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Medizin

01. April 2019 Studie: Verschreibung von Antibiotika für febrile Kinder in Europäischen Notaufnahmen

Durchschnittlich 32% der fieberkranken Kinder in Notaufnahmen bekommen trotz fehlender Begleiterkrankungen Antibiotika verschrieben. 61% dieser Kinder erhielten Zweitlinien-Antibiotika. Die Antibiotika-Verschreibungsraten bei Infekten des Respirationstraktes variieren in den europäischen Ländern stark (0,49-2,04). Um unnötige Antibiotika-Gaben zu reduzieren, müssen ebenso europäische Richtlinien erstellt werden, wie auch suboptimale Antibiotika-Verschreibungen auf lokalem Niveau der Krankenhäuser untersucht werden. 
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Anhand von 5.177 Kindern im Alter zwischen 1 Monat und 16 Jahren wurde in 28 Europäischen Notaufnahmen die Vergabe von Antibiotika untersucht. Dabei bekamen durchschnittlich 32% der Kinder ohne weitere Erkrankungen Antibiotika verschrieben. Dieser Prozentsatz variierte allerdings in verschiedenen Ländern, zwischen 19% und 64%. Am häufigsten und gleichzeitig unregelmäßigsten wurden Antibiotika gegen Atemwegsinfektionen verschrieben (15-67% obere Atemwegsinfektionen; 24-87% untere Atemwegsinfektionen). Die Antibiotika-Verschreibung war assoziiert mit dem Alter, der Dauer des Fiebers, dem C-reaktiven Protein und auffälligem Röntgen-Thorax. Auch nach dem Bereinigen der Daten nach Patientencharakteristika und Art der Diagnose-Erhebung bleibt das Verschreiben von Antibiotika innerhalb der Notaufnahmen höchst variabel.

(übers. v. jl)


 

Quelle: „Antibiotic prescription for febrile children in European emergency departments: a cross-sctional, observational study“ (28.02.2019), in: „The Lancet“, URL: https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(18)30672-8/fulltext (Abgerufen: 01.04.2019)


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