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Medizin

27. Juli 2012 Studie zu PET-Diagnostik bei Lymphdrüsenkrebs: Schonendere Krebsdiagnostik bei Kindern

Für ihre Untersuchungen zu schonenden Diagnostikmethoden mittels PET bei an Blutkrebs erkrankten Kindern erhält UKL-Nuklearmedizinerin Dr. Sandra Purz den diesjährigen Wolfgang Becker Forschungspreis. Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird alljährlich von der Bayrischen Gesellschaft für Nuklearmedizin für patientenorientierte klinische Studien zu nuklearmedizinischen Methoden verliehen.

Dr. Sandra Purz konnte in der ausgezeichneten Arbeit zeigen, dass durch eine Untersuchung im Positronen-Emissions-Tomographen (PET) bei Kindern mit Lymphdrüsenkrebs Auswirkungen der Krebserkrankung sicher und genau diagnostiziert werden können. Dadurch könnten in Zukunft die bisher noch üblichen und für die Patienten schmerzhaften Knochenmarkentnahmen verzichtbar werden.

„Unsere Ergebnisse belegen, dass wir im PET mit großer Genauigkeit sehen, ob und wie weit der Krebs Skelett und Knochenmark angegriffen hat“, so die Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Das ermöglicht eine präzise Bestimmung des Krankheitsstadiums und damit eine bessere Anpassung der notwendigen Therapie. „Eine für die kleinen Patienten sehr belastende Knochenmarkpunktion könnte daher künftig durch eine schonendere PET-Untersuchung ersetzt werden“, so Purz.

Basis für die preiswürdige Arbeit war die durch die Mitarbeiter der Hodgkin-Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Regine Kluge, stellvertretende Direktorin der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, über die letzten Jahre am Uniklinikum Leipzig erstellte größte Datenbank Europas, wodurch 676 Kinder und Jugendliche in die Studie einbezogen werden konnten. „Als europäisches Referenzzentrum für nuklearmedizinische Studien zu Lymphdrüsenkrebs bei Kindern verfügen wir neben der großen Datenbasis auch über eine langjährige Erfahrung in der Diagnostik, die wir dank eines der innovativsten PET-Geräte jetzt entscheidend weiterentwickeln können“, ergänzt Prof. Osama Sabri, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Seit 2011 steht den Wissenschaftlern am Universitätsklinikum Leipzig eines der weltweit modernsten PET-MRT-Geräte zur Verfügung. „Dadurch haben wir beste Bedingungen für unsere wissenschaftliche Arbeit, deren wiederholte Würdigung durch Preise uns natürlich sehr freut“, so Sabri.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig AöR


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