Freitag, 10. Juli 2020
Navigation öffnen

Medizin

12. April 2017 Zika-Virus: Weltweit erste Impfstudie mit rekombinanten Lebendimpfstoff gestartet

Ein vielversprechender Impfstoff gegen Infektionen mit dem Zika-Virus wird nun in einer klinischen Studie getestet. Der neu entwickelte Zika-Impfstoff basiert auf einem abgeschwächten rekombinanten Lebendimpfstoff, der eine rasche und wirksame Immunantwort verspricht.
Anzeige:
Fachinformation
Gerade wurde der Beginn der weltweit ersten klinischen Studie mit einem abgeschwächten rekombinanten Lebendimpfstoff gegen Zika-Virusinfektionen mit freiwilligen Teilnehmern bekanntgegeben. Der Impfstoffkandidat basiert dabei auf einer bewährten Vektortechnologie, der ein Masernimpfstoff zu Grunde liegt. Bereits in der Vergangenheit gelang es Themis diese Technologie erfolgreich für die Entwicklung eines prophylaktischen Impfstoffes gegen Chikungunya-Fieber zu nutzen. Aufbauend auf diesem Erfolg konnte das Unternehmen die firmeneigene Technologie rasch für die Entwicklung eines Zika-Impfstoffes anpassen. Dieser Impfstoff wird nun in einer Phase I Studie getestet (MV-ZIKA-101).

Dr. Erich Tauber, CEO und Gründer von Themis erklärt: "Nicht nur initiieren wir eine der ersten Zika-Impfstoffstudien überhaupt, sondern sogar die weltweit erste mit einem abgeschwächten, rekombinanten Lebendimpfstoff. Diese Art von Impfstoff gilt anderen als überlegen, da er eine schnellere und umfangreichere Immunantwort hervorruft, die zu einer dauerhafteren Impfung führt. Wir sind stolz bei der Entwicklung einer so wirksamen Impfung gegen Zika ganz vorne mit dabei sein zu können."

Die klinische Studie dient in erster Linie der Identifizierung einer für eine optimale Immunantwort, Sicherheit und Verträglichkeit geeigneten Impfstoff-Dosierung. Dazu werden bis zu 48 gesunde Freiwillige in die Studie aufgenommen und drei unterschiedliche Behandlungsregime werden mit einer Plazebo-Behandlung verglichen. Eine Gruppe wird eine einzige, hoch dosierte Injektion erhalten, zwei andere Gruppen erhalten zwei Injektionen – entweder mit einer hohen oder einer niedrigen Dosierung. Die Sicherheit des Impfstoffes wird anhand des Auftretens von ungewollten Ereignissen und Nebenwirkungen beurteilt. Zur Ermittlung der Wirksamkeit dient das Hervorrufen einer Zika-spezifischen Immunreaktion. Die Ergebnisse aller Gruppen werden dabei innerhalb der nächsten sechs Monate erwartet. Durchgeführt wird die Studie an dem "Department of Clinical Pharmacology" und an dem "Institut für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin" der Medizinischen Universität Wien.

Der prophylaktische Zika-Impfstoff basiert auf einem etablierten Masernimpfstoff als Vektor in dessen Genom Gene eingebracht wurden, die für ausgewählte Antigene des Zika-Virus kodieren. So werden diese direkt in die Zelle transportiert, wo sie eine spezifische Immunantwort gegen das Zika-Virus hervorrufen. Da dieser Masernimpfstoff seine hohe Wirksamkeit und Sicherheit mit der Anwendung bei weltweit über einer Milliarde Menschen demonstrieren konnte, bietet er ein exzellentes Sicherheitsprofil und einen validierten, günstigen Produktionsprozess. Auf Grundlage dieser Technologie hat Themis eine Reihe von Zika-Impfstoffkandidaten in Tiermodellen getestet, Toxizitätsstudien veranlasst und einen GMP-Herstellungsprozess etabliert. Dabei haben die vielversprechenden Ergebnisse aus den Tiermodellen maßgeblich dazu beigetragen, den jetzt getesteten Kandidaten rasch in die klinische Phase zu bringen.

Quelle: Themis Bioscience


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Ängste und Zurückweisung beim Thema AIDS abbauen

Ängste und Zurückweisung beim Thema AIDS abbauen
© psdesign1 / Fotolia.com

Dank moderner Medikamente können die rund 87.000 Menschen in Deutschland mit HIV beziehungsweise AIDS heute fast normal leben. Stattdessen belasten mitunter Ausgrenzung, Zurückweisung und Angst Betroffene heute schwerer als die eigentliche Erkrankung. „Vorurteile und mangelndes Wissen sind oft die Hauptursachen für Ausgrenzung und Zurückweisung von HIV-Positiven. Dem wollen wir unter anderem mit einer Telefon-Hotline entgegenwirken“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der BARMER.

Wie ändert sich die Wahrnehmung im Alter?

Wie ändert sich die Wahrnehmung im Alter?
© Universitätsklinikum Jena / fotolia.com

Im Gedächtniszentrum am Universitätsklinikum Jena untersuchen und behandeln Ärzte, Neuropsychologen und Ergotherapeuten Patienten mit dem Verdacht einer beginnenden Demenzerkrankung. Sie erforschen, wie sich Wahrnehmung und Aufmerksamkeit im Alter verändern und worin sich diese Veränderungen beim gesunden Altern und der beginnenden Demenz unterscheiden. Ihr Ziel ist die frühzeitige Identifikation von Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Demenz, um deren Entwicklung bestmöglich entgegen wirken zu können.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Zika-Virus: Weltweit erste Impfstudie mit rekombinanten Lebendimpfstoff gestartet"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • USA offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgetreten – Der Austritt wird in einem Jahr gültig (dpa, 08.07.2020).
  • USA offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgetreten – Der Austritt wird in einem Jahr gültig (dpa, 08.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden