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Medizin
29. April 2021

AMYGDALA verbindet Musiktherapie mit Medizin

Das Zukunftskonzept zur strukturellen Verankerung von Musiktherapie an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg und am Universitätsklinikum Augsburg startet im April 2021 und wird über 4 Jahre von der VolkswagenStiftung gefördert. Geleitet wird das Forschungsprojekt AMYGDALA durch Prof. Dr. Susanne Metzner, Professorin für Musiktherapie am Leopold-Mozart-Zentrum (LMZ) der Universität Augsburg. Das Gesamtvolumen, an dem sich auch die Universität Augsburg beteiligt, beläuft sich auf über 1 Million Euro für einen Zeitraum von 4 Jahren.
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„Die institutionell verankerte, interdisziplinäre Vernetzung von Musiktherapie und Medizin ist eine einzigartige Chance für den im Jahr 2004 gegründeten Masterstudiengang Musiktherapie, der seit 2008 am Leopold-Mozart-Zentrum der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät angesiedelt ist“, beschreibt Prof. Dr. Susanne Metzner. „Das innovative Potenzial unseres Faches Musiktherapie resultiert aus seiner Schnittflächenposition zwischen unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen, also zwischen der Medizin, den Sozial- und Geisteswissenschaften und der Kunst“, erläutert sie weiter. „In der medizinischen Versorgung werden wir evidenzbasierte Musiktherapie als nicht-medikamentöses Angebot in multimodale Behandlungskonzeptionen integrieren und damit Anschluss an internationale Entwicklungen erhalten.“

Etwa jeder vierte Mensch über 65 Jahren leidet unter Tinnitus – mit steigender Tendenz. Dieser Alterstrend lässt sich auch in der Tinnitusambulanz am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung DZM e.V. beobachten: Seit über 10 Jahren wird die Neuro-Musiktherapie bei Tinnitus angeboten und zunehmend von Senioren angefragt und in Anspruch genommen. Dabei taucht immer wieder die Besorgnis auf, für diese Therapie...
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Vernetzungsprojekt zwischen Musiktherapie, Sozial- und Geisteswissenschaften und Medizin

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel gratuliert zu diesem Erfolg: „Die VolkswagenStiftung zeichnet mit dieser Förderung ein großartiges Vernetzungsprojekt zwischen Musiktherapie, Sozial- und Geisteswissenschaften und unserer Medizinfakultät aus. Musiktherapie strukturell in die Medizinausbildung zu integrieren, unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit des Zusammenwirkens über die Fächergrenzen hinaus.“

Auch Prof. Dr. Martina Kadmon, Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg, freut sich über die Bewilligung des zukunftsweisenden Projekts durch die VW-Stiftung: „Musiktherapie ist eine noch junge und komplementäre Disziplin im Kanon der heilkundlichen Fächer, die wir gerne in Forschung und Lehre integrieren möchten. Wir, die Medizinische Fakultät, unterstützen das Projekt seit seinem Start und gratulieren herzlich zur Bewilligung.“

Musiktherapie im Krankenhaus

Das Zukunftskonzept AMYGDALA zielt auf die Ausweitung der Lehre: Masterstudierende der Musiktherapie können sich in medizinischen Anwendungsfeldern spezialisieren, und Medizinstudierende können Kurse in Musiktherapie wählen. Das Universitätsklinikum wird so auch zum Lehrkrankenhaus für Musiktherapie. Dazu soll Musiktherapie in unterschiedlichen klinischen Bereichen integriert und die Wirkung von Musiktherapie auf Schmerz, Angst und Depression als Haupt- oder Nebendiagnosen erforscht werden. Auch entwickelt das Team um Susanne Metzner digital unterstützte Diagnosemethoden neu und will Kriterien für die Indikation spezifischer musiktherapeutischer Interventionen definieren.

Quelle: Universität Augsburg


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