Donnerstag, 23. Januar 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

19. November 2014 Studie zeigt: Physikalische Keratolyse effektiv bei Milchschorf

Die Kombination aus Dimeticonen und einem Trockenemolliens (LOYON®), die Hautschuppen physikalisch ablöst, stellt ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Milchschorf unter Beweis. Das zeigten jetzt die Ergebnisse einer aktuellen proof-of-concept-Studie (1): Bei 80% der behandelten Säuglinge und Kleinkinder reduzierten sich die Milchschorf-Symptome.

Milchschorf, auch Kopfgneis genannt, tritt vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter bis zum 36. Lebensmonat auf. Meist handelt es sich um harmlose Hautveränderungen in Form von Schuppenbildungen der Kopfhaut, die nach einiger Zeit wieder abklingen. Genetische, hormonelle oder auch immunologische Faktoren können die Hautveränderung auslösen. Die exakte Ursache ist meist schwer zu ermitteln. Es entstehen gelbliche bis rötliche Krusten und Schuppen, die sich von der Kopfhaut bis in den Nacken ausbreiten können. Deren Entfernung kann blutige Abrisspunkte herbeiführen, die das Risiko von Infektionen erhöhen.

Das neue Keratolytikum LOYON® besitzt ein einzigartiges, rein physikalisches Wirkprinzip zur Entfernung von Schuppen und Krusten. Durch die patentierte Kombination von Dimeticonen und dem Trockenemolliens Dicaprylyl Carbonat hat das Medizinprodukt eine niedrige Oberflächenspannung und fließt leicht unter die Schuppen. Mit seinen besonders hohen Kriech-und Spreiteigenschaften löst LOYON® Schuppen und Krusten leicht und schonend, ohne blutige Abrisspunkte zu bilden.

Wirksamkeit bei Milchschorf bestätigt

Eine unizentrische, offene proof-of-concept-Studie bestätigt nun das besondere Wirkprinzip von LOYON® bei der Behandlung von Säuglingen und Kindern mit klinisch diagnostiziertem Milchschorf bzw. Kopfgneis (1). In der Studie wurden 20 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis 36 Monaten mit LOYON® behandelt. Dabei wurde das Produkt einmal täglich - abhängig vom Behandlungserfolg - über ein bis drei Tage auf die betreffenden Kopfhautpartien aufgetragen und leicht einmassiert. Die Einwirkzeit betrug mindestens drei Stunden, anschließend wurde ein mildes Babyshampoo zum Abwaschen verwendet. Ergänzende Produkte, Pflegemittel oder lokal wirkende Therapeutika waren während des 8-tägigen Beobachtungszeitraumes nicht erlaubt. Eine klinische Dokumentation des Therapieverlaufs erfolgte vor Behandlung, an Tag 2 und Tag 8. Waren zwei oder drei Behandlungen notwendig, erfolgten zusätzliche Visiten an Tag 3 und 4.

Abb. 1,2: Kopfhaut vor und nach Behandlung mit LOYON®. Der Schuppungsgrad verringerte sich von schwer auf gering.

Als Primärparameter wurden während der Untersuchung einer definierten Kopfhautpartie der Grad der Schuppung und der anschließende Behandlungserfolg erfasst. Als erfolgreich galt die Behandlung bei einer Schuppenreduktion um 2 Punkte (Skala: 0 - 3).
Sekundärparameter waren das Auftreten von Rötung und blutigen Abrisspunkten sowie die Zeit bis zum Behandlungserfolg. Ein Elternfragebogen gab Aufschluss zur Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit des Präparates.

80% der Teilnehmer meldeten Besserung

Nach nur ein bis drei Anwendungen konnte bei 50% der Patienten eine Besserung um zwei Stufen erzielt werden (Skala 0 - 3), bei 80% um mindestens eine Stufe (Abb. 1). Punktblutungen traten nicht auf. Die Rückmeldung der Eltern und Pflegepersonen ergab, dass LOYON® leicht aufzutragen ist (90%), eine angenehme Konsistenz hat (80%) und eine signifikante Verbesserung des Hautbildes des Kindes bewirkt (85%) (Abb. 2). Besonders angenehm für die Patienten und Anwender: LOYON® brennt, klebt und riecht nicht - dies ist ein besonderer Vorteil, wenn eine Keratolyse auf der Kopfhaut notwendig ist.

Literaturhinweis:
(1) Hengge UR: Topical, Non-Medicated LOYON® in Facilitating the Removal of Scaling in Infants and Children with Cradle Cap: A Proof-of-Concept Pilot Study. Dermatol Ther, 2014 (Epub ahead of print)
 

Quelle: Pohl Boskamp


Das könnte Sie auch interessieren

Ersetzt Desinfektionsspray das Händewaschen?

Ersetzt Desinfektionsspray das Händewaschen?
© Rido - stock.adobe.com

Regelmäßiges Händewaschen, gerade in der Grippe- und Erkältungszeit ist enorm wichtig und eigentlich selbstverständlich. Doch laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse von 2019 verzichten nach wie vor jeder 3. Mann und jede 4. Frau nach dem Nach-Hause-Kommen auf den Gang zum Waschbecken. Rund ein Drittel der rund 1.000 Befragten wäscht sich darüber hinaus nicht vor jeder Mahlzeit die Hände. Stattdessen greifen offenbar immer mehr Menschen zu Desinfektionsmitteln. Der aktuellen Umfrage zufolge trägt mittlerweile...

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
© DREIDREIEINS Foto / Fotolia.com

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen...

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Fast jeder kennt Kreuzschmerzen. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg. Halten die Schmerzen jedoch länger an, fragen sich viele Betroffene, woher ihre Beschwerden kommen. Wichtig für Sie zu wissen ist: Auch alltägliche, seelische oder berufliche Probleme können Kreuzschmerzen hervorrufen und deren Verlauf beeinflussen. Deshalb soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie vor und während der Behandlung gezielt auf Belastungen im Privatleben und am Arbeitsplatz ansprechen.

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
© Robert Kneschke / Fotolia.com

Aktuell sind in Deutschland rund 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Die Zahl wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur auf voraussichtlich 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Die Anzahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird von derzeit vier Millionen auf sechs Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Gleichzeitig erkranken immer mehr Menschen an Diabetes Typ 2, so dass Diabetologinnen und Diabetologen sowie Pflegende künftig viele geriatrische Patienten mit Diabetes versorgen werden: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland derzeit rund vier Millionen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studie zeigt: Physikalische Keratolyse effektiv bei Milchschorf"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.