Mittwoch, 3. Juni 2020
Navigation öffnen

Medizin

09. Oktober 2019 Umfrage: Deutsche zufrieden mit Gesundheitswesen

Die große Mehrheit der Deutschen ist mit dem Gesundheitssystem im Land zufrieden. Das geht aus einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach für den Finanzdienstleister MLP hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. 77% der Bevölkerung bewerten demnach das Gesundheitssystem und die Gesundheitsversorgung in Deutschland als gut oder sehr gut. Lediglich 20% sehen die Lage eher skeptisch.
Anzeige:
Zunehmend Klagen gibt es allerdings über lange Wartezeiten bei der Terminvergabe. 62% der Befragten gaben an, mindestens einmal in den letzten ein bis zwei Jahren sehr lange auf einen Termin beim Arzt gewartet zu haben – der Studie zufolge ein Plus von 10% im Vergleich zu 2012. Zwar klagen weniger privat Versicherte über lange Wartezeiten, aber auch sie warten nach eigenen Angaben heute länger auf Termine.

In der Studie wurden neben der Bevölkerung auch die Ärzte befragt. Die große Mehrheit der Fachärzte (77%) sagt, dass Patienten bei ihnen in der Regel innerhalb von vier Wochen einen Termin bekommen können. Viele Mediziner beklagen allerdings, dass Patienten fest vereinbarte Termine nicht wahrnehmen, ohne diese abzusagen. In der Bevölkerung räumt immerhin rund jeder Fünfte ein, dass er einen vereinbarten Arzttermin aus Vergesslichkeit oder anderen Gründen schon einmal nicht wahrgenommen hat, ohne in der Praxis Bescheid zu sagen.

Die Ärzte bewerten das deutsche Gesundheitssystem sogar noch positiver als die Bevölkerung, sind aber mit Blick auf die Zukunft deutlich pessimistischer als die Bevölkerung. Sowohl in Stadt und Land als auch in Ost und West sagen heute mehr Mediziner als noch vor drei Jahren, dass es bei ihnen in der Region einen Ärztemangel gibt. Besonders groß ist das Problem aus Sicht der Ärzte im Osten und in ländlichen Regionen. Das sieht auch die Bevölkerung so. Allerdings zeigt die Umfrage auch, dass die Bevölkerung das Problem Ärztemangel weitaus weniger schlimm einschätzt, als es die Ärzte selbst tun.

Quelle: dpa


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Haustierbisse nicht unterschätzen - Mit Bissverletzungen immer zum Arzt gehen

Haustierbisse nicht unterschätzen - Mit Bissverletzungen immer zum Arzt gehen
©helga1981 - stock.adobe.com

Bissverletzungen von Haustieren dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hin. Was manchmal zunächst harmlos aussieht, sollte trotzdem ernst genommen werden. Denn bei einem Biss werden Krankheitserreger des Tieres auf den Menschen übertragen. Die Eintrittspforte kann sich dabei sofort verschieben und somit verschließen. Unbehandelt können schwere Entzündungen entstehen, bei denen neben der Haut auch Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochen dauerhaft geschädigt werden können. Daher...

Was Eltern über Zöliakie wissen sollten

Was Eltern über Zöliakie wissen sollten
© J.Mühlbauer exclus. / fotolia.com

„Zöliakie?? Keine Angst!“, heißt es auf einem Informations-Portal, das seit Kurzem online kostenlos zur Verfügung steht. Der von der Stiftung Kindergesundheit gemeinsam mit dem Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München erarbeitete Online-Kurs www.zoeliakie-verstehen.de bildet den maßgeblichen Teil des EU-Projekts Focus IN CD (Fokus auf Zöliakie). Das Lernprogramm soll Betroffenen aktuelles und umfassendes Wissen zu Zöliakie bieten und medizinisches „Fachchinesich“ anschaulich erklären. Ein weiterer Kurs für...

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet

Betroffene teilen Erfahrungen und geben Depression eine Stimme – nutzergenerierte Website gestartet
© Artem Furman / fotolia.com

Eine interaktive und multimediale Aufklärungs-Webseite über Depression ist neu an den Start gegangen. Auf der Seite können Betroffene und Angehörige in eigenen Beiträgen über ihre Erfahrungen mit Depression berichten und der Erkrankung so eine Stimme geben. Die Betroffenen können für die Website schriftliche Erfahrungsberichte oder Audio- und Video-Dateien einreichen.

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
© Robert Kneschke / Fotolia.com

Aktuell sind in Deutschland rund 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Die Zahl wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur auf voraussichtlich 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Die Anzahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird von derzeit vier Millionen auf sechs Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Gleichzeitig erkranken immer mehr Menschen an Diabetes Typ 2, so dass Diabetologinnen und Diabetologen sowie Pflegende künftig viele geriatrische Patienten mit Diabetes versorgen werden: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland derzeit rund vier Millionen...

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern
© sudok1 / Fotolia.com

Die bewährte Patientenbroschüre „Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern. Erkennen. Handeln. Vorbeugen“ ist jetzt in einer überarbeiteten Neuauflage verfügbar. In patientengerechter Sprache erfahren Betroffene und ihre Angehörigen, was Vorhofflimmern ist, wie es behandelt wird und wie sie selbst das individuelle Schlaganfallrisiko senken können. Die Neuauflage hat durch das Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) e. V. das IHF -Patientensiegel „Zertifizierte Inhalte – Für Patienten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Umfrage: Deutsche zufrieden mit Gesundheitswesen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Keine Krankschreibungen mehr via Telefon – Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).
  • Keine Krankschreibungen mehr via Telefon – Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden