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Medizin
16. Juni 2021

Corona-Impfung durch Betriebsärzte: Modellversuch erfolgreich gestartet

Seit dem 7. Juni können Unternehmen ihren Belegschaften Impfungen gegen SARS-CoV-2 anbieten. Kleinere und mittlere Betriebe verfügen jedoch meist nicht über die dafür notwendige Infrastruktur. Im Rahmen des Projektes „Gesund arbeiten in Thüringen“ ist deshalb ein Modellversuch gestartet, der es kleineren und mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihren Beschäftigten zwischen dem 15. und 18. Juni eine Impfung anzubieten. Das Angebot trifft auf eine große Nachfrage. Für die Aktion an insgesamt drei Standorten in Thüringen haben sich 30 Unternehmen registriert. Über 600 Beschäftigte wollen sich gegen COVID-19 impfen lassen. Das Modellvorhaben „Gesund arbeiten in Thüringen“ ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) und der BARMER und steht seit dem Start im Jahr 2017 unter der Schirmherrschaft der Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner.
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Ziel der Aktion ist es, kleinen und mittleren Unternehmen in Thüringen ein zügiges Impfangebot für ihre Beschäftigten zu ermöglichen und gleichzeitig modellhaft aufzuzeigen, wie durch Kooperationen eine betriebsärztliche Betreuung gelingen kann. Die Impfaktionstage finden jeweils zentral in den IHK-Stützpunkten der drei Netzwerkregionen der am Modellvorhaben beteiligten Firmen statt. Neben Erfurt wird also auch an den Standorten Suhl (Termin: 16. Juni) und Gera (Termin: 18. Juni) durch kooperierende Betriebsärzte geimpft. Zielgruppe sind die Mitarbeiter der Betriebe, die sich bereits am Projekt „Gesund arbeiten in Thüringen“ beteiligen und Teil der Netzwerke sind.

Am ersten Tag der Aktion wurden rund 200 Beschäftigte am IHK-Stützpunkt in Erfurt geimpft. Die Thüringer Gesundheitsministerin und Schirmherrin des Projektes, Heike Werner, zeigte sich zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass die Aktion so gut angenommen wird. Mit solchen Modellprojekten erhält die Impfkampagne in Thüringen weiteren Schub. Außerdem senden wir eine positive Botschaft an die Wirtschaft und setzen bundesweit ein Zeichen, wie die Impfungen auch für kleinere Unternehmen ohne eigene betriebsärztliche Versorgung organisiert werden können. Dafür danke ich allen Beteiligten.“

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©Adam Gregor - stock.adobe.com
Die Thüringer Landesgeschäftsführerin der BARMER, Birgit Dziuk, betonte die Bedeutung der kleinen und mittleren Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Thüringen: „Kleinere Betriebe dürfen bei der Pandemiebewältigung und der Gesundheitsvorsorge generell nicht ins Hintertreffen geraten. Denn: Gesundheitsförderung für jeden Einzelnen ist letztlich auch Wirtschaftsförderung. Der Zusammenschluss in Netzwerken bündelt Ressourcen und bietet eine für alle Beteiligten praktikable Lösung.“

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Für den Hauptgeschäftsführer der DGAUM, Dr. Thomas Nesseler, sind niederschwellige Impfangebote in Unternehmen ein wichtiger Faktor zur erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie: „Die deutsche Wirtschaft ist stark durch den Mittelstand mit vielen kleinen Betrieben und mittelgroßen Unternehmen geprägt. Umso wichtiger ist es, gerade die Beschäftigten dort in die Impfkampagne einzubeziehen und im größten Präventionssetting unserer Gesellschaft, der Arbeitswelt, durch niederschwellige Angebote einen großen Teil der Bevölkerung zu erreichen.“

Der Präsident der IHK in Erfurt, Dieter Bauhaus, fügte ergänzend hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit der Organisation der Aktion vor Ort und der zur Verfügungstellung unseres Hauses diesen Impftag unterstützen können. Die Wirtschaft möchte mit der Impfung durch die Betriebsärzte einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten. Die Bereitschaft hierzu zeigt erneut die Eigenverantwortung der Unternehmen.“

Die Zweitimpfungen sind für Mitte Juli geplant. Weitere Informationen zu „Gesund arbeiten in Thüringen“ unter: www.gesund-arbeiten-in-thueringen.de

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)


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