Sonntag, 25. September 2022
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Medizin

Adipositaschirurgie kann stark übergewichtige Typ-2-Diabetiker vor Folgeschäden schützen

Eine gewichtsreduzierende Operation von stark adipösen Patienten mit Typ-2-Diabetes verhindert die gefürchteten Langzeitschäden an kleinsten Gefäßen deutlich besser als die bisherige medikamentöse Therapie, wie eine aktuelle Literaturstudie von Wissenschaftlern der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg um Prof. Dr. Beat Müller zeigte. Das Risiko für die Entwicklung von mikrovaskulären diabetischen Komplikationen war bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, die sich einer Operation unterzogen, im Vergleich zu auf herkömmliche Weise behandelten Patienten um den Faktor 4 verringert. Allein in Bezug auf die Entstehung von Nephropathien, welche häufig dazu führen, dass eine Dialyse notwendig wird, zeigte sich, dass die Chirurgie fünfzehnmal effektiver ist als die bisher übliche konservative internistische Therapie. Eine gewichtsreduzierende Operation kann bei Typ-2-Diabetikern sogar dazu führen, dass sich die Nieren wieder komplett erholen.

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