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Medizin

10. September 2020 THC:CBD-Oromukosalspray: Add-on-Behandlung der Spastik bei Multipler Sklerose

Für viele Cannabinoide wie Cannabisblüten oder -extrakte gibt es kaum Studien mit einer hohen methodischen Qualität (1). Eine Ausnahme stellt allerdings das THC:CBD-Oromukosalspray Nabiximols (Sativex®) dar, das zur Add-on-Behandlung der Spastik bei Multipler Sklerose (MS) zugelassen ist (2). Dieses Fertigarzneimittel gilt einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2019 zufolge  als das am besten untersuchte Cannabinoid (3).
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Das am besten untersuchte Cannabinoid

So liegen für das Spray beispielsweise umfangreiche Sicherheitsdaten vor, etwa aus der randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden SAVANT-Studie, in die 191 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer MS-Spastik eingeschlossen wurden. Nabiximols war gut verträglich, ohne dass neue Sicherheitshinweise festgestellt wurden (4). Hinzu kommen umfangreiche Erkenntnisse aus der täglichen Praxis mit Nabiximols – seit der Markteinführung im Jahr 2011 wurden wertvolle Erfahrungen in mehr als 120.000 Patientenjahren gesammelt, die für die konsistente Wirksamkeit und Sicherheit dieses Fertigarzneimittels sprechen (5).

Vorteilhafte Kombination von THC und CBD

Nabiximols enthält als Wirkstoffe im definierten Verhältnis die Cannabinoide Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol(CBD). Aufgrund seiner standardisierten pharmazeutischen Qualität weist Nabiximols Vorteile gegenüber Medizinalhanf oder anderen Cannabiszubereitungen auf: Hier ist beispielsweise an eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung oder eine stabile Wirkstoffkonzentration zu denken. Bei Cannabisblüten ist das dagegen nicht immer der Fall (1), weil hier beispielweise der Wirkstoffgehalt der jeweiligen Blütensorte stark schwanken kann. Ein weiterer Pluspunkt liegt darin, dass sich THC und CBD in ihren Wirkungen ergänzen: Während THC eine psychostimulierende Wirkung hat, antagonisiert CBD diese Wirkung, sodass es sehr selten zu stimulierenden Effekten kommt, wie sie unter THC gesehen werden. Gleichzeitig kann CBD bestimmte psychoaktivierende Nebenwirkungen von THC reduzieren (6). So zeigte sich in einer doppelblinden, randomisierten und Placebo-kontrollierten Langzeitstudie über 48 Wochen mit 121 MS-Patienten und Spastik auch keine Verschlechterung der Kognition oder der Stimmung unter  der Therapie mit Nabiximols(*, 7).

Einfach anwendbares Oromukosalspray

Nabiximols ist das einzige cannabinoidbasierte Fertigarzneimittel, das als einfach anwendbares Oromukosalspray zur Verfügung steht. Die Wirkstoffe werden dabei über die Mundschleimhaut resorbiert. Die Anwendung ist unkompliziert: Nach vorsichtigem Schütteln der Flasche und dem Abziehen der Kappe empfiehlt es sich, etwa zwei Sprühstöße in ein Taschentuch zu geben, sodass ein feiner Sprühnebel gegeben ist. Anschließend kann das THC:CBD-Oromukosalspray an verschiedenen Stellen in der Mundhöhle angewendet werden – am besten pro Sprühstoß abwechselnd in der linken und rechten Wangentasche oder unter der Zunge. Durch eine Variation der Sprühstellen verringert sich das Risiko für lokale Reizungen der Mundschleimhaut. Zwischen den Sprühstößen sollte eine Pause von mind. 15 Minuten eingehalten werden, sodass eine optimale Wirkung erzielt werden kann.

Starter-Set für Patienten

Für die Anwendung im Alltag und für die Dosisfindung steht Patienten das Starter-Set zur Verfügung. Darin sind u.a. ein Patiententagebuch zur Dokumentation der Gesamtzahl der Sprühstöße und der Therapieerfolge sowie ein empfohlenes Therapieschema enthalten. Zudem können Änderungen von Symptomen – etwa die Schwere der Spastik bei Patienten mit MS – erfasst und bewertet werden. Weitere Informationen und Tipps zur Anwendung finden Ärzte für ihre Patienten unter https://so-starte-ich.de mit dem Zugangscode 932542.

* Zu Gegenanzeigen und Nebenwirkungen hinsichtlich Kognition und Stimmung siehe Fachinformation Sativex®

Quelle: Almirall

Literatur:

(1) Glaeske G, Sauer K. Cannabis-Report 2018; 89.
(2) Fachinformation Sativex®. Stand: März 2015.
(3) Hoch E et al. Bundesgesundheitsblatt 2019; 1: 291.
(4) Markovà J et al. Int J Neuroscience 2019; 129: 119–28.
(5) Überall MA. J Pain Res 2020; 13: 399-410.
(6) Pérez J. Drugs of Today 2006; 42 (8): 495–501.
(7) Vachová M et al. J Mult Scler 2014; 01: 02.


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