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Medizin

13. Februar 2014 Sport als Therapie bei Herzschwäche

Im kardiologischen Studienzentrum der Universitätsmedizin Greifswald hat im Januar 2014 eine Studie (HOMEX-HF Pilotstudie) begonnen, die sich an Patienten mit Herzschwäche richtet. Die Studie wird von Prof. Marcus Dörr und Prof. Stephan Felix von der Klinik für Innere Medizin B an der Universitätsmedizin Greifswald geleitet.

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Unimedizin sucht Studienteilnehmer zwischen 30 und 75 Jahren

Für die Untersuchungen im neuen kardiovaskulären Untersuchungs- und Trainingszentrum werden interessierte Frauen und Männer gesucht, die unter einer Herzschwäche leiden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich im Studienzentrum telefonisch unter 03834- 86 800 60 informieren oder per E-Mail homex@uni-greifswald.de melden.

"Ziel dieser Studie ist es, durch ein individuell angepasstes Training die Leistungsfähigkeit von Menschen mit dieser Erkrankung zu verbessern", erklärte Prof. Marcus Dörr von der Klinik für Innere Medizin B. Am Greifswalder Standort des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) wird erforscht, welche Bedingungen dazu beitragen, dass Patienten mit einer schweren Herzschwäche ihre körperliche Leistungsfähigkeit zurückerlangen und möglichst langfristig aufrechterhalten können. "Internationale Studien haben in den letzten Jahren bereits eindrucksvoll gezeigt, dass Patienten mit Herzschwäche von körperlicher Aktivität besonders dann profitieren, wenn diese regelmäßig ausgeführt und langfristig beibehalten wird. Nicht nur die Leistungsfähigkeit, auch die Lebensqualität wird dadurch positiv beeinflusst und dies ohne ein erhöhtes Risiko für trainingsbedingte Komplikationen", so Dörr.

Für die HOMEX-HF Pilotstudie sucht die Universitätsmedizin Greifswald Patienten im Alter zwischen 30 und 75 Jahren, bei denen eine Herzschwäche bekannt ist. Während des gesamten Studienprogramms erfolgt wiederholt eine gründliche kardiologische Diagnostik mit modernster Technik durch erfahrene Ärzte und Schwestern. Selbstverständlich werden die Untersuchungsbefunde auch den behandelnden Ärzten der Studienteilnehmer zur Verfügung gestellt. Das Trainingsprogramm mit unterschiedlichen körperlichen Aktivitäten wie beispielsweise Ergometertraining, Nordic Walking und Gymnastik, das die persönlichen Voraussetzungen der Patienten berücksichtigt, erfolgt im neu eingerichteten Untersuchungs- und Trainingszentrum. Grundlage für die Erarbeitung eines Trainingsprogramms, das gut zu Hause umsetzbar ist, sind dann jene Aktivitäten, bei denen sich die Studienteilnehmer wohl und sicher fühlen. Die Gesamtdauer der kontrollierten Studie beträgt neun Monate, gefolgt von weiteren Nachuntersuchungen.

Quelle: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald


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