Samstag, 4. Februar 2023
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Medizin

Anerkennung als Erkrankung und DMP: Meilensteine auf dem Weg zu einer angemessenen Adipositas-Versorgung

Anerkennung als Erkrankung und DMP: Meilensteine auf dem Weg zu einer angemessenen Adipositas-Versorgung
© Vadym - stock.adobe.com
Mit COVID-19 hat der Begriff der Pandemie an Bedeutung gewonnen. „Leider wird dabei oft vergessen, dass es noch eine andere Pandemie gibt, die in Zeitlupe abläuft“, ruft Prof. Dr. Matthias Blüher, Leiter der Adipositas-Ambulanz für Erwachsene an der Uniklinik Leipzig, beim „Dänischen Kamingespräch“ der Reihe Diabetes 2030 ins Bewusstsein. Tatsächlich hat sich die Adipositas, d.h. starkes Übergewicht, in den letzten 40 Jahren pandemisch ausgebreitet. So hätten sich die Prävalenzzahlen weltweit mindestens verdoppelt, in den meisten Ländern sogar verdreifacht, erklärt Blüher. Auch in Deutschland sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat ein Viertel der Erwachsenen (23% der Männer und 24% der Frauen) Adipositas (1). Angesichts dessen haben 2 aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen eine besondere Relevanz. Darin waren sich die Diskutanten, neben Blüher Abgeordnete von CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, einig: Nach der Anerkennung als chronische Erkrankung durch den deutschen Bundestag im Sommer 2020 im Rahmen des Antrags zum Start einer nationalen Diabetes-Strategie hat das Bundeskabinett kurz vor Weihnachten grünes Licht für das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) gegeben (2, 3). Bis 2023 soll ein Disease-Management-Programm (DMP) für Adipositas auf den Weg gebracht werden. „Das ist ein entscheidender Durchbruch in einer Zeit, in der sich alles um Viren dreht“, freut sich Blüher. „Darauf haben wir alle seit Jahren hingearbeitet.“
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