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Medizin

07. Juli 2016 Tapentadol bei starken chronischen Rückenschmerzen in Klinik und Praxis

Mit weltweit fast 4 Mio. behandelten Patienten und einer Fülle belastbarer Studiendaten hat sich Tapentadol in den letzten 5 Jahren als ein Standard in der Behandlung starker chronischer Schmerzen etabliert (1-7). Werden Patienten im Rahmen eines Klinikaufenthaltes auf Tapentadol eingestellt, so erleichtert dies dem Hausarzt auch die Weiterführung der Therapie, betonte Prof. Ralf Baron, Kiel. Denn über 100 Rabattverträge erlauben eine wirtschaftliche Verordnung.

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Für Grünenthal ist Palexia® retard momentan das erfolgreichste Schmerzmittel im Produkt-Portfolio, betonte der Geschäftsleiter Deutschland, Kai Martens. Dies wird auch daran deutlich, dass Palexia unter den Originalpräparaten das am stärksten wachsende Produkt im Bereich der als Betäubungsmittel eingestuften Analgetika ist. "Viele Ärzte haben uns mitgeteilt, dass sich der innovative Wirkstoff Tapentadol mit dem dualen Wirkmechanismus für sie mittlerweile zu einer Art Basistherapie entwickelt hat", ergänzte der Geschäftsleiter.

Laut Prof. Ralf Baron, Kiel, brauchen Ärzte in Klinik und Praxis Innovationen wie Tapentadol im Bereich der Schmerztherapie. Beispielsweise werden auch trizyklische Antidepressiva zur Therapie chronischer Schmerzen eingesetzt, da sie u.a. auch die Noradrenalin-Wiederaufnahme hemmen. Diese Eigenschaft besitzt Tapentadol dank seines synergistischen Wirkmechanismus als µ-Opioid-Rezeptor-Agonist (MOR) und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (NRI) ebenfalls (8). Baron demonstrierte die Vielseitigkeit des Produkts anhand dessen Leistungsspektrum, der Anzahl positiver Studien sowie dessen vielfältigen Einsatzgebieten in Klinik und Praxis (2-7).

Er präsentierte den Fall eines Patienten aus der Klinik, der dort auf Tapentadol eingestellt und mit einer entsprechenden Empfehlung zur Fortführung der Schmerztherapie nach Hause entlassen wurde.

Insbesondere bei geriatrischen Patienten in der Klinik sei eine Einstellung auf und Entlassung des Patienten mit Tapentadol retard eine wichtige Option, so Baron, da sich die Substanz aufgrund ihres relativ geringen Interaktionspotenzials besonders gut für die Behandlung multimorbider älterer Patienten eigne (9).

Standard für Schmerzexperten

Schmerzexperte Ulf Schutter brachte es auf den Punkt: Palexia® sei einfach, weil nach seiner Erfahrung unter der Therapie kaum Nebenwirkungen zu erwarten seien und man deshalb schnell auf eine adäquate Dosis hochtitrieren könne (9). Zuweisenden Ärzten anderer Fachrichtungen stehe er auch bei Dosierungsfragen mit Rat und Tat zur Seite und ermutige sie, Tapentadol von Beginn an in einer adäquat hohen Do-sierung einzusetzen. Für die Einstellungsphase bietet Grünenthal eine Dosierhilfe an, anhand derer der Arzt dem Patienten den individuellen Therapiestart erläutern kann. Der Patient dokumentiert die Tabletteneinnahme und die damit erzielte Schmerz-reduktion, und dann kann in Absprache mit dem Arzt die Dosis entsprechend optimiert werden.

Tapentadol lindere sowohl nozizeptive, als auch neuropathische Schmerzen, und dies sei gerade für die Behandlung von Rückenschmerzen, bei denen man es häufig mit gemischten Schmerzen zu tun habe, besonders günstig, so Schutter. Außerdem wies er auf die Vorteile von Tapentadol gegenüber Oxycodon hinsichtlich Effektivität, Verträglichkeit und Verbesserung der Lebensqualität bei Arthrose- und Rückenschmerzpatienten hin (7). Aus seiner Sicht zähle Tapentadol mittlerweile zum Gold-standard für den Schmerzexperten. Viele Primäreinstellungen erfolgten direkt nach oder bereits anstelle von t-NSAR/Coxiben und/oder nichtsauren Analgetika. Er beob-achte viele Umstellungen von anderen Opioiden auf den MOR-NRI Tapentadol aufgrund ungenügender Effektivität oder Verträglichkeit. Doch auch die Wirtschaftlichkeit durch das Einsparen anderer Co-Analgetika sei ein Grund für Umstellungen.

Palexia® – einfach in der Hausarztpraxis weil zweifach 

Nicht nur beim Kliniker und Schmerztherapeuten, sondern auch in der Hausarztpraxis hat sich das dual wirksame Tapentadol laut Jörg Werner Piroth, Aachen, mittlerweile als eine effektive und verträgliche Therapieoption zur Behandlung starker chronischer Schmerzen etabliert. Viele Patienten stellten sich in der Hausarztpraxis mit chronischen gemischten Schmerzen vor und litten häufig unter den bekannten Nebenwirkungen der NSAR oder fühlten sich in ihrer Alltagskompetenz durch die Einnahme schwacher Opioide eingeschränkt. Anhand von zwei Fallbeispielen demonstrierte Piroth den Einsatz von Tapentadol in seiner Praxis. Besonders schätze er das breite Wirkspektrum von Tapentadol sowie die Möglichkeit der raschen Auftitration der Dosis, so Piroth (9). Außerdem ließe sich dadurch in vielen Fällen die Arbeitsfähigkeit der Patienten schnell wiederherstellen, ergänzte Piroth. Auch er halte den frühzeitigen Einsatz des MOR-NRI anstelle hochdosierter NSAR für sinnvoll und schätze die Therapie wegen des geringen Zeitaufwandes und der Wirtschaftlichkeit dank der zahlreichen Rabattverträge, so Piroths Fazit.

Literaturhinweise:
(1) IMS Media cons. Data Q4 2015
(2) Baron R et al. Pain Pract 2016; 16: 580-599
(3) Afilalo M et al. Clin Drug Investig 2010; 30: 489-505
(4) Schwartz S et al. Curr Med Res Opin 2011; 27: 151-162
(5) Kress H. Eur J Pain 2010, 14: 781-783
(6) Buynak R et al. Expert Opin Pharmacother 2010; 11: 1787-1804
(7) Lange B et al. Adv Ther 2010; 17: 381-399
(8) Tzschentke TM et al. Drugs of today 2009; 45: 483-496
(9) Fachinformation Palexia® retard Stand August 2015

Quelle: Grünenthal


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