Montag, 26. August 2019
Navigation öffnen

Medizin

19. November 2014 Studie zeigt: Physikalische Keratolyse effektiv bei Milchschorf

Die Kombination aus Dimeticonen und einem Trockenemolliens (LOYON®), die Hautschuppen physikalisch ablöst, stellt ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Milchschorf unter Beweis. Das zeigten jetzt die Ergebnisse einer aktuellen proof-of-concept-Studie (1): Bei 80% der behandelten Säuglinge und Kleinkinder reduzierten sich die Milchschorf-Symptome.

Milchschorf, auch Kopfgneis genannt, tritt vor allem im Säuglings- und Kleinkindalter bis zum 36. Lebensmonat auf. Meist handelt es sich um harmlose Hautveränderungen in Form von Schuppenbildungen der Kopfhaut, die nach einiger Zeit wieder abklingen. Genetische, hormonelle oder auch immunologische Faktoren können die Hautveränderung auslösen. Die exakte Ursache ist meist schwer zu ermitteln. Es entstehen gelbliche bis rötliche Krusten und Schuppen, die sich von der Kopfhaut bis in den Nacken ausbreiten können. Deren Entfernung kann blutige Abrisspunkte herbeiführen, die das Risiko von Infektionen erhöhen.

Das neue Keratolytikum LOYON® besitzt ein einzigartiges, rein physikalisches Wirkprinzip zur Entfernung von Schuppen und Krusten. Durch die patentierte Kombination von Dimeticonen und dem Trockenemolliens Dicaprylyl Carbonat hat das Medizinprodukt eine niedrige Oberflächenspannung und fließt leicht unter die Schuppen. Mit seinen besonders hohen Kriech-und Spreiteigenschaften löst LOYON® Schuppen und Krusten leicht und schonend, ohne blutige Abrisspunkte zu bilden.

Wirksamkeit bei Milchschorf bestätigt

Eine unizentrische, offene proof-of-concept-Studie bestätigt nun das besondere Wirkprinzip von LOYON® bei der Behandlung von Säuglingen und Kindern mit klinisch diagnostiziertem Milchschorf bzw. Kopfgneis (1). In der Studie wurden 20 Jungen und Mädchen im Alter von drei bis 36 Monaten mit LOYON® behandelt. Dabei wurde das Produkt einmal täglich - abhängig vom Behandlungserfolg - über ein bis drei Tage auf die betreffenden Kopfhautpartien aufgetragen und leicht einmassiert. Die Einwirkzeit betrug mindestens drei Stunden, anschließend wurde ein mildes Babyshampoo zum Abwaschen verwendet. Ergänzende Produkte, Pflegemittel oder lokal wirkende Therapeutika waren während des 8-tägigen Beobachtungszeitraumes nicht erlaubt. Eine klinische Dokumentation des Therapieverlaufs erfolgte vor Behandlung, an Tag 2 und Tag 8. Waren zwei oder drei Behandlungen notwendig, erfolgten zusätzliche Visiten an Tag 3 und 4.

Abb. 1,2: Kopfhaut vor und nach Behandlung mit LOYON®. Der Schuppungsgrad verringerte sich von schwer auf gering.

Als Primärparameter wurden während der Untersuchung einer definierten Kopfhautpartie der Grad der Schuppung und der anschließende Behandlungserfolg erfasst. Als erfolgreich galt die Behandlung bei einer Schuppenreduktion um 2 Punkte (Skala: 0 - 3).
Sekundärparameter waren das Auftreten von Rötung und blutigen Abrisspunkten sowie die Zeit bis zum Behandlungserfolg. Ein Elternfragebogen gab Aufschluss zur Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit des Präparates.

80% der Teilnehmer meldeten Besserung

Nach nur ein bis drei Anwendungen konnte bei 50% der Patienten eine Besserung um zwei Stufen erzielt werden (Skala 0 - 3), bei 80% um mindestens eine Stufe (Abb. 1). Punktblutungen traten nicht auf. Die Rückmeldung der Eltern und Pflegepersonen ergab, dass LOYON® leicht aufzutragen ist (90%), eine angenehme Konsistenz hat (80%) und eine signifikante Verbesserung des Hautbildes des Kindes bewirkt (85%) (Abb. 2). Besonders angenehm für die Patienten und Anwender: LOYON® brennt, klebt und riecht nicht - dies ist ein besonderer Vorteil, wenn eine Keratolyse auf der Kopfhaut notwendig ist.

Literaturhinweis:
(1) Hengge UR: Topical, Non-Medicated LOYON® in Facilitating the Removal of Scaling in Infants and Children with Cradle Cap: A Proof-of-Concept Pilot Study. Dermatol Ther, 2014 (Epub ahead of print)
 

Quelle: Pohl Boskamp


Das könnte Sie auch interessieren

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern
© Alexander Raths / Fotolia.com

Erneut gerieten preiswerte Modeschmuckartikel ins Visier der Überwachungsbehörden. Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im vergangenen Jahr auf die erhöhten Nickelgehalte in den untersuchten Proben hingewiesen hatte, kritisierte das Bundesamt die Funde von Blei und Cadmium oberhalb der geltenden Grenzwerte. BVL-Präsident Helmut Tschiersky stellte dazu fest: „Die Hersteller und Importeure von Modeschmuck müssen eindeutig mehr tun, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.“ Nach mehreren Einzelfunden von preiswertem...

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde
© Daniel Vincek / fotolia.com

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters NutriAct jetzt im Fachblatt BMC Medicine publiziert.

So kommen Senioren gut durch den Winter

So kommen Senioren gut durch den Winter
© ARochau / Fotolia.com

Im Winter neigen vor allem ältere Menschen dazu, sich zu Hause einzuigeln. Aber zu wenig an Bewegung, frischer Luft und Tageslicht können schnell das Immunsystem schwächen, den Stoffwechsel verlangsamen und aufs Gemüt schlagen. „Senioren sollten auch im Winter auf ausreichend Bewegung achten. Andernfalls haben sie es im Frühjahr deutlich schwerer, wieder in Schwung zu kommen“, sagt Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER GEK. Regelmäßige Bewegung ist deshalb so wichtig, weil sie den altersbedingten physiologischen...

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?
© mayakova / Fotolia.com

Jede vierte deutsche Frau und etwa jeder fünfte deutsche Mann nehmen Präparate zur Nahrungsergänzung. Im Zeitraum April 2015 bis März 2016 wurden insgesamt 177 Millionen Verpackungen verkauft.1 Doch schützt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich vor Krankheiten? Die AOK Hessen hat Fakten zu Nutzen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln übersichtlich zusammengestellt.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studie zeigt: Physikalische Keratolyse effektiv bei Milchschorf"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.