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Medizin

11. Dezember 2019 Typ-2-Diabetes: Hypoglykämierisiko mit modernen Basalinsulinen minimieren

Hypoglykämien können ein limitierender Faktor für eine erfolgreiche Insulinbehandlung sein. Die Auswahl eines Basalinsulins mit geringem Unterzuckerungsrisiko kann deshalb beim Beginn einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) bei Menschen mit Typ-2-Diabetes von Vorteil sein. Hypoglykämien können bei Menschen mit Diabetes nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis erhöhen, so Dr. Andreas Liebl, Bad Heilbrunn. Eine Befragung von Menschen mit Typ-2-Diabetes zeigte, dass annähernd die Hälfte derjenigen, die eine Insulintherapie erhielten, in den vorangegangenen vier Wochen mindestens eine Hypoglykämie erlebt hatte.
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Dies kann Liebl zufolge dazu führen, dass die Therapietreue der Patienten sinkt, was wiederum mit einer schlechteren glykämischen Kontrolle einhergehen kann. Liebl berichtete außerdem, dass trotz der erheblichen Bedeutung des Themas viele Patienten beim Arztbesuch Unterzuckerungen nicht von sich aus ansprechen. Er rief deshalb dazu auf, immer gezielt nachzufragen und ggf. gemeinsam mit dem Patienten nach Lösungen zu suchen um weitere Hypoglykämien zu vermeiden.

Wird bei Patienten mit Typ-2-Diabetes mit einer BOT begonnen, rief Dr. Marcel Kaiser, Frankfurt/Main, dazu auf, Basalinsuline mit niedrigem Hypoglykämierisiko zu verordnen. Er präsentierte Studien, die zeigen, dass Insulin degludec (Tresiba®) im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml die Rate an Hypoglykämien in bestimmten Populationen von Menschen mit Typ-2-Diabetes verringert. So war in der DEVOTE-Studie die Rate an schweren Unterzuckerungen unter Insulin degludec vs. Insulin glargin 100 E/ml bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und einer manifesten kardiovaskulären Erkrankung oder einem erhöhten Risiko für eine kardiovaskuläre Erkrankung um 40% und die Rate an schweren nächtlichen Hypoglykämien um 53% verringert (jeweils p<0,001) – bei vergleichbarer glykämischer Kontrolle. In einer weiteren Studie, in die Menschen mit Typ-2-Diabetes und einem erhöhten Hypoglykämierisiko eingeschlossen waren, war in der 16-wöchigen Erhaltungsphase die Rate an symptomatischen Unterzuckerungen insgesamt um 30% und die für nächtliche symptomatische Hypoglykämien um 42% niedriger als unter Insulin glargin 100 E/ml (p jeweils < 0,001).
Das langwirksame Basalinsulin Insulin degludec kann zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie zur Therapie von Diabetes bei Kindern ab einem Jahr angewendet werden.
 

Monika Walter

Quelle: Grünwalder Gespräch: „Typ-2-Diabetes – mit weniger Angst vor Hypoglykämien in die Insulintherapie starten“, 7. August 2019, Grünwald; Veranstalter: Novo Nordisk


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