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Medizin

27. Mai 2019 Übermäßiger Konsum von Energy Drinks: BfR-Stellungnahme zu Auswirkungen auf Herz und Kreislauf

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sollten Kinder und Jugendliche täglich nicht mehr als 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht (KG) zu sich nehmen. Bei einem gesunden jungen Menschen mit etwa 50 kg KG sind dies 150 mg Koffein. Diese Menge wird schon mit 2 handelsüblichen Energy Drink Dosen mit jeweils 80 mg Koffein pro 250 ml überschritten. Einige Jugendliche trinken jedoch zu bestimmten Gelegenheiten innerhalb weniger Stunden vier Dosen und mehr aus. Die Folge können erhöhte gesundheitliche Risiken vor allem für das Herz-Kreislaufsystem sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich nun in einer Stellungnahme mit den Risiken der Energy Drinks für Jugendliche befasst.
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Fachinformation
Koffeinhaltige Energy Drinks werden insbesondere in Diskotheken, bei Musik- und Sportveranstaltungen oder bei langem Spielen am Computer in großen Mengen getrunken. „Die 10% der Kinder und Jugendlichen, die innerhalb weniger Stunden einen Liter und mehr an Energy Drinks zu sich nehmen, sind als Hoch-Risikogruppe anzusehen“, sagt Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Viele wissen nicht, dass zusätzlicher Alkoholkonsum oder anstrengende körperliche Betätigung die unerwünschten Wirkungen des Koffeins weiter verstärken.“ Energy Drinks enthalten neben Koffein meist weitere Stoffe wie Taurin, Glucuronolacton oder Inosit und werden damit beworben, die Konzentrationsfähigkeit und die körperliche Leistung zu erhöhen. In hohen Aufnahmemengen kann sich Koffein jedoch negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Das BfR kommt in seiner Bewertung zu dem Schluss, dass moderate Energy-Drink-Mengen nicht zu unerwünschten Wirkungen bei jungen gesunden Erwachsenen führen. Bei einigen, die in den bewerteten Studien einen Liter getrunken hatten, zeigten sich jedoch moderate bis schwerwiegendere Wirkungen: Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Muskelzittern, Übelkeit, Angstzustände, Nervosität sowie auch Veränderungen im Elektrokardiogramm.

Das BfR empfiehlt daher, noch intensiver aufzuklären, um dem übermäßigen Konsum von Energy Drinks bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. Die Risikogruppe wäre mit Kampagnen etwa an Schulen gut zu erreichen. Seit 2014 muss auf Energy-Drink-Produkten, die mehr als 150 mg Koffein pro Liter enthalten, folgender Hinweis erscheinen: „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen.“

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)


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