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Medizin

01. Februar 2018 Website für Patienten mit Darmbeschwerden durch Schmerzmittel

Rund 4 Millionen Patienten wurden 2010 in Deutschland nach Angaben der Deutschen Schmerzliga mit Medikamenten mit morphinartigen Wirkstoffen – Opioiden – behandelt (1).  Opioide sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie von starken und anhaltenden Schmerzen, insbesondere bei Krebserkrankungen, aber auch bei rheumatoider Arthritis oder Arthrose (2).  Die häufigste und gravierendste Nebenwirkung dieser Schmerztherapie ist die Obstipation: Durchschnittlich leidet jeder zweite Patient unter einer Opioid-induzierten Obstipation, kurz OIC (3).  
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Fachinformation
Für die Betroffenen bedeutet das einen sehr großen Leidensdruck und eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität (4). Jetzt vermittelt die Website www.verstopfung-durch-schmerzmittel.de umfangreiches Wissen rund um das heikle Thema, das Betroffene oftmals beim Arztbesuch verschweigen.

Ein modernes Design mit klar strukturierter Optik, eine intuitive Navigation und umfangreiche Informationen in leicht verständlicher Sprache sowie ein Selbsttest zeichnen die Seite aus. Ganz auf die Situation der Betroffenen ausgerichtet, finden diese nun wertvolle Servicematerialien gesammelt und zum direkten Download: Eine leicht verständliche Patientenbroschüre mit allen Fakten rund um die OIC und einen „Spickzettel“ für den nächsten Arztbesuch.

Hier erfährt der Patient, was bei OIC hilft

Eine OIC kann gut behandelt werden. Direkt zu Beginn der Opioid-Therapie sollte der behandelnde Arzt dem Patienten Laxanzien verordnen (5). Diese sorgen dafür, dass der Stuhl weicher wird und leichter im Darm zu transportieren ist (6). Allerdings bemängeln 94% der Patienten, die nicht unter Krebs leiden, eine unzureichende Reaktion auf ein abführendes Mittel (7).  

Patienten, die nur unzureichend auf die Abführmittel ansprechen, kann der Wirkstoff Naloxegol verschrieben werden. Der Wirkstoff unterbindet die Opioid-Wirkung auf die Darmmuskulatur und bekämpft die OIC somit direkt in ihrer Ursache. Die eigentliche Schmerzlinderung durch Opioide wird dabei nicht beeinflusst, da Medikamente mit diesem Wirkstoff ausschließlich im Darmbereich wirken (5).

Quelle: Kyowa Kirin

Literatur:

(1) Schubert, I et al. Increase in Opiate Prescription in Germany Between 2000 and 2010. Dt Ärzteblatt 2013;110(4):45-51.
(2) http://www.schmerzliga.de/
(3) Andresen, V, Wedel, T. Opioid-induzierte Obstipation. Arzneiverordnung in der Praxis 2016;43(1):21-9.
(4) Storr, M et al. Schmerzen und Verstopfung können gleichzeitig bekämpft werden. Thieme Praxis Report 2017;9:1-12.
(5) Wirz, S. et.al. Nebenwirkungsmanagement der Opioid-Therapie. Z Gastroenterol 2017;55:394-400.
(6) Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Chronische Obstipation bei Erwachsenen (Stand: 02/2013).
(7) Coyne, KS et al. Opioid-induced constipation in patients with chronic noncancer pain in the USA, Canada, Germany, and the UK: descriptive analysis of baseline patient-reported outcomes and retrospective chart review. CEOR 2014;6:269-81.


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