Donnerstag, 30. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Atozet
Atozet
 
Medizin

Belastungsdiagnostik soll mittels textilbasierter Sensoren vereinfacht werden

Mit Hilfe von langzeitstabilen Sensoren erfassen Therapiewissenschaftler den Gesundheitszustand des Menschen über die Haut und nicht wie bisher über das Blut.
Anzeige:
Otezla
Otezla
Textilbasierte Sensoren

Wenn der über die Atmung aufgenommene Sauerstoff während einer intensiven Ausdauerbelastung nicht ausreicht, um den Energiebedarf der Muskeln zu decken, entsteht das säurebegünstigende Stoffwechselprodukt Laktat. Der Laktatwert im Blut gibt Rückschluss auf die individuelle Stoffwechselsituation des Menschen. Ist er zu hoch, schwinden die Muskelaktivitäten. Die Forscher um Prof. Dr. Sven Michel entwickeln im Projekt „Entwicklung textilbasierter und planarer Sensoren zur nicht-invasiven Echtzeiterfassung des Laktatwertverlaufs für die Diagnostik gemäß klinischer, therapeutischer und sportmedizinisch-leistungsorientierter Anforderungen (LCSens)“ textilbasierte Sensoren, die den Schweiß über die Kleidung des Menschen messen können.

Erhöhte Laktatwerte bei Herzerkrankungen

„Jeder, der schon einmal eine Stadionrunde so schnell wie möglich gelaufen ist, merkt irgendwann, dass die Bewegungen nicht mehr funktionieren und sich Krämpfe einstellen“, so der Leiter des neuen Forschungsprojektes LCSens Prof. Michel. „Der Laktaktwert kann dann zwischen 12 und 20 mmol pro Liter Blut betragen. Das ist 10 Mal so hoch wie der normale Laktatspiegel eines Erwachsenen, der unterhalb von 1,8 mmol pro Liter Blut liegt. Bei bestimmten Herzerkrankungen sind ähnliche Werte feststellbar. Man kann sich vorstellen, wie anstrengend der Lebensalltag in diesen Fällen sein muss“, so Prof. Michel weiter. Der Leiter des Fachgebietes Therapiewissenschaften II und ehemalige Hochleistungssportler kennt den Einfluss des Laktats aus eigener Erfahrung. „Ist der individuelle maximale Laktatwert bekannt, können Trainingseffekte präzise abgesteckt werden, so zum Beispiel Bereiche der mehrheitlichen Fettverbrennung oder der verstärkten Konditionierung von Pufferkapazitäten des Stoffwechsels.“

Vereinfachung der Belastungsdiagnostik

In Kooperation mit dem  Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der Technischen Universität Dresden erhoffen sich die Forscher gemeinsam mit dem Institutsdirektor und Zukunftspreisträger des Bundespräsidenten Prof. Dr.-Ing. Chokri Cherif, die Belastungsdiagnostik weiter zu vereinfachen. Das Forschungsprojekt LCSens hat eine Laufzeit von 2 Jahren und wird zunächst mit rund 600.000 Euro vom  Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Gemeinsam mit dem Lausitzer Seenland Klinikum Hoyerswerda erproben die Wissenschaftler die Technologie unter klinischen Bedingungen.

 

Quelle: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg


Anzeige:
Tapentadol
Tapentadol
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Belastungsdiagnostik soll mittels textilbasierter Sensoren vereinfacht werden "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.