Montag, 28. September 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

01. August 2018 Stärkere HbA1c-Wert-Senkung unter Sitagliptin im Vergleich zu Dapagliflozin

Typ-2-Diabetes und leichte Niereninsuffizienz

Bei Typ-2-Diabetikern mit leichter Niereninsuffizienz, die mit Metformin allein oder in Kombination mit Sulfonylharnstoff unzureichend eingestellt waren, konnte der Blutzucker durch Sitagliptin stärker gesenkt werden als durch Dapagliflozin. Dies zeigten die Ergebnisse der Studie CompoSIT-R (Comparative Trials with Sitagliptin), die kürzlich auf der 78. Jahrestagung der American Diabetes Association in Orlando vorgestellt wurden.
Anzeige:
Fachinformation
Typ-2-Diabetiker entwickeln als Komplikation häufig eine chronische Nierenerkrankung. Rund 38% aller Typ-2-Diabetiker und 48% der über 65-jährigen Patienten leiden unter einer leichten Niereninsuffizienz mit einer glomerulären Filtrationsrate zwischen 60 und 90 ml/min/1,73m2. In der internationalen, randomisierten, doppelblinden und kontrollierten CompoSIT-R-Studie wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit des DPP-4-Inhibitors Sitagliptin (100 mg/Tag, n=307) mit der des SGLT-2-Hemmers Dapagliflozin (10 mg/Tag, n=306) bei Patienten ≥ 25 Jahre mit Typ-2-Diabetes und leichter Niereninsuffizienz verglichen, deren Blutzuckerwert mit Metformin allein oder in Kombination mit Sulfonylharnstoff nicht ausreichend kontrolliert werden konnte (HbA1c-Wert ≥ 7,0 bis ≤ 9,5%). Primärer Endpunkt war die Änderung des HbA1c-Werts nach 24 Wochen im Vergleich zum Ausgangswert, wobei auf Nichtunterlegenheit sowie auf Überlegenheit von Sitagliptin (JANUVIA®) geprüft wurde.

Unter der Behandlung mit Sitagliptin kam es nach 24 Wochen zu einer mittleren Abnahme des HbA1c-Werts um 0,51 Prozentpunkte, unter Dapagliflozin um 0,36 Prozentpunkte (Methode der Kleinstquadrat-Mittelwerte; Least squares mean). Der Unterschied von 0,15 Prozentpunkten war signifikant (p=0,006) für Nichtunterlegenheit und für Überlegenheit. Den HbA1c-Zielwert < 7,0% erreichten 42,6% der Patienten mit Sitagliptin und 27% mit Dapagliflozin. Der Nüchtern-Blutzuckerspiegel war nach 24 Wochen Behandlung mit Sitagliptin um 16,5 mg/dl und mit Dapaglifozin um 20,1 mg/dl niedriger als der Ausgangswert. Der mittlere systolische Blutdruck ging unter Sitagliptin um 0,6 ± 0,8 mmHg, unter Dapagliflozin um 3,3 ± 0,7 mmHg zurück. Die Patienten der Sitagliptin-Gruppe nahmen um 0,4 ± 0,2 kg ab, die der Dapagliflozin-Gruppe um 2,4 ± 0,2 kg.

Arzneimittelinduzierte unerwünschte Wirkungen waren unter Sitagliptin seltener als unter Dapagliflozin (24 vs. 42 Patienten). Unter Dapagliflozin wurden vermehrt genitale Pilzinfektionen und Harnwegsinfektionen beobachtet. Die Therapie wurde in beiden Gruppen von jeweils 10 Patienten wegen Nebenwirkungen abgebrochen. Die Anzahl von Hypoglykämien war in beiden Gruppen vergleichbar.

Quelle: MSD

Literatur:

Scott R et al. Safety and Efficacy of Sitagliptin Compared With Dapagliflozin in Subjects With Type 2 Diabetes, Mild Renal Impairment, and Inadequate Glycemic Control on Metformin ± a Sulfonylurea. 78th Scientific Sessions der American Diabetes Association, Orlando, 22. bis 26. Juni 2018, 1142-P. https://plan.core-apps.com/tristar_ada18/abstract/807d2f9885450670bb994661e35aa31d


Anzeige:

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Stärkere HbA1c-Wert-Senkung unter Sitagliptin im Vergleich zu Dapagliflozin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).
  • München führt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ein – Diese Regelung gilt ab kommendem Donnerstag, 24.09.2020 (dpa, 21.09.2020).