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Medizin

31. August 2019 Typ-1-Diabetes: 100.000 Babys auf erhöhtes Risiko in Freder1k-Studie untersucht

Es ist ein erster Meilenstein für eine der größten Kooperationen der Typ-1-Diabetes-Forschung in Europa: Die internationale Plattform GPPAD („Globale Plattform zur Prävention von Autoimmun-Diabetes“) hat länderübergreifend 100.000 Neugeborene in Europa auf ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes getestet. Teilnehmer „100.000“ ist der 2 Wochen alte Arthur aus Eilenburg in Sachsen.
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Basistext
Präventionsstudie „POInT“

Wird bei einem Neugeborenen im Rahmen des Screeningtests – in Sachsen der sog. Freder1k-Studie – ein erhöhtes Risiko festgestellt, werden die Eltern eingeladen, mit ihrem Kind an der Präventionsstudie „POInT“ mit oralem Insulin teilzunehmen. Das Ziel: die Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes zu verzögern oder gar zu verhindern.

Deutschland, Belgien, Polen, Schweden und Großbritannien beteiligt

Studienzentren in 5 europäischen Ländern (Deutschland, Belgien, Polen, Schweden und Großbritannien) begannen im November 2017 mit der innovativen Studie, darunter das Forschungsteam um Prof. Ezio Bonifacio, Dresden, und Prof. Reinhard Berner, Dresden. „Wir sind sehr glücklich, dass wir bereits 100.000 Kinder über GPPAD screenen konnten und sind vor allem den beteiligten Kliniken und Ärzten sehr dankbar“, sagt Bonifacio. „Diese Zahlen zeigen uns, dass die Familien ein starkes Interesse daran haben, den Risikostatus ihrer Kinder zu erfahren. Wir sind damit auf einem sehr guten Weg in Richtung unserer Zielsetzung, bis 2022 europaweit insgesamt 330.000 Neugeborene zu untersuchen. Und natürlich hoffen wir, dass unser Behandlungsansatz im Rahmen der Präventionsstudie ‚POInT‘ funktioniert. Dies wäre ein großer Schritt hin zu unserer Vision einer Welt ohne Typ-1-Diabetes. Doch bereits heute profitieren die Familien von der Früherkennung – durch Beratung und die exzellente medizinische Betreuung an all unseren Studienstandorten. Selbst wenn einige der Kinder Typ-1-Diabetes entwickeln sollten, werden die Familien durch die engmaschige Betreuung und rechtzeitige Schulung mögliche schwerwiegende Komplikationen vermeiden und so auch den allgemeinen Krankheitsverlauf verbessern.“ 

Screening mit Nabelschnurblut

Das Screening im Rahmen der ,Freder1k’-Studie wird mithilfe weniger Tropfen Blut durchgeführt, die aus der Nabelschnur direkt bei der Geburt oder später aus der Hand oder der Ferse des Kindes gewonnen werden. Die Teilnahme ist kostenlos und für Neugeborene bzw. junge Säuglinge bis zu 4 Monaten möglich.

Quelle: TU Dresden


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