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Medizin

16. Mai 2019 Zentrale Biomaterialbank der Charité (ZeBanC) ist neue Partnerin in der German Biobank Alliance (GBA)

Die Zentrale Biomaterialbank der Charité (ZeBanC) ist neue Partnerin in der German Biobank Alliance (GBA), dem deutschen Verbund akademischer Biobanken. Ziel der Allianz ist es, standortübergreifende Sammlungen von Biomaterialproben für die medizinische Forschung bereitzustellen und damit die Entwicklung neuer Therapien zu beschleunigen. Die ZeBanC ist eine gemeinsame Core Facility der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berlin Institute of Health (BIH).
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Biobanken

Die moderne Medizin wird immer präziser: Krankheiten werden zunehmend anhand feiner molekularer Unterschiede diagnostiziert, um für jeden Patienten die individuell passende Therapie zum richtigen Zeitpunkt anwenden zu können. Das nötige Wissen für eine solche Präzisionsmedizin lässt sich nur durch die umfassende Analyse von Biomaterial gesunder wie erkrankter Menschen erarbeiten. Zu diesem Zweck sammeln, verarbeiten und lagern Biobanken Blut, Gewebe und andere Körpermaterialien und stellen diese der Forschung zur Verfügung.

Moderne Vernetzung

Moderne Biobanken entsprechen heute immer häufiger robotergesteuerten Tiefkühllagern. Die dort aufbewahrten Proben sind zunehmend mit umfangreichen medizinischen Informationen verknüpft. Um für die akademischen Biobanken in Deutschland einheitliche Qualitätsstandards zu etablieren und sie über eine gemeinsame IT-Struktur zu vernetzen, wurde 2017 die GBA gegründet. Jetzt hat sie die ZeBanC und 3 weitere Biobanken in den Verbund mit aufgenommen. „Durch die Anbindung an die gemeinsame IT-Infrastruktur können Wissenschaftler aus Deutschland und Europa in Zukunft auch die in der ZeBanC gelagerten Proben nach bestimmten Eigenschaften durchsuchen und für ihre Forschung anfordern – selbstverständlich unter Beachtung strenger datenschutzrechtlicher Bestimmungen“, erklärt Prof. Dr. Michael Hummel, Leiter der ZeBanC und zudem Koordinator der GBA. „Auf diese Weise wird die ZeBanC noch stärker zur Entwicklung moderner Diagnoseverfahren und gezielter Therapien beitragen.“ Alle Biobanken des Netzwerks profitieren zudem vom Erfahrungsaustausch mit den anderen Partnern. Prof. Hummel: „Maßnahmen wie umfassende Qualitätstests und Weiterbildungsprogramme verbessern die Probenverarbeitung bei allen Partnern der Allianz und erleichtern deren Standardisierung. So wollen wir erreichen, dass Forschungsergebnisse noch verlässlicher werden.“

ZeBanC

Die ZeBanC ist eine gemeinsame Einrichtung der Charité und des BIH. Seit 2016 bietet sie in einem neu errichteten Gebäude am Campus Virchow-Klinikum Platz für mehrere Millionen Bioproben, die bei verschiedenen Temperaturen gelagert und nach neuesten Standards aufgearbeitet werden können. Die ZeBanC ist an einer Vielzahl von Studien beteiligt. Dazu gehört das Großforschungsprojekt Translational Safety Biomarker Pipeline (TransBioLine), das im Rahmen der europäischen Innovative Medicines Initiative (IMI) für 5 Jahre mit insgesamt 28 Millionen Euro gefördert wird. Davon fließen rund 800.000 Euro an die ZeBanC. Ziel des Forschungsprogramms ist es, neue organspezifische Biomarker für die Arzneimittelentwicklung zu etablieren.

German Biobank Alliance

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und unter der Leitung des German Biobank Node (GBN) haben sich 2017 die Biobanken 11 deutscher Universitätsklinika sowie 2 IT-Zentren in der German Biobank Alliance zusammengeschlossen. Bereits im ersten Jahr konnten mehr als 982 medizinwissenschaftliche Projekte mit Proben unterstützt werden. Als neue Mitglieder aufgenommen wurden jetzt – zusätzlich zur ZeBanC – die Westdeutsche Biobank Essen (WBE) der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen, die Comprehensive Biobank Marburg (CBBMR) sowie die Zentrale Biobank Regensburg. Koordiniert wird der Verbund vom GBN, der an der Charité angesiedelt ist und die Interessen der Allianz im pan-europäischen Biobanken-Netzwerk BBMRI-ERIC vertritt.

Quelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin


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