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Medizin

18. September 2017 Umzug der Bencard Allergie GmbH: Neue Firmenzentrale in Schwabing

Am 13.09.2017 eröffnete Bencard Allergie in Anwesenheit von Ärzten und Apothekern feierlich die neue Firmenzentrale im Münchener Stadtteil Schwabing. Geschäftsführer Bodo Steinert begrüßte die Gäste mit den Worten: „Frischer Wind ist uns als Allergie-Unternehmen besonders wichtig. Mit frischem Wind in neuen Räumen geht unsere Reise von hier aus weiter. Und ich verspreche Ihnen, dass wir uns weiterhin mit viel Schwung und Engagement dafür einsetzen, innovative Therapielösungen für Allergiepatienten zu finden.“
Dr. Manuela Olhausen, Münchner Stadträtin und stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der CSU, stellte in ihrem Grußwort zur Eröffnung fest: „Für die Stadt München sind Unternehmen aus der Hightech-, Bio- und Gesundheitsbranche essenziell. Ganz besonders, wenn sie ihren Firmensitz in München haben und sich hier weiter entwickeln möchten. Dafür bieten wir alle Unterstützung, die wir möglich machen können. Bencard Allergie gehört schon jetzt zu den führenden Unternehmen in seiner Branche. Ich wünsche Bencard Allergie weiterhin ein erfolgreiches Wachstum und natürlich alles Gute in der neuen Zentrale in München-Schwabing.“

Schlüssel zum Erfolg des Unternehmens: Forschung an den Therapieoptionen von Morgen

Bencard Allergie ist Tochterunternehmen des in Großbritannien ansässigen Mutterkonzerns Allergy Therapeutics. Das Unternehmen, das vor mehr als achtzig Jahren gegründet wurde, erfreut sich heute einer robusten Entwicklung. Dies zeigt sich unter anderem an dem globalen Umsatzzuwachs von rund 32 % (ohne Währungskurseinflüsse + 15 %) im vergangenen Geschäftsjahr und einer Investitionsquote von 23 %. Damit liegt das Unternehmen über dem Durchschnitt der pharmazeutischen Industrie in Deutschland, und es setzt sich als forschendes Pharmaunternehmen konsequent für die Entwicklung neuer Therapieoptionen ein. Mit diesem Ziel investiert das Unternehmen massiv in klinische Forschung und führt zahlreiche klinische Studien nach höchsten Standards durch.

Zur Eröffnungsveranstaltung war auch Manuel Llobet, CEO von Allergy Therapeutics, aus Worthing, Großbritannien angereist. Als wichtigsten Erfolgsfaktor für die nachhaltig gute Entwicklung des Unternehmens bezeichnete er die Fortschritte, die das Unternehmen vor allem im Bereich neuer Adjuvanzsysteme erzielt hat. „Unser Unternehmen ist auf die Entwicklung und Anwendung von alternativen Adjuvanzien (Wirkverstärkern und Immunmodulatoren) fokussiert. Als einziger Anbieter im Allergiebereich verzichten wir auf Aluminiumsalze als Depotträger in der subkutanen Immuntherapie. Mit synergistischen Adjuvanzsystemen erreichen wir eine kausale Allergietherapie mit nur wenigen Injektionen pro Therapiejahr. Das ist es, was wir unter moderner, spezifischer Immuntherapie verstehen.“

Obwohl Allergien längst zu den Volkskrankheiten zählen, zeigt sich bei Allergikern in Deutschland eine erhebliche Unterversorgung ärztlicher Leistungen bei der Behandlung atopischer Krankheitsbilder. In einer Versorgungsstudie aus dem Jahr 2013 wurden 40 Millionen Versichertendatensätze der gesetzlichen Krankenversicherung im Hinblick auf das Auftreten allergischer Erkrankungen und auf die Verordnungshäufigkeit von allergenspezifischen Immuntherapien systematisch ausgewertet. Das Kernergebnis war gravierend: Weniger als 10 % der Patienten mit einer allergischen Rhinitis oder mit Asthma erhalten in Deutschland eine spezifische Immuntherapie (SIT). Prof. Dr. med. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden, ging in seinem Vortrag auf die aktuelle Situation in Deutschland ein. Es zeige sich eine erhebliche Unterversorgung mit spezifischen Immuntherapien für Allergiker. Prof. Klimek sieht das Abrechnungssystem der Krankenkassen, die die Behandlung von Allergien nicht ausreichend vergüten, als wichtigen Grund der Unterversorgung. „Was wir aber hier kurzfristig im Gesundheitssystem einsparen, müssen wir langfristig teuer mit einem Plus an chronischen Erkrankungen bezahlen“, so Prof. Klimek.

