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Medizin

28. Juni 2017
Seite 1/2
Transfer klinischer Studiendaten zu Baricitinib in die praktische Anwendung

Das Rheumadenken ist eingefahren, das Umdenken wird eine Herausforderung“, resümierte Prof. Jörn Kekow, Berlin, den aktuellen Status quo der Rheumatherapie auf einem Symposium im Rahmen des BDRh-Kongresses in Berlin. Anlass zum Umdenken gibt nicht zuletzt Baricitinib: der Januskinase(JAK)-Inhibitor ist seit dem 13. Februar 2017 zur Behandlung von Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis (RA) nach DMARD von der Europäischen Kommission zugelassen (1).  
 
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Seit 1. April steht die 1-mal täglich orale Therapie auf dem deutschen Markt zur Verfügung. Darum warfen die Rheumatologen nicht nur einen Blick auf die Zulassung, sondern beleuchteten insbesondere Aspekte der praktischen Anwendung. Praxisnah waren zudem die ersten Einblicke einer Umfrage unter Menschen mit RA sowie Ärzten in Europa und Kanada, bei der über 6.000 Antworten zu aktuellen Herausforderungen und Bedürfnissen von Patienten einflossen.

Basis der Zulassung von Baricitinib (Olumiant®) bildete ein umfassendes Studienprogramm mit mehr als 3.000 Patienten (2,3,4,5,6 ). „Hierbei wurden durchgängig alle primären Endpunkte erreicht“, betonte Prof. Dr. Eugen Feist, Berlin, die konstant gute Wirksamkeit des JAK-Inhibitors, der im Unterschied zu vielen Biologika die Signalweiterleitung mehrerer Zytokine, die in der Pathophysiologie der rheumatischen Arthritis eine wichtige Rolle spielen, reversibel blockiert und so die Produktion inflammatorischer Zytokine vermindert (7,8,9,10). In der RA-BEAM-Studie mit insgesamt 1.305 Teilnehmern zeigt Olumiant® im direkten Vergleich mit Adalimumab, jeweils in Kombination mit MTX, bei Patienten nach MTX-Versagen eine überlegene Wirksamkeit für den ACR20 und die mittlere Reduktion des DAS28-CRP, jeweils in Woche 12. Des Weiteren weist Baricitinib gegenüber Adalimumab signifikant höhere Ansprechraten zu mehreren Zeitpunkten für z. B. ACR50, ACR70, Schmerz und Fatigue auf (jeweils sekundäre und exploratorische Endpunkte) (1, 2). Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf einen oder mehrere TNF-Blocker wurden im Rahmen der RA-BEACON-Studie untersucht (5). „Bei diesen Patienten steht man mit dem Rücken zur Wand, und auch bei diesem schwer zu behandelnden Klientel zeigten sich unter Baricitinib gute Ergebnisse“, unterstrich Feist die signifikante Besserung der Symptomatik. Beruhigt habe ihn dabei das konstant gute Nebenwirkungsprofil, das keinen wesentlichen Unterschied zu Adalimumab aufweise. Als wichtigen Aspekt nannte er zudem das schnelle und anhaltende Ansprechen, das sich auch in den von Patienten berichteten Parametern zur Messung der Krankheitsaktivität, den Patient Reported Outcomes (PROs), zeigt (2).

 
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