVENT

Basis der Zulassung bei nr-axSpA war die kürzlich veröffentlichte Studie PREVENT. In der Studie mit 555 Patienten mit aktiver nr-axSpA zeigte der IL-17A-Inhibitor eine schnelle und signifikante Verbesserung der Krankheitszeichen und Symptome sowohl bei TNFi-naiven Patienten als auch bei der gesamten Studienpopulation bis in Woche 52. Es wurden alle primären und sekundären Endpunkte erreicht (2). Zum Krankheitsbild der axSpA zählt neben der nr-axSpA, die als Frühform der Erkrankung gilt, auch die klassiche AS. Um ein umfangreiches Verständnis über diese Erkrankung zu erlangen, werden u.a. AS-Patienten im Rahmen der deutschlandweiten nicht-interventionellen Studie AQUILA in der Routineversorgung beobachtet. Aktuelle Daten zeigen, dass Betroffene auch in Behandlungsalltag von dem IL-17A-Inhibitor profitieren können.

Die Ergebnisse einer Interimsanalysemit über 300 AS-Patientenergeben, dass Secukinumab im Behandlungsalltag die Krankheitsaktivität, körperliche Funktionsfähigkeit sowie Lebensqualität von Betroffenenverbessern kann (3). Es zeigte sich eine Verbesserung aller untersuchten Parameter unabhängig vom TNFi-Behandlungsstatus bis in Woche 52: Dies war sowohl bei TNFi-naiven als auch bei Patienten mit TNFi-Vorbehandlung der Fall. Der Vorteil von Secukinumab war bei TNFi-naiven Patienten jedoch noch ausgeprägter. Der BASDAI (Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index) sank von Baseline bis in Woche 52 bei TNFi-naiven Patienten von 5,3 auf 3,4. Bei Patienten, die bereits mit einem TNF-Inhibitor vorbehandelt wurden, sank der BASDAI von 5,5 auf 3,7 und bei Betroffenen mit 2 oder mehr TNFi-Vorbehandlungen von 5,7 auf 4,7 (3).

Secukinumab ist wirksam bei PsA mit axialer Manifestation

Secukinumab zeigt sich nicht nur im Bereich axSpA gut wirksam und sicher, sondern auch bei PsAmit axialer Beteiligung. Bei PsA-Patienten ist neben der Haut, peripheren Gelenken, Sehnen und Nägel auch häufig die Wirbelsäule betroffen. In der doppelblinden, randomisierten Studie MAXIMISE standen nun erstmals die axialen Manifestationen der Erkrankung im Mittelpunkt. Nach 52 Wochen zeigten unter Secukinumab 300 mg bzw. 150mg insgesamt 69,1% bzw. 64,5% der Patienten ein ASAS40-Ansprechen und damit eine 40%ige Verbesserung der Krankheitszeichen gemessen anhand der Kriterien der Assessment of Spondylo Arthritis international Society. Es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet (4). Die Daten dieser 3 Studien zeigen, dass Secukinumab im Krankheitsbildder Spondyloarthritiden schnell wirksam und sicher ist. Damit bietet der IL-17A-Inhibitor einewirksameTherapieoption für dieses Krankheitsspektrum.

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) Fachinformation Cosentyx®.
(2) Deodhar A et al. Arthritis Rheumatol 2020.
(3) Klitz U et al. Poster THU0399. EULAR 2020.
(4) Baraliakos X et al. EULAR 2020, OP0053.


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