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Medizin
12. Juni 2021
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Antifibrotische Therapie aus rheumatologischer Sicht (3/3)

Interstitielle Lungenerkrankungen (ILDs) sind eine große Gruppe heterogener Lungenerkrankungen, die häufig zu einer Lungenfibrose führen. Nintedanib ist die erste und einzige Behandlung, die für ein breites Spektrum an Lungenfibrosen zugelassen ist und die den Krankheitsverlauf effektiv verlangsamen kann. In der Behandlung von Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen haben die interdisziplinäre Diagnostik und Therapieplanung eine große Bedeutung. Die Vorträge vom Industrie-Symposium des DGP-Kongresses fokussieren sich auf klinische Erfahrungen aus pneumologischer und rheumatologischer Perspektive. JournalMed hat für Sie die 3 spannendsten Vorträge zusammengefasst. Zu Teil 1 und 2 der Reihe gelangen Sie über die Verlinkungen im Haupttext.
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Antifibrotische Therapie aus rheumatologischer Sicht

Prof. Dr. med. Gabriela Riemekasten (Rheumatologie), Universität zu Lübeck

Variable Organbeteiligung bei SSc-ILD: Zu Beginn der Erkrankung leiden die Patienten häufig unter Verhärtungen der Haut, die die Beweglichkeit einschränken, einem Raynaud-Phänomen (Durchblutungsstörung der Finger), gastroösophagealem Reflux und anderen gastrointestinalen Beschwerden (15). Bereits innerhalb der ersten 3 Jahre nach der SSc-Diagnose entwickelt 1 von 4 Patienten eine klinisch relevante Lungenbeteiligung (16, 17). Bei Beteiligung der Lunge reduziert sich das 10-Jahres-Überleben von SSc-Patienten von 82% auf 69% (18).

Die SSc-ILD ist für rund ein Drittel aller Todesfälle bei SSc-Patienten verantwortlich und damit eine der Haupttodesursachen bei Patienten mit systemischer Sklerose (19). Nintedanib reduzierte den FVC-Verlust über 52 Wochen in der Zulassungsstudie SENSCIS® um 44%. Der Effekt war auch in Subgruppen mit und ohne Mycophenolatmofetil (MMF) als Begleitmedikation konsistent (9). Die offene Folgestudie SENSCIS®-ON untersucht derzeit die Sicherheit und Verträglichkeit von Nintedanib bei SSc-ILD in der Lanzeitanwendung (20). Erste Zwischenergebnisse zeigten: Die Verringerung des FCV-Verlusts (SENSCIS®) hält an (SENSCIS®-ON), bei einem vergleichbaren Nebenwirkungsprofil (21).
Interdisziplinarität bei Lungenfibrosen – gemeinsam mehr erreichen (1/3)
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Interstitielle Lungenerkrankungen (ILDs) sind eine große Gruppe heterogener Lungenerkrankungen, die häufig zu einer Lungenfibrose führen. Nintedanib ist die erste und einzige Behandlung, die für ein breites Spektrum an Lungenfibrosen zugelassen ist und die den Krankheitsverlauf effektiv verlangsamen kann. In der Behandlung von Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen haben die interdisziplinäre Diagnostik und Therapieplanung eine...
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Nintedanib bei Patienten mit chronischer PF-ILD: Subgruppenanalyse mit Autoimmunerkrankungen (AI) der INBUILD®-Studie

Die Subgruppenanalyse zeigte, dass die Wirksamkeit von Nintedanib unabhängig von Alter, Geschlecht, Lungenfunktion (FVC, Diffusionskapazität DLCO), HRCT-Muster (nicht spezifische interstitielle Pneumonie, NSIP vs. gewöhnliche interstitielle Pneumonie, UIP) und der Grunderkrankung konsistent war (22).

Etwa 25% der Patienten in der INBUILD®-Studie hatten eine systemische AI als Grunderkrankung zu ihrer ILD. Für diese war unter Nintedanib der adjustierte mittlere FVC-Verlust nach 52 Wochen ebenfalls um 102,7 ml geringer als im Placeboarm, was somit gut der Differenz im Gesamtkollektiv (Δ107,0 ml/Jahr) entsprach (22).
Lungenfibrosen – eine neue Ära der Interdisziplinarität (2/3)
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Interstitielle Lungenerkrankungen (ILDs) sind eine große Gruppe heterogener Lungenerkrankungen, die häufig zu einer Lungenfibrose führen. Nintedanib ist die erste und einzige Behandlung, die für ein breites Spektrum an Lungenfibrosen zugelassen ist und die den Krankheitsverlauf effektiv verlangsamen kann. In der Behandlung von Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen haben die interdisziplinäre Diagnostik und...
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Relevanz progredienter Lungenfibrosen für Patienten

Prof. Dr. med. Philipp Markart (Pneumologie), Universitätsmedizin Marburg, Campus Fulda

Eine akute Exazerbation ist eine plötzliche, klinisch signifikante Verschlechterung der Atemfunktion, häufig unbekannter Ursache, die den Krankheitsverlauf negativ beeinflusst und oft zum Tod führt (23). Gepoolte Analysen aus INPULSIS®-1, INPULSIS®-2, TOMORROW zeigten, dass Nintedanib das relative Risiko akuter IPF-Exazerbationen um 47% signifikant senkte (24).

Ein Effekt auf Exazerbationen bestätigte sich auch in der INBUILD® Studie (5, 10): Unter einer Nintedanib-Therapie reduzierte sich das relative Risiko für das Auftreten von akuten ILD-Exazerbationen oder Tod um 33% über die gesamte Studiendauer.
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