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Medizin

18. Juli 2019 Zentriolen: Zentrale Akteure der Mitose

Forscher der Gruppe von Alexander Dammermann an den Max Perutz Labs, einem Joint Venture der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, haben untersucht, wie Zentriolen zur Mitose beitragen. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Journal „Developmental Cell“, helfen die Funktion dieser kleinen, zellulären Strukturen in der Mitose zu verstehen.
Zentriolen fördern den Zusammenbau des Spindelapparates 

Bisher war bekannt, dass Zentriolen für die Ausbildung des Zentrosoms unentbehrlich sind, jedoch war ihre Rolle in der darauffolgenden Wachstumsphase und Aufrechterhaltung des perizentriolaren Materials (PCM) während der Zellteilung unklar. Den Forschern gelang es, diese Fragen mithilfe des Fadenwurms C. elegans zu beantworten. Mithilfe von Laserstrahlen konnten die Zentriolen innerhalb des Zentrosoms während der Mitose entfernt werden, ohne dabei die gesamte Struktur zu zerstören: „Wir haben herausgefunden, dass wider Erwarten das Entfernen der Zentriolen nicht zu einem sofortigen Kollaps des PCM geführt hat. Das weitere Wachstum war jedoch sehr eingeschränkt, was die wichtige Rolle der Zentriolen bei der Bildung des PCM und somit des Spindelapparates verdeutlicht“, erklären die Erstautorinnen Triin Laos und Gabriela Cabral die Ergebnisse. 

Welche weiteren Rollen haben Zentriolen in der Mitose?

Neben ihrer Rolle bei der Bildung des PCM waren Zentriolen auch für dessen strukturelle Integrität essentiell. Ohne Zentriolen wurde das Zentrosom im späteren Verlauf der Zellteilung buchstäblich auseinandergezogen. Dieses Ergebnis war für die Forscher besonders bemerkenswert, da die Zentriolen im Vergleich zum PCM sehr klein sind. Wie sie die strukturelle Integrität einer über 30-mal größeren Struktur aufrechterhalten können, bleibt noch offen. Die Autoren vermuten, dass die Zentriolen Ankerpunkte für Proteine sind, die für die Zugfestigkeit des PCM sorgen. Indem sie das Wachstum des PCM und dessen strukturelle Integrität kontrollieren, erfüllen Zentriolen ihre entscheidende Rolle während des Zellteilungsprozesses. Wie sie diese zwei scheinbar gegensätzlichen Funktionen genau ausüben, bleibt für die Forscher die nächste große Frage.

Quelle: Universität Wien


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