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Medizin

13. November 2014 Sporttherapie für Krebspatienten im Krankenhaus

Regelmäßige Bewegung steigert die Lebensqualität von Krebspatienten – das belegen zahlreiche Studien. Darum bietet das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS ab sofort eine sportmedizinische Betreuung während des stationären Aufenthaltes an. "Die wenigsten Menschen können sich während ihrer Krebsbehandlung nicht auch noch um Sportangebote kümmern", weiß Dr. Claus Bolling, Oberarzt der Medizinischen Klinik I. "Sie sind mit den Therapien beschäftigt und müssen viele andere Angelegenheiten regeln, sodass Sport und Bewegung dabei auf der Strecke bleiben. Darum bringen wir unseren Patienten das Sportangebot jetzt direkt ans Krankenbett."

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Als das Programm Anfang November startete, waren die Patienten zunächst überrascht, als Dr. Bolling sie fragte, ob sie Turnschuhe dabei hätten. "Wir haben eine Sporttherapeutin im Haus, die Sie nachher abholen kann, um mit Ihnen Sport zu machen." Das erste Angebot nahmen fünf Patienten an und trainierten im Übungsraum 45 Minuten mit Krebs-Sporttherapeutin Stefanie Rogge. "Die Patienten sind nach dem Sport viel ausgeglichener", weiß die Sportwissenschaftlerin, die seit vielen Jahren mit Krebspatienten arbeitet. Das bestätigten auch die Teilnehmer der ersten Kurse im AGAPLESION MARKUS KRAN-KENHAUS. "Viele kamen danach zu mir und waren überrascht, dass sie sich schon besser fühlten." Eine so positive Resonanz der Patienten in stationärer Behandlung hatte Dr. Bolling nicht erwartet: "Aber wir freuen uns natürlich, dass unser Angebot so gut angenommen wird."

Dreimal pro Woche betreut Stefanie Rogge nun Krebspatienten der onkologischen Station. Das Angebot soll im Verlauf auf weitere Stationen der Klinik ausgeweitet werden. "Wir wollen Sport als Teil des Behandlungskonzepts für stationär versorgte Krebspatienten etablieren", sagt Dr. Bolling. "Die Ernährungsberatung und die psychologische Betreuung für Krebspatienten, die sogenannte Psychoonkologie, gehören bereits dazu."

Viele Studien belegen, dass durch Bewegung die Krebstherapien besser anschlagen und die Patienten weniger unter Nebenwirkungen leiden. Eine häufige Begleiterscheinung der Chemotherapie ist das Erschöpfungs-Syndrom (Fatigue-Syndrom). „Die Betroffenen fühlen sich sehr schwach, sind erschöpft und können nur schlecht ihren Alltag bewältigen", erklärt Dr. Claus Bolling. "Ihnen kann Bewegung sehr helfen und viel Lebensqualität zurückgeben."

Die Sportübungen passt Stefanie Rogge an den Leistungsstand der Patienten an. "Es tut auch Krebspatienten gut, gefordert zu werden. Doch gerade bei ihnen ist das ein schmaler Grad. Sie sollen durch die Bewegung Kraft schöpfen, aber den Körper nicht überlasten", sagt die Sporttherapeutin. "Durch meine Erfahrungen habe ich ein gutes Gespür dafür, wie viel Sport ihnen gut tut."

Quelle: AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS


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