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Medizin

19. Juli 2017
Seite 1/2
Therapieansatz zur Vermeidung von Frühgeburten

Kann man eine Totgeburt verhindern? Bei der Erforschung dieser Frage haben Wissenschaftler eine neue Therapieoption zur Vermeidung von Frühgeburten entdeckt. Eine synthetische Variante des Schwangerschafts-Moleküls (PreImplantation Factor: PIF), welches der Embryo produziert, reduziert Entzündungsreaktionen während der Schwangerschaft.
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Entzündungen und Infektionen während der Schwangerschaft sind ein wichtiger Faktor für den vorzeitigen Tod des ungeborenen Kindes. Tritt eine Infektion plötzlich und stark auf, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt.

“PIF wirkt auf einen Schlüsselkomplex der Entzündung, den sogenannten Inflammasome Complex,“ erklärt PD Martin Müller, Inselspital Bern. „Damit wird es erstmals möglich, Entzündungsreaktionen in der Schwangerschaft zu beeinflussen.“

In einer Modellstudie konnten Martin Müller und das Team zeigen, dass PIF Todgeburten reduziert, die Entzündungsreaktion mildert und das Wachstum des Fötus positiv beeinflusst. Eine Reihe von in-vivo und in-vitro-Experimenten bestätigten die entzündungshemmende Wirkung in der Plazenta.

Prof. Nicoletta Di Simone, Rom, überraschten die Resultate: „Zusammengefasst zeigt unsere Studie, dass PIF während der Schwangerschaft vor dem Ausbruch der Entzündung schützt.”
 
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