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Medizin

27. November 2019 Typ-2-Diabetes: Neue Therapieoption mit Fixkombination Insulin glargin + Lixisenatid

Im Januar 2020 wird Sanofi in Deutschland mit Suliqua® eine neue Therapieoption für Menschen mit Typ-2-Diabetes einführen. Die Fixkombination aus einem Basalinsulin (Insulin glargin 100 Einheiten/ml) und einem GLP-1-Rezeptoragonisten (Lixisenatid) zur Behandlung von Menschen mit Typ-2-Diabetes ist einzigartig in Deutschland. Sanofi entspricht damit der anhaltenden Nachfrage von Patienten und Ärzten nach effektiven und einfachen Therapieoptionen zur Behandlung der chronischen Stoffwechselerkrankung. Die Anwendung erfolgt einmal täglich im beliebten SoloSTAR® (1, 2).
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Fachinformation
Die Fixkombination von Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid wurde im Januar 2017 in der Europäischen Union zugelassen. In Deutschland wurde im Juli 2019 eine Einigung zur Preisgestaltung für die Fixkombination erzielt. Entsprechend dieser Einigung kann, für einen täglichen Insulinbedarf von 30 bis 60 Einheiten, der Suliqua® SoloSTAR® mit 100 E/ml Insulin glargin und 33 µg/ml Lixisenatid in Kombination mit Metformin zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, deren Blutzuckerspiegel unter einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) nicht ausreichend kontrolliert ist, verordnet werden (1).

Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid kombiniert 2 blutzuckersenkende Wirkstoffe mit sich ergänzenden Wirkmechanismen: Insulin glargin 100 E/ml, ein Basalinsulinanalogon, senkt insbesondere die Nüchternglukosewerte und Lixisenatid, ein GLP-1-Rezeptoragonist, beeinflusst insbesondere die postprandialen Glukosewerte (1).

LixiLan-L-Studie demonstriert Überlegenheit der Fixkombination von Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid

Die Zulassung der Fixkombination von Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid basiert unter anderem auf der LixiLan-L-Studie mit über 700 Patienten. Sie verglich das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil der Fixkombination mit Insulin glargin 100 E/ml jeweils zusätzlich zu einer Metformin-Therapie bei Patienten, die unter einer BOT keine zufriedenstellende glykämische Kontrolle erreichten. Nach 30 Wochen profitierten Patienten unter Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid von einer effektiveren Senkung ihrer HbA1c-Werte als unter Insulin glargin 100 E/ml (mittlere Differenz: -0,5%; 95%-KI: -0,6 bis -0,4 %; p < 0,0001). Unter der Fixkombination erreichten darüber hinaus mehr Patienten einen HbA1c-Zielwert von < 7%, die postprandialen Blutzuckeranstiege fielen geringer aus und das 7-Punkte-Profil war besser als unter dem Basalinsulin ohne GLP-1-Rezeptoragonist. Patienten, deren Therapieregime Lixisenatid enthielt, hatten außerdem einen Gewichtsvorteil im Vergleich zur Therapie mit Insulin glargin 100 E/ml. Das Hypoglykämierisiko war in beiden Studiengruppen vergleichbar (3).

Der richtige Patient für die Fixkombination

Für eine Behandlung mit der Fixkombination sind Dr. Thorsten Siegmund, München, zufolge insbesondere Patienten geeignet, die bisher mit einer BOT mit ≥ 30 Einheiten Basalinsulin behandelt werden und die seit 2 Quartalen 1% über ihrem individuellen HbA1c-Zielwert liegen. Auch für Patienten mit einer Gewichtsproblematik könnte der Einsatz der Fixkombination sprechen, so Siegmund.

Die Fixkombination enthält pro Milliliter 100 Einheiten Insulin glargin und 33 Mikrogramm Lixisenatid.Die Dosierung erfolgt individuell auf Basis des klinischen Ansprechens und wird je nach Insulinbedarf des Patienten titriert (1). Die Fixkombination von Insulin glargin (100 E/ml) und Lixisenatid wird in einem olivfarbenen SoloSTAR®-Fertigpen ausgeliefert.

Quelle: Sanofi

Literatur:

(1) Fachinformation Suliqua®, Stand September 2018.
(2) Marktanteil (MAT 11/2018) beträgt 43,1% (Zähleinheiten) für den SoloSTAR® in der ATC A10C, NFC Code RF befüllte Pens laut IQVIA Pharmascope MAT 11/2018.
(3) Aroda VR et al. Diabetes Care 2016, DOI: 10.2337/dc16-1495.


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