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Medizin
13. April 2021

Axiale Spondyloarthritis: Verbesserte Lebensqualität unter (IL)-17A-Inhibitor Secukinumab

Die axSpA ist ein Krankheitsspektrum bestehend aus der ankylosierenden Spondylitis (AS) sowie der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis (nr-axSpA). Die Krankheitslast beider Formen ist gleichermaßen groß – damit stellt die axSpA für den Alltag der Betroffenen oftmals eine hohe Belastung dar (1). Daten der AQUILA-Studie aus dem Behandlungsalltag zeigen, dass der IL-17A-Inhibitor Secukinumab (Cosentyx®) die Lebensqualität von Patienten mit AS verbessert (2). Wie Ergebnisse der Phase-III-Studien PREVENT und MEASURE 2 zeigen, ist das Biologikum auch hinsichtlich einer Verbesserung krankheitsbedingter Symptome wie etwa starke Rückenschmerzen klinisch wirksam (3, 4).
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Bis Betroffene die Diagnose axSpA erhalten, vergeht häufig eine lange Zeit. Dabei gilt es, möglichst schnell zu diagnostizieren, um eine Progression der Erkrankung zu verhindern“, so Dr. med. Leonore Unger, Dresden. Das Fortschreiten der Erkrankung führe zunehmend zu einer Reduktion der Lebensqualität Betroffener und schränke deren Alltag deutlich ein. Je früher die Behandlung leitliniengerecht erfolgt, desto größer sind die Chancen, Langzeitfolgen und erheblichen Bewegungseinschränkungen erfolgreich entgegenzuwirken (1). Dafür stehen bei axSpA innovative Biologika, wie z.B. der IL-17A-Inhibitor Secukinumab, zur Verfügung (1). Dass das Biologikum im Behandlungsalltag wirksam ist und auch die Lebensqualität der Betroffenen positiv beeinflussen kann, zeigen Real-World-Evidenz-Daten.
 

Real-World-Daten zeigen positiven Effekt in puncto Lebensqualität

Eine Interimsanalyse der nicht-interventionellen Studie AQUILA mit über 300 AS-Patienten zeigte, dass Secukinumab über 52 Wochen in der Praxis zur Verbesserung der körperlichen Funktionen sowie der Lebensqualität Betroffener führte. Die Lebensqualität, gemessen anhand des ASAS-Health Index (ASAS-HI), der Betroffenen besserte sich deutlich: 63% der Patienten ohne TNF-Inhibitor (TNFi)-Vorbehandlung gaben an, eine gute Lebensqualität zu haben. Bei Patienten, die mit einem TNFi vorbehandelt wurden, waren es 46% und bei einer Vorbehandlung mit 2 oder mehreren TNFi waren es 31% (2). Diese Ergebnisse zeigen, dass das Ansprechen auf die Therapie mit Secukinumab abhängig vom TNF-Inhibitor-Status der Patienten ist (2). Dies liefert einen Hinweis darauf, dass ein möglichst frühzeitiger Einsatz des IL-17A-Inhibitors von Vorteil sein könnte.
 

Verbesserung krankheitsbedingter Symptome bei Patienten mit axSpA

„Patienten mit axialer Spondyloarthritis leiden besonders häufig unter erheblichen Rückenschmerzen, wobei die Schmerzen sogar so stark sein können, dass diese zum Erwachen in der zweiten Nachthälfte führen“, erklärte Dr. med. Hauke E. Heintz, Hamburg. Dies habe einen deutlichen Einfluss auf den Alltag der Betroffenen. Weiter ist das Krankheitsbild charakterisiert durch eine Morgensteifigkeit von mindestens 30 Minuten sowie wechselseitigen Gesäßschmerz. Diese Symptome bessern sich häufig durch Bewegung, nicht aber in Ruhe (1). Auch hinsichtlich dieser Kardinalsymptome der axSpA bewies sich Secukinumab in 2 klinischen Studien als wirksam.
So zeigte eine Auswertung der Phase-III-Studie PREVENT mit Patienten mit aktiver nr-axSpA eine Verbesserung der krankheitsbedingten Symptome bei TNFi-naiven Patienten über 52 Wochen. Unter der Behandlung mit 150 mg Secukinumab erzielten die Patienten eine höhere durchschnittliche Reduktion der nächtlichen Rückenschmerzen (-40,9 Secukinumab 150 mg vs. Baseline). Auch die Morgensteifigkeit besserte sich unter der gleichen Dosierung im Vergleich zum Ausgangswert um 4,55 Punkte. Hinsichtlich körperlicher Funktionen sowie der Müdigkeit zeigte sich unter dem IL-17A-Inhibitor ebenfalls ein positiver Effekt (3).

Für Patienten mit aktiver AS liegen mittlerweile sogar Langzeitdaten vor, die eine Verbesserung der krankheitsspezifischen Symptome über 5 Jahre zeigen. In der Phase-III-Studie MEASURE 2 kam es rasch und langanhaltend zu einer Reduktion der gesamten Rückenschmerzen (-31,69 vs. Baseline) sowie der nächtlichen Rückenschmerzen (-33,41 vs. Baseline). Morgensteifigkeit und Müdigkeit besserten sich über 5 Jahre hinweg bei AS-Patienten, die mit 150 mg Secukinumab behandelt wurden (4).
Diese Daten zeigen, dass Secukinumab klinisch wirksam ist und darüber hinaus zur Verbesserung der Symptome im Krankheitsspektrum der axialen Spondyloarthritis sowie der Lebensqualität der Betroffenen im Behandlungsalltag beiträgt (2-4).

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) Kiltz U, Braun J. S3-Leitlinie Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen; www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/060-003.html.
(2) Klitz U et al. Poster THU0399. EULAR 2020.
(3) Marzo-Ortega H et al. Arthritis Rheumatol 2020;72 (suppl 10) Abstract 1340.
(4) Marzo-Ortega H et al. Arthritis Rheumatol 2020;72 (suppl 10) Abstract 0364.
(5) Girolomoni G et al. Br J Dermatol 2012;167:717-724.


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