Montag, 6. Juli 2020
Navigation öffnen

Medizin

31. Oktober 2012 Sport bei Erkältung: Jeder Dritte trainiert trotzdem weiter

Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Kopf schmerzt: Erkältungen sind unangenehm. Doch wegen einer Schniefnase auf Sport verzichten? Mehr als jeder dritte Sportler (40 Prozent) in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland trainiert trotzdem weiter. 63 Prozent von ihnen würden sich dabei auch mit Arzneimitteln auf die Sprünge helfen. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz. Besonders die jüngeren Sportler zwischen 18 und 25 Jahren lassen sich durch eine Erkältung nicht bremsen: Nur jeder Zweite legt eine Sportpause ein, um den Infekt komplett auszukurieren. Genauso sieht es bei den Senioren ab 66 Jahren aus. Auch von ihnen gab nur gut jeder Zweite an, erst nach Abklingen der Symptome wieder mit dem Sport zu beginnen.

Anzeige:

"Auch bei einem leichten Schnupfen sollte man kein Risiko eingehen und am besten eine sportliche Pause einlegen", erklärt Uwe-Folker Haase, Diplom-Sportwissenschaftler bei der TK. "Stattdessen könnte man einfach mal nur einen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen. Wer absolut nicht auf Sport verzichten möchte, sollte auf jeden Fall ein paar Gänge runterschalten und nur leicht trainieren, zum Beispiel mal nur 20 Minuten anstatt einer Stunde Joggen. Bei Fieber und Grippe allerdings ist Sport absolut tabu. Der Körper ist geschwächt, das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Wer jetzt noch seinen Organismus mit Training belastet, riskiert seine Gesundheit", so Haase.

Besonders wenn Medikamente mit ins Spiel kommen, ist Vorsicht geboten. Schmerz- und fiebersenkende Mittel lindern zwar die Symptome, heilen aber nicht. So hat der Patient das Gefühl gesund zu sein, verschleppt den Infekt aber nur - mit teilweise gravierenden Folgen.
"Die häufigsten Verursacher von Herzmuskelentzündungen sind ganz normale Erkältungsviren. Und auch Streptokokken, die Haupterreger bei Mandelentzündungen, können zu Infekten an der Herzinnenhaut oder den Herzklappen führen, wenn die Mandelentzündung nicht konsequent auskuriert wurde. Deswegen ist es wichtig, jede Erkältung ernst zu nehmen und so lange zu pausieren, bis der Organismus wieder ganz fit ist", sagt Sportwissenschaftler Haase.

Wann und wie man wieder mit dem Sport beginnt, sollte der Patient am besten gemeinsam mit seinem Arzt entscheiden. Generell gilt: Je schwerer der Infekt, desto länger die Pause. Für Sportler, die ihre Trainingseinheiten langsam wieder steigern wollen, empfiehlt sich auch eine sportmedizinische Untersuchung. Die TK bezuschusst diese Beratung seit August für ihre Versicherten im Rahmen einer Satzungsleistung.

Quelle: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Rheinland-Pfalz


Anzeige:
Fachinformation

Das könnte Sie auch interessieren

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko

Häufiger Sauna-Besuch senkt Schlaganfallrisiko
© BillionPhotos.com / fotolia.com

Gute Nachrichten für alle, die das ganze Jahr über in die Sauna gehen: Wer mehrmals wöchentlich sauniert, kann das Schlaganfallrisiko um bis zu 61 Prozent senken. Zu diesem Ergebnis kommen ForscherInnen der Medizin Uni Innsbruck und der Universität Ostfinnland in einer gemeinsamen Studie, die das Sauna-Verhalten von über 1.600 Männern und Frauen unter die Lupe genommen hat. Das renommierte Fachjournal Neurology berichtet.

Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz

Augenärzte testen Kontaktlinsen mit UV-Schutz
© HQUALITY - stock.adobe.com

Intensive ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts kann Bindehaut und Hornhaut am Auge schädigen. Jetzt testen Forscher, ob Kontaktlinsen mit eingebautem UV-Schutz solche Schäden verhindern können. Die Haftschalen wären hilfreich für Patienten, denen etwa nach einer Verätzung empfindliche Stammzellen der Hornhaut transplantiert wurden. Aber auch Außenarbeiter, die regelmäßig einer hohen UV-Bestrahlung ausgesetzt sind, könnten davon profitieren.   

Brauche ich ein Röntgen, CT oder MRT?

Brauche ich ein Röntgen, CT oder MRT?
© Syda Productions / Fotolia.com

Plötzlich auftretende Kreuzschmerzen sind oft belastend, schränken den Alltag ein und können beunruhigen: Möglicherweise steckt etwas Ernsthaftes dahinter? Häufig sind sie aber harmlos und bilden sich in kurzer Zeit wieder zurück. Ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung genügen meist. Finden sich dabei keine Hinweise auf eine gefährliche Ursache, ist ein Röntgen, CT oder MRT vorerst nicht nötig.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Sport bei Erkältung: Jeder Dritte trainiert trotzdem weiter "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Corona-Warn-App erreicht 15 Millionen Downloads – Iphone-Nutzer bewerten die App mit 4,7 Sternen, Android-Nutzer nur mit 3,6 (06.07.2020, dpa).
  • Corona-Warn-App erreicht 15 Millionen Downloads – Iphone-Nutzer bewerten die App mit 4,7 Sternen, Android-Nutzer nur mit 3,6 (06.07.2020, dpa).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden