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Medizin

11. Mai 2017
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Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Patienten

Mehr als die Hälfte (54,3%) der Deutschen weisen eine unzureichende Gesundheitskompetenz auf, d.h. dieser Gruppe fällt es schwer, mit Gesundheitsinformationen umzugehen und sie im Alltag zur Bewältigung ihrer Krankheit zu nutzen (1,2). Ärzten erschwert dieser Umstand die Kommunikation mit ihren Patienten. Bei der Jahrestagung der DGIM standen Strategien und Konzepte zur Steigerung der Gesundheitskompetenz auf dem Programm (3). Um bei Patienten das Verständnis für gesundheitlich relevante Aspekte zu verbessern und sie zu Lebensstiländerungen zu motivieren, seien neben speziellen Gesprächsmethoden auch Transparenz und Partizipation durch den Einsatz digitaler Patientenportale erfolgreich, so das Fazit der Experten. In Deutschland steht mit TheraKey® das einzige produktneutrale Konzept mit gesicherten Inhalten zur Therapiebegleitung und Verbesserung der Gesundheitskompetenz zur Verfügung. Zugang erhalten die Patienten exklusiv von ihrem Arzt.
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Deutschland nimmt in puncto Gesundheitskompetenz im Vergleich acht europäischer Länder Platz fünf ein – und liegt damit hinter Griechenland, Polen, Irland und den Niederlanden (4). Die Ergebnisse der aktuellen Studien stellen alle im Gesundheitswesen tätigen Personen sowie die Politik vor eine große Herausforderung (5). Ein erster Schritt auf dem Weg zur Bewältigung dieser Aufgabe sei laut Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler ein patientengerechtes Kommunikationsverhalten: Ein Arzt sollte langsam und laienverständlich sprechen und wichtige Botschaften mehrfach wiederholen. Ein besseres Verständnis könne aber auch durch die Teach-Back Methode erreicht werden, so der Experte für Patientenkommunikation. Dabei wird der Patient gebeten, das Besprochene in eigenen Worten wiederzugeben. Eine schrittweise Vermittlung von Informationen sowie der Einsatz von Video- und Audio-Formaten erleichtern ebenfalls die kognitive Verarbeitung und somit die Gesundheitskompetenz (2). Das Ergebnis: Der Patient kann seine Erkrankung besser managen und erzielt dadurch auch bessere klinische Ergebnisse (1,2). „Es gibt aber noch einen weiteren Grund, weswegen ein Arzt an der Verbesserung der Gesundheitskompetenz seiner Patienten interessiert sein sollte“, betonte Schmidt-Kaehler. Gesetzlich habe er eine Aufklärungspflicht. Dem Erfolg stehe jedoch eine reduzierte Aufnahmekapazität der Patienten entgegen.
 
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