Donnerstag, 15. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
FSME
FSME
Medizin
07. April 2021

Corona-Schutzimpfung: Regelhafte Impfungen in Hausarztpraxen starten

Wichtiger Schritt bei der Umsetzung der Nationalen COVID-19-Impfstrategie: Mit der Änderung der Coronavirus-Impfverordnung vom 31. März 2021 können nun endlich auch Hausärztinnen und -ärzte die Corona-Schutzimpfung in ihren Praxen als Regelimpfung durchführen. In dieser Woche beteiligen sich landesweit rund 850 Hausarztpraxen an den Impfungen. Aufgrund der weiterhin begrenzten Impfstoffkapazitäten erhalten die Praxen vom Bund nur zwei Drittel der Dosen, die sie individuell für diese Woche bestellt hatten. Bei einer vorgegebenen maximalen Bestellmenge von 54 Impfdosen sind dies 36. Geimpft werden Patienten der beteiligten Praxen, die die Voraussetzungen der geltenden Impfverordnung zur Priorisierung erfüllen.
Anzeige:
Medical Cloud
Medical Cloud
 
Mit dem Pilotprojekt „Impfungen in Arztpraxen“ der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) starteten im Land Brandenburg bereits Anfang März die ersten Arztpraxen mit den Corona-Impfungen. Aktuell können 217 Praxen im Rahmen des Modellprojekts Impfstoff über das Land beziehen. Zum Start der Routine-Verimpfung waren Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher und MUDr./ČS Peter Noack, Vorsitzender des KVBB-Vorstandes, heute in der Hausarztpraxis von Dipl. Med. Astrid und Kristin Tributh in Potsdam.

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Corona-Impfstoff möglichst leicht zugänglich zu machen. Dafür haben wir zunächst ein Netz aus Impfzentren, Mobilen Impfteams und Kommunalen Impfstellen aufgebaut. Sie alle haben hervorragende Arbeit geleistet und leisten sie nach wie vor. Ich freue mich, dass wir mit den Regelimpfungen in den Haus- und Facharztpraxen nun eine weitere wichtige Säule haben. Nicht nur die kurzen Wege sind für eine hohe Impfbereitschaft von großem Vorteil. Die Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patientinnen und Patienten auch am besten. Jetzt kommt es darauf an, dass die Arztpraxen schnell deutlich mehr Impfstoffdosen bestellen können."

KVBB-Vorsitzender MUDr./ČS Noack: „Wir haben uns bereits seit November intensiv dafür eingesetzt, dass die Corona-Impfungen in die Arztpraxen kommen. Die Kolleginnen und Kollegen wollen impfen. Das zeigt das große Engagement der Hausärzte, die in dieser kurzen Woche bereits mit den Impfungen starten und dafür ihre Praxisorganisation und -abläufe entsprechend anpassen. Ich bin überzeugt davon, dass die Zahl der Praxen deutlich steigen wird, wenn endlich mehr Impfstoff für uns Vertragsärzte zur Verfügung gestellt wird. Deshalb ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, den Übergang der Impfungen von den Impfzentren in die Arztpraxen geordnet zu gestalten.“

Auch für die Hausarztpraxen gilt generell die festgelegte Prioritäten-Reihenfolge. Eine zentrale Einladung für die Patienten gibt es nicht. Die Vergabe der Impftermine – telefonisch oder online – obliegt den Praxen. Viele Praxen sprechen ihre Patienten direkt an und vereinbaren Termine für die Sprechstunde oder auch bei Hausbesuchen. 

Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg


Anzeige:
OFEV
OFEV

Das könnte Sie auch interessieren

Vorsorgevollmacht: Auch für Jüngere relevant

Vorsorgevollmacht: Auch für Jüngere relevant
©Maridav - stock.adobe.com

„Im Moment mache ich mir große Sorgen. Aus den Medien habe ich erfahren, dass ein schwerer Verlauf der Covid-19-Erkrankung auch jüngere Menschen ohne Vorerkrankungen treffen kann. Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschenund Abstandhalten setze ich alle um. Aber wie regele ich meine Angelegenheiten, falls ich doch erkranke und das so schwer, dass ich meinen Willen nicht mehr äußern kann?“ Martin S., Hannover

Kassen-Experten: Demenzkranke öfter ohne Medikamente pflegen

Kassen-Experten: Demenzkranke öfter ohne Medikamente pflegen
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Bei der Pflege demenzkranker Menschen sollten aus Sicht von Experten der Krankenkassen Alternativen zu Medikamenten eine größere Rolle spielen. Es gebe eine Vielzahl anderer Verfahren wie Training von Alltagstätigkeiten, Übungen zum Gestalten von Beziehungen oder körperliche Aktivierung, teilte der Medizinische Dienst der gesetzlichen Kassen in Berlin mit. Dabei müsse man sich im Klaren sein, dass dies personal- und zeitintensiv sei und Folgen für die Personalbemessung und die Besetzung habe.

Oft unerkannt: Frauenkrankheit Lipödem

Oft unerkannt: Frauenkrankheit Lipödem
© vanillya / fotolia.com

Etwa jede zehnte Frau in Deutschland leidet unter einem Lipödem, auch als Reiterhosenphänomen bekannt. Hierbei treten symmetrische schwammige Schwellungen an den Beinen und in 30 Prozent der Krankheitsfälle auch an den Armen auf. Die Ursache: eine Fettverteilungsstörung, die mit Wassereinlagerungen einhergeht. Lipödempatienten stehen aus mehreren Gründen unter einem sehr hohen Leidensdruck. Sie haben nicht nur sehr starke Berührungs- und Druckschmerzen, sondern auch Spannungsgefühle, sodass bereits einfache Tätigkeiten wie Haare föhnen oder...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Corona-Schutzimpfung: Regelhafte Impfungen in Hausarztpraxen starten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Kabinett beschließt Bundes-Notbremse: Nächtliche Ausgangssperren und geschlossene Läden
  • Kabinett beschließt Bundes-Notbremse: Nächtliche Ausgangssperren und geschlossene Läden