Ob die spezifische Immuntherapie zu einem Marathonlauf für den Patienten werden muss, stellte Prof. Dr. med. Ralph Mösges, Universität zu Köln, infrage. Bei der klassischen subkutanen Immuntherapie (SCIT) müssen Patienten über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren alle vier bis sechs Wochen mit Spritzen behandelt werden. Dies führte naturgemäß bei Heuschnupfenpatienten, die außerhalb ihrer oft recht kurzen Pollensaison weitgehend beschwerdefrei waren, zu einem hohen Prozentsatz von Therapieabbrüchen.

Als Alternative zu langwierigen Therapiekonzepten steht seit einiger Zeit ein Bencard-Präparat zur Verfügung, das, innerhalb von drei bis acht Wochen pro Therapiejahr vor der Blühsaison verabreicht, dem Heuschnupfenpatienten in vielen Fällen eine deutliche Beschwerdelinderung ermöglichen kann. Bei einer empfohlenen Behandlungsdauer von drei bis fünf aufeinanderfolgenden Jahren kommen so deutlich weniger Spritzen zusammen als bei klassischen Spritzenpräparaten zur SIT. „Diese Behandlungsform bietet sich auch dann an, wenn eine Auffrischung nach einigen symptomfreien Jahren angezeigt ist. Eine erste Studie hat die Sinnhaftigkeit dieses Konzeptes eindrucksvoll untermauert“, so Prof. Mösges.

Um den Patienten schnell und individuell helfen zu können, richtet Bencard Allergie mit einem umfangreichen und spezifischen Immuntherapie-Portfolio ein besonderes Augenmerk auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Ärzten und Patienten. Das Unternehmen setzt bei allen SCIT-Depotpräparaten auf den patentierten Depotträger mikrokristallines L-Tyrosin (MCT®). Außerdem ist Bencard Allergie weltweit das erste Unternehmen, das seit Beginn der 2000er Jahre Monophosphoryl-Lipid A (MPL®) als Adjuvanz in der subkutanen Immuntherapie einsetzt.

Die Entwicklung von neuen Wirkverstärkern und Immunmodulatoren sei sehr wichtig, um die spezifische Immuntherapie effizienter, sicherer und kürzer zu machen, referierte Prof. Dr. med. Erika Jensen-Jarolim von der Medizinischen Universität Wien. Von immun-aktivierenden Strukturen aus der Natur, beispielsweise dem Lipopolysaccharid gram-negativer Bakterien, oder Viren in Form von Virus-like-Particels habe sich Bencard Allergie einiges abgeschaut, was die Immunantwort verbessere. „Mit diesen neuen Adjuvanzien und Depotträgern wandeln sich die Präparate zur SIT immer mehr zu echten Vakzinen – eine Entwicklung, die wir Allergologen begrüßen und von der die Allergiepatienten nur profitieren können“, so ihr Fazit.

Ein weiteres Highlight der Eröffnung bestand in der Spendenübergabe an den Deutschen Allergie- und Asthmabund sowie an die Stiftung Pfennigparade, ein Rehabilitationszentrum für körperbehinderte Menschen, das in unmittelbarer Nachbarschaft von Bencard Allergie ansässig ist. Während der Veranstaltung wurde im Rahmen eines Allergie-Quiz von den Teilnehmern gemeinsam eine Spendensumme von insgesamt 5.000 € erspielt, die zu jeweils gleichen Teilen an die Vertreter der beiden Organisationen übergeben wurden.

Quelle: Bencard Allergie


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