Mittwoch, 29. Juni 2022
Navigation öffnen
Anzeige:
Nasonex
Nasonex
 
Medizin

Cladribin-Tabletten verringern Hirnatrophie signifikant bei Multiple-Sklerose-Patienten

Ergebnisse einer Post-hoc Analyse der Phase-III-CLARITY-Studie zeigen, dass Cladribin-Tabletten bei Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) die jährliche Rate des Gehirnschwunds (Hirnatrophie) im Vergleich zu Placebo verringerten (1). Außerdem ergab die Analyse, dass Patienten mit niedrigeren Hirnatrophieraten die höchste Wahrscheinlichkeit aufwiesen, auch noch nach zwei Jahren von einem Fortschreiten der Behinderung frei zu sein(1). Dies unterstützt bereits vorliegende Erkenntnisse, dass bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ein erhöhter Gehirnschwund im Laufe der Zeit mit schlechteren klinischen Ergebnissen assoziiert ist, etwa einer erhöhten Behinderungsprogression und kognitiven Veränderungen (2).
 
Anzeige:
Tapentadol
Tapentadol
 
„Aus den vorhandenen Beweisen ergibt sich, dass Hirnatrophie im Allgemeinen im Verlauf der MS zunimmt und mit der Behinderungsprogression assoziiert ist. Die Analyse ist wichtig, weil sie den Zusammenhang zwischen der gezeigten verringerten Hirnatrophie und der verringerten Behinderungsprogression in der CLARITY Studie bestätigt“, sagte Nicola De Stefano, Hauptautor der Publikation und außerordentlicher Professor für Neurologie in der Abteilung für Medizin, Chirurgie und Neurowissenschaften an der Universität Siena.

Die CLARITY-Studie war eine zweijährige (96-wöchige), randomisierte, Placebo kontrollierte Phase-III-Doppelblindstudie der Cladribin-Tabletten mit 1.326 RRMS- Patienten. Die CLARITY-Studie erreichte primäre Endpunkte (Schubrate nach 96 Wochen) und wichtige sekundäre Endpunkte (Anteil der schubfreien Patienten und Zeit bis zur nachhaltigen Behinderungsprogression). Diese Ergebnisse und Sicherheitsergebnisse wurden im The New England Journal of Medicine veröffentlicht (3).

Die Hirnatrophieanalyse bewertete die Wirksamkeit der Cladribin-Tabletten auf den Verlust an Hirnvolumen über zwei Jahre bei RMS und den Zusammenhang zwischen Gehirnschwund und bestätigter Behinderungsprogression bei 1.025 (77,3%) Patienten der CLARITY Studie. Der durchschnittliche Prozentsatz des jährlichen Gehirnschwundes war signifikant verringert bei Patienten, die mit Cladribin- Tabletten mit 3,5 mg/kg (-0,56% ± 0,68, p = 0,010, n = 336) und 5,25 mg/kg (-0,57% ± 0,72, p = 0,019, n = 351) behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die Placebo erhielten (-0,70% ± 0,79, n = 338). Das Risiko der Behinderungsprogression war auch signifikant niedriger bei Patienten, die mit Cladribin-Tabletten mit 3,5 mg/kg (HR 0,63, 95% CI 0,438, 0,894; p = 0,010) und 5,25 mg/kg (HR 0,58, 95% CI 0,406, 0,833; p = 0,003) behandelt wurden, als bei Patienten, die Placebo erhielten. Nach der Anpassung nach Behandlungsgruppen zeigte der prozentuale Gehirnschwund pro Jahr eine signifikante Korrelation mit der kumulativen Wahrscheinlichkeit der Behinderungsprogression in der gesamten Studienpopulation (HR 0,67, 95% CI 0,571, 0,787; p < 0,0001); (1).

„Diese Ergebnisse untermauern und verdeutlichen die konsistente, positive Wirkung von Cladribin-Tabletten im Hinblick auf die Verbesserung klinisch relevanter Ergebnisse, etwa wie die Verringerung der Schubrate und der Behinderung. Dies bestätigt unseren Beschluss, dieses Prüfpräperat für RRMS-Patienten zugänglich zu machen“ sagte Steven Hildemann, Global Chief Medical Officer und Leiter von Global Medical Affairs and Safety, Merck.“

Design der CLARITY-Studie

Die CLARITY-Studie war eine zweijährige (96-wöchige), randomisierte, Placebo kontrollierte internationale Doppelblindstudie. Sie randomisierte 1.326 Patienten mit schubförmig remittierender MS gemäß den überarbeiteten McDonald-Kriterien. Die Studienteilnehmer wurden zufällig einer der drei Behandlungsgruppen zugewiesen (im Verhältnis 1:1:1), die entweder zwei unterschiedliche Dosierungen von Cladribin-Tabletten oder entsprechende Placebo-Tabletten erhielten.

Primärer Endpunkt der CLARITY-Studie war die Schubrate nach 96 Wochen. Zu den sekundären Endpunkten gehörten MRT-Endpunkte, der Anteil schubfreier Teilnehmer und die Behinderungsprogression nach 96 Wochen.

Bei mit Cladribin-Tabletten behandelten Patienten war eine Lymphopenie das am häufigsten gemeldete unerwünschte Ereignis. Das Auftreten von Infektionen belief sich auf 48,3% mit Cladribin-Tabletten und 42,5% mit Placebo, wovon 99,1% und 99,0 % als leicht bis mäßig bewertet wurden (4).

Quelle: Merck Serono GmbH

Literatur:

(1) De Stefano N et al. Reduced brain atrophy rates are associated with lower risk of disability progression in patients with relapsing multiple sclerosis treated with Cladribine Tablets. Multiple Sclerosis Journal. 2017; 10.1177/1352458517690269 Verfügbar auf: http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1352458517690269 abgerufen am 2. Februar 2017
(2) De Stefano N et al. Clinical relevance of brain volume measures in multiple sclerosis. CNS Drugs 2014; 28(2):147-56
(3) Gavin Giovannoni, M.B., B.Ch., Ph.D., Giancarlo Comi, M.D., Stuart Cook, M.D., et al. A Placebo-Controlled Trial of Oral Cladribine for Relapsing Multiple Sclerosis. N Engl J Med 2010; 362:416-426.
(4) Cook et al. Safety and tolerability of cladribine tablets in multiple sclerosis: the CLARITY (CLAdRIbine Tablets treating multiple sclerosis orallY) study. Multiple Sclerosis Journal 0(00) 1–16 ! DOI: 10.1177/1352458510391344


Anzeige:
Point It
Point It
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Cladribin-Tabletten verringern Hirnatrophie signifikant bei Multiple-Sklerose-Patienten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der MedtriX GmbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.