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Medizin

23. Januar 2015 Vitamin-D-Mangel mit pädiatrischen Todesfällen assoziiert

Vitamin D ist essenziell für die Absorption von Calcium und den Calcium-Metabolismus. Bei Neugeborenen and Kleinkindern kann ein Vitamin-D-Mangel - besonders, wenn auch eine Hypocalzämie vorliegt - zum plötzlichen Tod führen. Studien legen auch eine Korrelation zwischen Vitamin-D-Mangel, Asthma in der frühen Kindheit und gehäuften Infektionen im Kindesalter sowie Frakturen nahe. Die Calcium-Aufnahme der Mutter während der Schwangerschaft ist dabei genauso wichtig wie die des Kindes nach der Geburt.

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Der Artikel umfasst Daten von 2009 bis 2012 zu 183 Todesfällen im Kindesalter (2-10 Jahre).

Der Vitamin-D-Status war in 51 Fällen bekannt. Diese Fälle wurden in 4 Gruppen eingeteilt, Vitamin-D-Mangel (VDD, n=17), Vitamin-D-Insuffizienz (VDI, n=24), Vitamin-D suboptimal (VDS, n=10) und Vitamin-D adäquat/normal (VDN, n=1).

Vitamin-D-Mangel ist direkt assoziiert mit Rachitis, was bei Kleinkindern zum Tod führen kann. 3 der 17 Kinder mit VDD hatten eine Rachitis. Während der Schwangerschaft sind hohe Vitamin-D-Spiegel ganz entscheidend für das gesunde Knochenwachstum des Föten. Nach der Geburt ist die Sonnenexposition die Hauptquelle für Vitamin D, das Kind muss dafür entsprechend viel Zeit draußen verbringen.

Die Autoren weisen darauf hin, dass der Vitamin-D-Spiegel getestet werden sollte, vor allem, wenn multiple Frakturen vorliegen. Heute wird eher von Kindesmisshandlung ausgegangen, sodass die eigentliche Ursache, ein Vitamin-D-Mangel, in vielen Fällen unentdeckt bleibt.

Ein VDD kann Apnoe, hypokalzämische Anfälle, Krämpfe, motorische Entwicklungsverzögerungen, Skelettdeformationen und Knochenbrüche verursachen sowie das Erkrankungsrisiko für Typ-1-Diabetes, Bronchialasthma, häufige Infektionen des unteren Respirationstraktes und Tuberkulose erhöhen.
(übers. v. Red.)

Literaturhinweis:
Irene Scheimberg, Leslie Perry
Does Low Vitamin D Have a Role in Pediatric Morbidity and Mortality? An Observational Study of Vitamin D in a Cohort of 52 Postmortem Examinations.
Pediatric and Developmental Pathology: November/December 2014, Vol. 17, No. 6, pp. 455-464.
http://dx.doi.org/10.2350/14-05-1491-OA.1


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