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Medizin

16. Dezember 2019 Weltdiabetes-Erlebnistag 2019: Digitalisierung erleichtert Therapiealltag von Diabetespatienten

Wie verändert die Digitalisierung das Leben von Menschen mit Diabetes? Anlässlich des Weltdiabetes-Erlebnistages 2019 lud die BERLIN-CHEMIE AG Ärzte, Patienten und Diabetesberater zur Podiumsdiskussion „Digitale Therapiebegleitung – digitale Unterstützung bei Diabetes“ im Sony Center am Potsdamer Platz ein.
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Die Digitalisierung hält Einzug in den Alltag von Menschen mit Diabetes und verändert ihn nachhaltig. Vor allem junge Typ-1-Diabetiker nutzen die Möglichkeiten der neuen digitalen Technik: „Mein Diabetes-Management und mein Diabetes-Alltag laufen komplett übers Handy“, so Kathi Schanz. Die Typ-1-Diabetikerin und Bloggerin trägt eine Insulinpumpe und verwendet ein sensorgebundenes System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). „Mit dieser Methode habe ich meinen Blutzucker immer im Blick. Früher hatte ich feste Essens- und Spritzzeiten – mit der neuen Technik ist das Therapiemanagement auch bei einem abwechslungsreichen Alltag viel besser zu bewältigen“, erklärt Schanz.

Valide Information mit TheraKey®

Auch die Art, wie Patienten sich über ihre Diabeteserkrankung informieren, hat sich durch die Digitalisierung fundamental verändert (1). Durch das World Wide Web sind Informationen zu medizinischen Fragen heutzutage prinzipiell für jeden verfügbar. Für Laien kann es aber schwierig sein, diese Informationen richtig einzuordnen. Falsch informierte und verunsicherte Patienten können für den behandelnden Arzt eine zunehmende Herausforderung darstellen: „Grundsätzlich begrüßen wir gut informierte Patienten, denn die Mitarbeit des Patienten hängt sehr davon ab, ob er seine Erkrankung verstanden hat“, sagt Dr. Dietrich Tews, niedergelassener Internist und Diabetologe aus Gelnhausen, „doch diese Information muss auch valide sein.“ TheraKey® wurde von der BERLIN-CHEMIE AG u.a. in Kooperation mit Ärzten und dem Fraunhofer Institut entwickelt, um Ärzte beim Gespräch mit ihren Patienten zu unterstützen und Patienten über ihre Erkrankung aufzuklären. Das Herzstück des 360° Arzt-Patienten-Kommunikationskonzeptes ist das TheraKey®-Onlineportal: „Mit dem Zugang zum TheraKey®-Onlineportal können wir sicherstellen, dass sich Patienten auf einer zertifizierten Seite über ihre Erkrankung informieren und nicht ungefiltert im Internet“, so Tews.

Ergänzung zur Schulung

Auch Daniela Ederer, erfahrene Diabetesberaterin aus Straubing, betont die Vorteile einer digitalen Therapiebegleitung mit TheraKey®: „Wir können in der Schulung nicht alles abbilden und so sind Onlineportale wie der TheraKey® eine wertvolle Unterstützung als Ergänzung zur Schulung.“ TheraKey® bietet Patienten und Angehörigen aktuelle, umfangreiche, produktneutrale und verständlich aufbereitete Informationen zu Therapie und Erkrankung – kompakt als Video oder ausführlich in Text und Bild.
Darüber hinaus können Apps für Patienten eine große Unterstützung sein. Vor allem älteren Patienten mit Typ-2-Diabetes fällt es schwer, wenn sie ihren Lebensstil plötzlich komplett umstellen müssen. „Kalorienzähler helfen beim Abnehmen und Schrittzähler spornen zu mehr Bewegung an“, erklärt die Diabetesberaterin.

Digitalisierung nur für Digital Natives?

„Es gibt Patienten, die kommen schon seit Jahren mit ihrer gewohnten Methode gut zurecht und nutzen kein Smartphone oder Internet. Und das ist auch vollkommen legitim“, schildert Dr. Julia Weigand, niedergelassene Diabetologin und Internistin aus Straubing. Allerdings erlebt sie auch, dass sich Patienten, von denen sie es nicht erwartet hätte, sich für eine digitale Unterstützung begeistern lassen. Laut Weigand kann es passieren, „dass sich Patienten nach der Schulung mit Blick auf die digitalen Möglichkeiten doch noch ein Handy kaufen.“ Die Digitalisierung ist längst keine Generationsfrage mehr: „Über 30% der über 70-Jährigen sind im Internet aktiv“, so Dr. Tews. „Und es werden immer mehr.“

Quelle: Berlin-Chemie

Literatur:

(1) D.U.T – Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2019, hrsg. v. Bernhard Kulzer und Lutz Heinemann, 1. Auflage 2019. Verlag Kirchheim, Mainz 2019.


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„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

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