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Medizin

06. April 2017
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Erweiterte Therapieoption beim hereditären Angioödem (HAE)

Die Zulassung von Cinryze® wurde durch die EU-Kommission erweitert, so dass diese Therapieoption nun auch für Kinder mit hereditärem Angioödem (HAE) zur Verfügung steht. Das C1-Inhibitor-Konzentrat ist jetzt bereits ab einem Alter von 2 Jahren zur Behandlung von Angioödem-Attacken sowie zur Prophylaxe von Angioödem-Attacken vor einem medizinischen Eingriff zugelassen. Der Einsatz zur Routineprophylaxe ist bei Kindern ab 6 Jahren mit schweren und wiederkehrenden HAE-Attacken möglich (1). Es ist damit die erste und bislang einzige zugelassene Therapie zur Routineprophylaxe bei pädiatrischen HAE-Patienten.
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Fachinformation
Attacken eines hereditären Angioödems (HAE) können je nach Lokalisation unterschiedliche Manifestationen haben: Lokale Hautschwellungen v.a. an den Extremitäten und im Gesicht sind entstellend und bewegungseinschränkend, Schleimhautschwellungen im Magen-Darm-Bereich gehen mit kolikartigen Schmerzen einher, und bei Schwellungen im Kopf-Hals-Bereich kann im schlimmsten Fall eine Verlegung der Atemwege und damit Lebensgefahr drohen.

Attacken im Kindesalter: Gefahr der sozialen Isolation

Die meisten HAE-Patienten erleiden ihre erste Schwellungsattacke in den beiden ersten Lebensjahrzehnten. Ein früher Beginn der HAE-Symptome kann ein Prädiktor für einen schwereren Verlauf der Erkrankung sein. Auch im Kindesalter treten die Attacken oft ohne erkennbare Trigger auf und können schulische, private und sportliche Aktivitäten beeinträchtigen. Dies kann zu einem Gefühl der sozialen Isolation bei den Betroffenen führen (2). „Die pädiatrische Zulassungserweiterung von Cinryze® belegt unser dauerhaftes Bestreben, das Leben von HAE-Patienten aller Altersgruppen zu verbessern,” kommentierte Dr. Werner Föller, Geschäftsführer der Shire Deutschland GmbH, Berlin.

Seit 2011 bereits bei Erwachsenen und Jugendlichen zugelassen

Für therapeutische Ansätze ist zu berücksichtigen, dass das HAE keine Allergie mit Mastzell-Aktivierung und entsprechender Histamin-Ausschüttung ist. Vielmehr handelt es sich um eine Störung des Kontaktsystems (auch als Kallikrein-Kinin-System bekannt) mit erhöhter Produktion von Bradykinin. Daher wirken Antihistaminika und Kortikoide nicht. Die verfügbaren HAE-Therapien greifen am Kontaktsystem an und zielen darauf ab, Dauer und Stärke akuter Attacken zu reduzieren oder Attacken prophylaktisch zu verhindern.

Cinryze® ersetzt den Mangel an körpereigenem C1-Inhibitor, dem zentralen Regulator des Kontaktsystems. Bereits seit 2011 ist das C1-Inhibitor-Konzentrat zugelassen bei Erwachsenen und Jugendlichen von 12-17 Jahren mit HAE zur Akuttherapie und Prophylaxe vor Eingriffen sowie zur Routineprophylaxe bei schweren und wiederkehrenden Attacken, wenn orale prophylaktische Behandlungen nicht vertragen werden oder keinen ausreichenden Schutz bieten, oder bei Patienten, die sich mit wiederholten Akutbehandlungen nur unzureichend therapieren lassen. Eine Selbstverabreichung nach vorheriger Schulung durch medizinisches Fachpersonal ist möglich (1).
 
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