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Medizin

20. April 2017 Typ-2-Diabetes: 10 Jahre Erfahrung mit Sitagliptin

Vor zehn Jahren wurde Sitagliptin (JANUVIA®) in Europa für die Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen. Als erster Vertreter der DPP-4-Inhibitoren, einer zu dieser Zeit innovativen Substanzklasse, die den Blutzucker effektiv und nachhaltig senkt, indem sie den Abbau der Inkretine hemmt und so deren systemische Verfügbarkeit verlängert.
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Basistext
Eine frühe Therapieintensivierung, noch innerhalb von 12 Monaten nach HbA1c-Bestimmung, kann bei Patienten mit Typ-2-Diabetes den Verlauf der Erkrankung und die Prognose hinsichtlich möglicher Folgekomplikationen positiv beeinflussen. Sitagliptin eignet sich gut als Kombinationspartner für Metformin. In einer Beobachtungsstudie mit 624 unter ihrer bisherigen Therapie schlecht eingestellten, übergewichtigen Patienten mit Typ-2-Diabetes zeigte die Kombination von Sitagliptin mit Metformin eine effektive, stetige Blutzuckersenkung, die über fünf Jahre anhielt und zum Schluss im Durchschnitt bei minus 1,9% lag. In der Vergleichsgruppe mit 620 Patienten, die die Kombination von Sulfonylharnstoff mit Metformin erhielten, kam es dagegen bereits nach 18 Monaten zu einem einem deutlichen Wiederanstieg. 60 Monate nach Beginn der Behandlung betrug der mittlere HbA1c-Wert in diesem Behandlungsarm 7,8%, unter Sitagliptin kombiniert mit Metformin dagegen 6,4% (1).

Sitagliptin kann bei einem breiten Spektrum von Patienten mit Typ-2-Diabetes eingesetzt werden, so z. B. – mit entsprechender Dosisanpassung - bei Patienten mit begleitender chronischer Niereninsuffizienz bis hin zur Dialyse. Für Typ-2-Diabetes-Patienten im höheren Lebensalter kann Sitagliptin ohne Dosisanpassung verordnet werden.

Fachgesellschaften wie die American Diabetes Association heben besonders hervor, dass DPP-4-Inhibitoren aufgrund ihres Blutzucker-abhängigen Wirkmechanismus nur ein niedriges intrinsisches Hypoglykämie-Risiko aufweisen. Inkretine werden als Reaktion auf die Nahrungsaufnahme aus den Darmzellen in die Blutbahn ausgeschüttet.

Zehn Jahre nach der Markteinführung in Europa ist Sitagliptin heute in mehr als 130 Ländern weltweit zugelassen und mit fast 100 Millionen Verschreibungen der meistverordnete DPP-4-Hemmer. Sitagliptin wurde in Studien mit mehr als 20.000 Studienteilnehmern umfassend untersucht und konnte seine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit im Praxisalltag bestätigen.

Obwohl wirksame Antidiabetika zur Verfügung stehen, bleibt der Typ-2-Diabetes eine medizinische Herausforderung. Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt weltweit zu, und die Tatsache, dass viele Patienten ihre empfohlenen Zielwerte nicht erreichen, unterstreicht den Bedarf an vielfältigen Optionen für eine individuell angepasste Therapie.

„Wir sind stolz auf den Beitrag, den wir mit Sitagliptin leisten, um Patienten mit Typ-2-Diabetes zu helfen. Aber wir hören hier nicht auf“, so Dr. Susanne Fiedler, Managing Director MSD Deutschland. „Typ-2-Diabetes ist eine chronisch-progrediente Erkrankung, und wir forschen weiter, um neue Therapien für eine verbesserte Versorgung der Patienten zu entwickeln.“

Quelle: MSD

Literatur:

(1) Derosa G et al. Pharmacological Research 2015; 100: 127-134


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