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Medizin

22. September 2015 Zelluläre Effekte der TNF-α-Inhibition bei der Plaque-Psoriasis

Die mit je 60.000 Euro dotierten Preise für die diesjährige Pfizer Forschungsförderung Dermatologie gingen an Prof. Dr. med. Kerstin Steinbrink und Prof. Dr. med. Rudolf Schopf, beide Mainz, sowie PD Dr. med. Claudia Günther, Dresden. Ihre Studien befassen sich mit den Auswirkungen der TNF-α-Inhibierung auf zellulärer Ebene und der Identifikation möglicher Targets für innovative Therapieansätze bei der Plaque-Psoriasis. Nach der Auswahl durch eine renommierte und unabhängige internationale Expertenjury wurden die Preisträger während des DGRh-Kongresses in Bremen bekanntgegeben. Neben den beiden dermatologischen Förderpreisen unterstützt Pfizer auch Forschungsvorhaben aus dem Bereich Rheumatologie mit drei Förderpreisen.

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Dem Ungleichgewicht zwischen regulatorischen T-Zellen (Treg) und T-Effektor-Zellen (Teff) wird eine entscheidende Rolle in der Pathogenese der Psoriasis zugeschrieben. Die Erkrankung ist mit der Einschränkung der suppressiven Funktion der Treg sowie einer reduzierten Sensitivität und übermäßigen Proliferation der Teff verbunden. Eine anti-TNF-α-Therapie oder andere immunsuppressive Behandlungen greifen hier jedoch in positiver Weise ein. Für die regulatorischen Funktionen der Treg ist vorrangig der sekundäre Messenger cAMP verantwortlich, der durch Cytokine reguliert wird. Prof. Dr. med. Rudolf Schopf und Prof. Dr. med. Kerstin Steinbrink, beide Mainz, konnten mit ihren Teams immunhistochemisch nachweisen, dass die cAMP-Konzentration in erkrankten Hautarealen erniedrigt ist. Ausgehend von diesen Beobachtungen hat die Gruppe Strategien entwickelt, um tiefere Einblicke in das Ansprechen von Treg und Teff auf TNF-α-Inhibitoren zu gewinnen. Dies kann als Grundlage für innovative T-Zell-gerichtete Behandlungsansätze dienen. Ebenso wird die differentielle Genexpression zwischen Treg vor und nach anti-TNF- α-Therapie im Fokus der Untersuchungen stehen.

Vorangegangene Untersuchungen des Forscherteams um PD Dr. med. Claudia Günther, Dresden, zeigten eine verstärkte Expression des Chemokins CXCL16 in psoriatischer Haut und dessen Herunterregulierung durch die TNF-α-bindenden Substanzen Etanercept und Adalimumab. Für CXCL16 wird eine zentrale Rolle in der Krankheitsentstehung der Psoriasis aufgrund der Rekrutierung spezifischer T-Zellen postuliert. Aufbauend auf diesen Ergebnissen möchte Günther entschlüsseln, ob der Schweregrad der systemischen Ausprägung von Psoriasis und der Expressionslevel von CXCL16 auf zirkulierenden antigenpräsentierenden Zellen in Zusammenhang stehen.

Die Preisträger
- PD Dr. med. Claudia Günther, Universitäts-Hautklinik, Dresden
Titel des Projekts: "Role of TNFalpha inhibition on the proinflammatory function of CXCL16 in cutaneous and systemic manifestation of psoriasis"
- Prof. Dr. med. Rudolf Schopf und Prof. Dr. med. Kerstin Steinbrink, beide Universitäts-Hautklinik, Mainz,
Titel des Projekts: "The impact of TNF-inhibition in psoriasis on the function of regulatory and effector T cells"

Quelle: Pfizer


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