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Medizin
14. Juni 2021
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COPD: 3-fachfixkombination senkt Exazerbationen und Mortalität

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung  (COPD) hat in Deutschland stark zugenommen. Bereits 8% der Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen. Bei der Therapie ist es wichtig, dass die Patienten eine längerfristige Dauertherapie erhalten, wobei die duale Kombinationstherapie (LAMA/LABA) bei symptomatischen Patienten von Vorteil ist, während bei häufig auftretenden Exazerbationen eine Dreifachkombination ( ICS/LAMA/LABA) vorteilhaft ist.
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Kurzwirksame Medikamente nicht zu empfehlen                                      

Bei der COPD-Behandlung sollte die Symptomverbesserung im Vordergrund stehen, aber auch die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Gesundheitszustandes. Weitere Ziele müssen außerdem die Vermeidung und Behandlung von Exazerbationen sein sowie die Vermeidung der Progredienz und Komplikationen – außerdem die Behandlung der Komorbidität. Bevor eine medikamentöse Therapie erfolgt, sind auch die nicht medikamentösen Maßnahmen auszuschöpfen. Dazu gehört das körperliche Training, die Patientenschulung und die physiotherapeutische Atemtherapie. Bei der medikamentösen Therapie hat sich gezeigt, so Priv.-Doz. Dr. med. Kai-Michael Beeh, Wiesbaden, dass die kurzwirksamen Medikamente keinen Einfluss auf die Bronchodilatation haben, während es bei den langwirksamen Medikamenten zu einer Entblähung kommt und in Folge dessen die Atemnot weniger wird.
Aussichtsreicher Therapieansatz gegen COPD
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Die Lungenkrankheit COPD (chronic obstructive pulmonary disease) zählt zu den häufigsten und tödlichsten Erkrankungen weltweit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist es nun gelungen, COPD in Mäusen, die chronischem Zigarettenrauch ausgesetzt waren, zu heilen. Ziel der Forschungsgruppe ist es, den neuen Therapieansatz in den...
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GOLD-Report

Im neuen GOLD (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease)-Report wird eine duale Kombination aus einem langwirksamen Anticholinergikum (LAMA) und einem langwirksamen Beta-Agonisten (LABA) empfohlen. Die Kombinationstherapie kann den FEV1 verbessern und die Symptome vermindern. Ausserdem kann die Kombinationstherapie – im Gegensatz zur Monotherapie – die Exazerbationen ebenfalls verringern. Therapie-naive COPD-Patienten mit einer schweren Symptomatik haben auch eine gute Therapieoption mit der Kombination.

Verbesserung des primären Endpunktes

Zu diesen Ergebnissen kam die EMAX-Studie ( Early MAXimisation of bronchodilation for improving COPD stability), eine randomisierte, doppelblinde und multizentrische Studie, wie der Referent berichtete. Bei 2.424 symptomatischen COPD-Patienten wurde über 24 Wochen die duale Fix- Kombination aus dem LAMA Umeclidinium und dem LABA Vilanterol (UMEC/VI, Anoro Ellipta) mit den beiden Monotherapien Umeclidinium bzw. Salmeterol verglichen. Die Kombination UMEC/VI zeigte eine signifikante Verbesserung des primären Endpunktes FEV1im Vergleich zu den Monotherapien.

Verbesserung des Dyspnoe-Index

Außerdem hatte sich der Dyspnoe-Index bei der Kombination konsistent verbessert. Bei Patienten mit schweren Exazerbationen und Hospitalisation ist, so Beeh, das Mortalitätsrisiko deutlich erhöht. Hinzu kommt noch das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis nach einer Exazerbation. Für diese Patientenklientel eignet sich in jedem Fall eine 3-fachfixkombination (ICS/LAMA/LABA), wie sie auch im GOLD-Report empfohlen wird. Durch die Kombination aus dem ICS Fluticasonfuroat  (FF), dem LAMA UMEC und dem LABA VI (FF/UMEC/VI, Trelegy Ellipta,OD) konnte eine signifikante Reduktion der Gesamtmortalität erreicht werden und auch die Exazerbationen nahmen ab.

Michaela Biedermann-Hefner

Quelle: COPD-Symposium „Aktuelle Studienlage und die Umsetzung in den praktischen Alltag“, 19.04.2021; Veranstalter: GKS


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