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Medizin
11. Dezember 2017

Antibiotika sind zur Behandlung einer Bronchitis meistens nicht erforderlich

Zur Behandlung einer akuten Bronchitis sind im Normalfall keine Antibiotika notwendig. Darauf machen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) aufmerksam – auch im Hinblick auf die Gefahr, dass Bakterien zunehmend resistent gegenüber Antibiotika werden, wenn diese Medikamente unsachgemäß zum Einsatz kommen. „In 9 von 10 Fällen wird eine akute Bronchitis von Viren verursacht. In solchen Fällen bringen Antibiotika nichts, vielmehr fördert eine sinnlose Verordnung die Resistenzbildung“, erläutert Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) und praktizierender Lungenfacharzt in einer Augsburger Gemeinschaftspraxis. „Patienten sollte bewusst sein, dass Husten aufgrund einer akuten Bronchitis bis zu 6 Wochen anhalten kann – dies lässt sich auch durch die Einnahme von Antibiotika nicht verkürzen. Diese Medikamente sind eigentlich nur in schweren Bronchitis-Fällen mit Verdacht auf eine Lungenentzündung oder bei Risiko-Patienten mit einer Herz- oder Lungenvorerkrankung wie COPD oder Asthma angezeigt.“

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