Mittwoch, 29. Juni 2022
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Medizin

COPD: In den kleinen Atemwegen entsteht die Überblähung

Bereits in frühen Stadien der COPD kommt es zu erheblichen Einschränkungen der Lungenfunktion mit drastischen Auswirkungen auf das Alltagsleben der Patienten. Zahlreiche liebgewonnene Tätigkeiten können nicht mehr ausgeführt werden, das soziale Leben leidet, und der Patient verliert an Selbstwertgefühl. Daher ist es wichtig, so anerkannte Experten auf einer von Boehringer Ingelheim unterstützten Pressekonferenz vor dem Hintergrund des DGP-Kongresses in Leipzig, frühzeitig - im Stadium GOLD II - zu intervenieren. Mit einer neueren dualen Inhalationstherapie kann eine gute Lebensqualität für längere Zeit gewährleistet werden.

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"Die COPD ist eine Erkrankung der kleinen Atemwege", betonte Dr. med. Thomas Voshaar, Moers. "Von hier aus entwickelt sie sich in die großen Bronchien hinein." Eine Entzündung der Small airways ist bereits bei einer leichtgradigen COPD feststellbar. Sie führt zu einer kritischen "Verengung des Lumens und bedingt eine exspiratorische Flusslimitation." Werden diese kleinen Atemwege beim Ausatmen weiter zusammengepresst, kann aus ihnen die Luft nicht entweichen. "Darin hat die Überblähung der COPD ihre Ursache", unterstreicht Voshaar, "und nicht - wie fälschlicherweise angenommen - im Emphysem."

Gerade in den peripheren Atemwegen, erklärt der Pneumologe weiter, kommt es zu einem synergistischen Effekt bei Stimulation von Muscarin- und Beta2-Rezeptoren. Da der Respimat® zu rund der Hälfte eine periphere Lungendepositon gewährleistet, ist hier der kombinierte Einsatz von Tiotropium und dem schnell und lang wirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) Olodaterol sinnvoll. Diese Kombination wird in dem Inhalationssystem Spiolto® Respimat® bereitgestellt.

Spirale ins soziale Abseits unterbrechen

"Die Leidensgeschichten vieler meiner GOLD II-Patienten klingen sehr ähnlich", berichtet Prof. Dr. med. Dirk Skowasch, Uniklinikum Bonn. Die Patienten warten relativ lange ab, bis sie zum Arzt gehen, verdrängen oder verharmlosen die Symptome: "Es wird wohl am Alter liegen." Zunächst vermeiden sie körperliche Anstrengungen, dann ziehen sie sich immer mehr vom sozialen Leben zurück, weil sie auch beim normalen Gehtempo nicht mehr mithalten können.

Im Stadium GOLD II, unterstreicht der Internist, verlieren die Patienten entscheidend an Lungenkapazität. Daher muss zu diesem Zeitpunkt die Dauertherapie beginnen. "Dies gibt den Patienten nicht nur die Möglichkeit, Alltagsaktivitäten und einen aktiven Lebensstil beizubehalten, sondern sie können der Abwärtsspirale aus Inaktivität und weiterer Verschlechterung der Lungenfunktion möglichst lange entgegenwirken."

Dass die Kombinationstherapie mit dem Spiolto® Respimat® effektiv ist, zeigt sich an der Verbesserung der Lungenfunktion um mehr als das Doppelte im Vergleich zu einer Spiriva® Respimat®-Monotherapie (Grafik) (1,2). Ferner, so Skowasch, zeigen die Daten einer aktuellen, nicht-interventionellen Studie mit Tiotropium und Olodaterol eine klinisch signifikante Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Gesamtkondition der Patienten (3).

Reimund Freye

Literaturhinweise:

(1) Beeh KM et al., Pulm Pharmacol Ther 2015; 32: 53-99
(2) Buhl R et al., Am J Respir Crit Care Med 191, A5755, Abstr P522 (2015)
(3) Glaab T et al., 57. Cong of the German Respiratory Society, Leipzig, 2 - 5 Mar 2016 Poster P179

Quelle: Pressekonferenz: "Mehr Alltag trotz COPD", im Rahmen des 57. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, Leipzig, 3. März 2016; Veranstalter: Boehringer Ingelheim


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